Projekt: Zeitlos
Eine Sprache, die jeder versteht

Warendorf -

Seit 2009 erfreut das „Projekt: Zeitlos“ mit selbst geschriebenen und entwickelten Sketchen und Stücken die Menschen in Warendorf und Umgebung. Das Team setzt eigene Ideen unermüdlich um. Bevor es an die Produktion eines neuen Stückes geht, wird sehr viel recherchiert, diskutiert, geschrieben und ausprobiert.

Samstag, 19.08.2017, 19:08 Uhr

Projekt: Zeitlos: Irmgard Sanders, Maria Schubert, Rudolf Berger, Beate Trautner, Regina Fleck, Lisa Reichensperger und Monika Lückemeier in einem der Verkaufsräume im Modehaus Ebbers. Ulla Kupka fehlt.  
Projekt: Zeitlos: Irmgard Sanders, Maria Schubert, Rudolf Berger, Beate Trautner, Regina Fleck, Lisa Reichensperger und Monika Lückemeier in einem der Verkaufsräume im Modehaus Ebbers. Ulla Kupka fehlt.   Foto: Beate Trautner

„Theater ist Bewegung“, ist Beate Trautners Motto. „Theater ist innere uns äußere Bewegung“. Das scheint die Theatergruppe „Projekt: Zeitlos“ unter der Leitung von Beate Trautner wörtlich zu nehmen.

Ab Ende August probt die freie Theatergruppe in der Kreativwerkstatt in der Brede in Warendorf. Bis jetzt konnten die „Zeitlosen“ während der Umbauphase im Modehaus Ebbers einen Raum im 2. Stock für ihre Proben nutzen. Doch die Umbauarbeiten sind so gut wie beendet. Was für die Theatergruppe bedeutet, dass sie diesen Probenort hinter sich lassen müssen.

Auf der Flucht sind sie deshalb aber nicht. Wenn­gleich „Flucht“ das Thema ihrer neuen Produktion ist. Der Umzug in die Räume der Kreativwerkstatt erfolgt freiwillig. Alle freuen sich schon auf die Proben in dem charmanten Haus. Gesehen haben die „Zeitlosen“ es noch nicht – aber sie kennen das Haus jetzt schon durch die Erzählungen ihrer Regisseurin. Denn Beate Trautner kennt die Kreativwerkstatt gut. Seit Frühjahr diesen Jahres nutzt sie die Kreativwerkstatt für das Theaterprojekt „Gesichter der Welt“ für Frauen mit und ohne Fluchterfahrung des Fachdienst für Integration und Migration der Caritas .

Das Theaterprojekt „Gesichter der Welt“ hat seinen festen Platz in der Kreativwerkstatt gefunden und wird auch im kommenden Jahr dort stattfinden. Gerade für Frauen, die erst vor kurzem hierhin gekommen sind, bietet das Theater eine gute Möglichkeit, neue Formen der Kommunikation kennen zu lernen, um sich in dem neuen Land zurecht zu finden.

„Vielleicht können die Flüchtlingsfrauen und die Theatergruppe gemeinsam etwas entwickeln“, spinnt Trautner schon neue Ideen. „Das Thema passt auf jeden Fall“. Neben Theaterangebote wird sie dort auch künftig Kurse und Workshops, wie zum Beispiel einen Foto- oder Filmworkshop anbieten. Seit vielen Jahren leitet Trautner unterschiedliche Theatergruppen, arbeitet in Theater- und Medien-Projekten und spielt auch selbst leidenschaftlich gern. „Ich spiele Theater, seit ich denken kann.“

„Viele Requisiten und bombastische Kostüme gibt es bei mir nicht“, erklärt die Theaterpädagogin ihre Arbeitsweise. „Bei mir kommt es auf die Aussage an und auf Mimik, Haltung und das genaue Spiel. Da bin ich sehr pingelig.“

Der Theatergruppe „Projekt: Zeitlos“ gefällt es. Seit Gründung gibt es nur wenig Fluktuation in der Gruppe. Die meisten Teilnehmer sind von Anfang an dabei.

„Theaterspielen lässt einen die Welt aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten – zudem ist es eine Kommunikation.“ Jedes Thema könne auf vielfältige, subtile Art mit und ohne Worte bildlich gemacht werden. „Theater ist eine Sprache, die jeder versteht.“

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