Marokkaner lebensgefährlich verletzt
Messerstecherei in Flüchtlingsunterkunft

Warendorf -

Lebensgefährlich verletzt hat ein 21-jähriger Marokkaner in einer Flüchtlingsunterkunft in Warendorf am späten Freitagabend einen 26-jährigen Landsmann. Schon länger hatte es Streit zwischen den beiden Männern gegeben.

Sonntag, 27.08.2017, 11:08 Uhr

Bei einer Messerattacke am späten Freitagabend ist ein 26-jähriger Marokkaner lebensgefährlich verletzt worden. Wie Staatsanwaltschaft Münster, Kreispolizeibehörde Warendorf und Polizeipräsidium Münster in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, waren der 26-Jährige und ein 21-jähriger Landsmann in einer Flüchtlingsunterkunft in Streit geraten. Der 21-Jährige soll im Verlauf dieses Streites mehrfach mit einem Messer auf seinen Mitbewohner eingestochen haben. Laut Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt so heftig, dass ein Stich in den Rücken die Lunge des Opfers traf und den Mann dadurch lebensgefährlich verletzte. Aufgrund der sofortigen, intensivmedizinischen Intervention bestand am Samstag allerdings keine Lebensgefahr mehr für den 26-Jährigen. In seiner Vernehmung am Samstag räumte der 21-jährige Beschuldigte zwar die Tat ein, bestritt jedoch eine Tötungsabsicht. Nach seinen Angaben bestanden schon länger Spannungen zwischen ihm und dem späteren Opfer. Aufgrund der lebensgefährlichen Verletzung hat die Staatsanwaltschaft Münster beim Amtsgericht einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung beantragt. Der zuständige Haftrichter folgte am Samstag diesem Antrag. Die Ermittlungen werden von der eingesetzten Mordkommission unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux fortgesetzt. Deren Aufgabe ist es nun, abgesehen vom Tatmotiv, den genauen Tatablauf zu klären.

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