Thorsten Schulze Niehues ist Schützenkönig
Jungschütze macht Vogel den Garaus

Freckenhorst -

Seit Montagmittag, 14.19 Uhr, haben die Freckenhorster Bürgerschützen einen neuen König. Er heißt Thorsten Schulze Niehues, ist 28 Jahre jung und kommt aus den Reihen der Jungschützen.

Montag, 31.07.2017, 15:07 Uhr

Thorsten Schulze Niehues ließ sich auf den Schultern seiner Mitaspiranten Björn Schlamann und Simon Friehe als neuer Schützenkönig feiern.
Thorsten Schulze Niehues ließ sich auf den Schultern seiner Mitaspiranten Björn Schlamann und Simon Friehe als neuer Schützenkönig feiern. Foto: Andreas Engbert

Schulze Niehues  ist damit in die Fußstapfen des Jubiläumskönigs der Bürgerschützen, Richard Niewöhner , getreten. Als Niewöhner vor 40 Jahren den Vogel von der Stange schoss, war er erst 27 Jahre alt – und ging damit als einer der jüngsten Schützenkönige überhaupt in die Annalen der Freckenhorster Bürgerschützen ein.

Thorsten Schulze Niehues, der mit dem 323. Schuss und nach Abfeuern von acht Königskugeln am Montag dem hölzernen Vogel den Garaus gemacht hatte, ist gerade einmal 28 Jahre alt und Mitglied der Jungschützen, von denen einige zu den Mit-Aspiranten gehörten. Dem Vernehmen nach hatte die Gruppe, die sich gestern, begleitet von „Hier-regieren-die-Jungschützen“-Rufen, an der Vogelstange engagierte, bereits seit 2010 auf dieses Ziel hingespart. Zur Schützenkönigin erwählte Schulze Niehues Natalie Wessel-Terharn, die damit die erste Königin der Formation der Damen ist.

Einige Stunden zuvor hatte das alte Königspaar – Bernd und Veronika Sendker – mit seiner Throngesellschaft einen letzten großen Auftritt auf dem Stiftsmarkt, als sie langjährigen Vereinsmitgliedern die Treueorden überreichten. Hoch zu Ross hatte Oberst Thomas Feldmann die Majestäten sowie sämtliche Schützenformationen, die Spielmannszüge – darunter das Fanfarencorps aus Milte – sowie viele Schaulustige begrüßt.

In seiner Festansprache ging der Oberst auf die Erfolgsgeschichte des Bürgerschützenvereins ein, der – anders als viele andere Vereine – mit Nachwuchsproblemen offenbar nicht zu kämpfen hat. Das generationsübergreifende Feiern, die konkret gelebte und gepflegte Gemeinschaft und das Miteinander sind nach Ansicht Feldmanns das Geheimnis des Erfolges.

Thorsten Schulze Niehues

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„,Tradition‘ in der Kombination von Bewahren und Entwickeln, so wie wir es verstehen, wird getragen durch den vorbildlichen Einsatz unserer Mitglieder“, bemerkte er, warnte aber zugleich aber auch vor dem Ausbluten des Ehrenamtes durch gesetzliche Vorgaben und Reglementierungen sowie verschärfte Sicherheitsauflagen und die mit ihnen einhergehenden finanziellen Belastungen, die die Grenzen des Zumutbaren bisweilen überschritten.

„Wer wird zukünftig unter solchen Bedingungen noch bereit sein ein Ehrenamt zu übernehmen?“, fragte Feldmann und forderte Gesetzgeber und Behörden zu einer nachhaltigen Kursänderung auf: „Vertraut den Menschen in den Vereinen vor Ort wieder mehr und macht endlich Ernst mit De-Regulierung und Bürokratieabbau. Das vielfach beschworene bürgerschaftliche Engagement fördert man am besten dadurch, indem man die Menschen machen lässt und sie nicht bevormundet!“

Ausgezeichnet wurden anschließend Mitglieder, die dem Verein seit 25, 50 oder gar 60 Jahren die Treue halten. Geehrt wurden an diesem Morgen auch Jubiläumskönig Richard Niewöhner und Ehefrau Mechtild.

Im Anschluss an die Huldigungsrede Norbert Dühlmanns, der das scheidende Königspaar, dessen Familie, „King Mom“ Maria inklusive, und die Throngesellschaft auch aus der Perspektive des ersten Nachbarn und Vaters der amtierenden Königin des Korps der Damen, Anne Dühlmann, würdigte, zogen die Schützen zum Festplatz.

Dort erwartete Oberst Thomas Feldmann wieder einmal einige Delinquenten zum „Vier-Augen-Gespräch“. Lukas Keßmann hatte die Dreistigkeit besessen, am Ende einer Versammlung, die er vorzeitig verlassen musste, dem Oberst die Zahlung seines Deckels zu überlassen.

Und die Standartenträgerinnen der Damenformation hatten es geschafft, beim Schützenfest in Vohren ohne Standarte zu erscheinen. „Das ist, als spielte eine Fußballmannschaft ohne Trikots“, rügte Feldmann Karin Richter, Katharina Pangsy und Anne Wargel. Zur Strafe gab es für Lukas Keßmann einen überdimensionalen Bierdeckel und für die Damen drei Mini-Standarten, die sie den Rest des Tages zu tragen hatten. 

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