Lebensmittelversorgung in Einen
Ein Wochenmarkt in Einen?

Einen-Müssingen -

Seit bekannt ist, dass Jörg und Henriette Aerdker ihr Lebensmittelgeschäft in Einen Ende Oktober schließen werden (die WN berichteten), beherrscht das Thema die Diskussion in der öffentlichen Facebook-Gruppe „Ich gehör zu Einen-Müssingen“. Wenngleich die meisten Mitglieder der Gruppe, die sich zu Wort melden, die Beweggründe der Familie Aerdker für die Schließung des Ladens nachvollziehen können, wird die Entscheidung allgemein bedauert.

Montag, 04.09.2017, 22:09 Uhr

Dass es einen neuen Betreiber für den Lebensmittelladen Aerdker geben könnte, der Ende Oktober geschlossen wird, bezweifelt Dorfmarketing-Vorsitzender Guido Hillmann.
Dass es einen neuen Betreiber für den Lebensmittelladen Aerdker geben könnte, der Ende Oktober geschlossen wird, bezweifelt Dorfmarketing-Vorsitzender Guido Hillmann. Foto: Joke Brocker

Angestoßen hat die Diskussion, die nach Ansicht von Denise Rettweiler viel zu spät kommt („Super ,dass dieses ,Stimmen einholen‘ dann passiert, wenn alles zu spät ist! Wir präsentieren uns am Dorffest als wären wir das tollste Dorf - in Trubel für nichts. Ein Dorf mit Zukunft . . .“) Guido Hillmann , Vorsitzender des Dorfmarketing. Mit seinem Posting, das sich um die Kernfrage „Können wir – als Einwohner von Einen-Müssingen – überhaupt etwas machen?“ dreht, will er „Stimmungen einholen“ und „die Schwarmintelligenz nutzen“, um Ideen zu sammeln.

Dem Vorwurf, Lokalpolitik, Heimatverein und Dorfmarketing hätten „viel zu lange gepennt“, wie Michael Holtkamp und Matthias Steinhoff es empfinden, hält Hillmann auch im Gespräch mit unserer Zeitung entgegen, dass sich Bernhard Ossege und Gregor Stockmann doch gekümmert hätten. „Das war eine Idee des Dorfmarketing.“ Dieses könne als gemeinnütziger Verein eine Firma nicht finanziell oder mit Werbemaßnahmen unterstützen. Das würde dem Vereinszweck widersprechen. Gleiches gelte für die Politik, was im Übrigen auch Alwin Wiggering bestätigt, der der Ansicht ist, dass die Kommunalpolitiker „hier machtlos“ seien. Hillmann bezweifelt, dass sich ein neuer Betreiber für den Laden finden lässt. Auch aufgrund der Lage in der Seitenstraße.

Für realistischer hält er die Umsetzung einer Idee von Peter Böhm, der sich einen kleinen Wochenmarkt auf dem Parkplatz des Heimathauses wünscht. Ein Gedanke, der auch bei anderen Mitgliedern der Gruppe auf positive Resonanz stößt. Hillmann hat inzwischen Kontakt mit Martin Bieckmann vom Team Sicherheit und Ordnung der Stadt Warendorf aufgenommen. Mit der Neuorganisation eines Marktes habe dieser zwar noch keine Erfahrung, wolle aber prüfen, ob sich ein neuer Markt in Einen-Müssingen initiieren lässt. Ob sich das personell „nicht so gut aufgestellte“ Dorfmarketing um die Organisation eines solchen Marktes kümmere oder ob die Stadt beauftragt werde, für die Organisation zu sorgen, so Hillmann, müsse man gegebenenfalls in einem weiteren Schritt klären.

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