„Landkarte“ von Warendorfs Stellflächen
Parken – ein Thema für viele Jahre

warendorf -

Gefühlt nervt es jeden – nachgewiesen aber auf jeden Fall zu Recht Anwohner der östlichen Altstadtbereiche: das Parken. Der Gutachter hat seine Analyse des ruhenden Verkehrs in Warendorf jetzt fertiggestellt. Mitte Oktober befasst sich der Altstadtbeirat als erstes Gremium damit.

Donnerstag, 07.09.2017, 06:09 Uhr

Parken ist unterschiedlich anstrengend im Bereich der Altstadt. Und zur Überraschung des Gutachters umso günstiger, je näher am Zentrum man sucht.
Parken ist unterschiedlich anstrengend im Bereich der Altstadt. Und zur Überraschung des Gutachters umso günstiger, je näher am Zentrum man sucht. Foto: Jörg Pastoor

Die subjektive Einschätzung vieler Warendorfer? Man findet ja nie einen Parkplatz in der Innenstadt. „Diese globalgalaktische Aussage“, sagt Doris Krause , „trifft so nicht zu.“ Dann schränkt die Sachgebietsleiterin für Bauordnung und Stadtplanung in der Stadtverwaltung ein: „Aber in der östlichen Altstadt ist die Situation für die Bewohner wirklich so furchtbar, wie sie sagen.“

Die Sicherheit für diese Behauptung gibt ihr keine subjektive Sicht, sondern die eines Externen: Der Gutachter hat die Analyse des ruhenden Verkehrs in der Emsstadt fertig. Die nach erster „Lesung“ im Altstadtbeirat Mitte Mai um zusätzliche Untersuchungen ergänzte Studie geht am 11. Oktober zum zweiten Mal in das Gremium. Doris Krauses Hoffnung: „Ich würde mir schon sehr wünschen, dass wir das noch dieses Jahr fertig kriegen.“

Aber ob „das“ so bald zu schaffen ist, zeigt sich dann. Krause gibt zu, dass die Feststellung, wie es sich in Warendorf parkt, schon „ein unglaublich großes Handlungsfeld ist, mit dem man sich intensiv befassen muss.“

Ich würde mir schon sehr wünschen, dass wir das noch dieses Jahr fertig kriegen.

Doris Krause

Doris Krause will, von den WN befragt, nicht allzu viele Details vorwegnehmen. Überraschend sei allerdings eines gewesen, das die Gutachter von einer „sehr ungewöhnlichen Bewirtschaftung“ der öffentlichen Parkplätze sprechen ließ: „Je zentrumsnäher die Stellplätze sind, desto günstiger sind die Gebühren.“ Während es andererseits wie erwähnt besonders für die Anwohner der östlichen Altstadt sehr schwer sei, wohnortnah zu parken, werde der Lohwall als große, dem Stadtkern sehr nahe liegende Platzreserve noch nicht in dem Maß genutzt, wie das möglich sei. Für die nun beginnende Debatte sei aber wichtig festzustellen, dass die eigene Wahrnehmung vieler Bürger sich von denen der Gutachter unterscheide. Der wiederum habe bei der Erstbesprechung im Altstadtbeirat auch wichtige Hinweise aus der Stadt selbst bekommen. Beispielsweise sei das Gutachten vom Mittwoch als Kerntag ausgegangen – da spielte noch keine Rolle, dass im Bereich Wilhelmsplatz am Dienstag und Freitag zwar frisches Gemüse und andere Produkte, aber eben keine Parkplätze zu bekommen sind.

Ergänzungen und Hinweise vom Altstadtbeirat

Dieser Hinweis auf den Wochenmarkt und andere habe der Gutachter nun nachgearbeitet, auf Grundlage der ausgewerteten Daten auch schon erste Empfehlungen ausgesprochen. Mit denen wird sich der Altstadtbeirat dann am 11. Oktober näher befassen.

Das Thema ist aus Sicht von Doris Krause sehr vielschichtig – nicht nur wegen der Zahl der im Einzelnen daran zu beteiligenden, städtischen Fachbereiche. Zudem müsse die Untersuchung ja zu Aussagen über städtebauliche Verbesserungen führen, weil sie Bestandteil des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) ist. „Viele Schlüsse aus dem Gutachten werden wir nicht in einem Schritt umsetzen können“, so Krause, die dabei an Bauprojekte ebenso denkt wie an mögliche Änderungen in der Verkehrsregelung, „das wird sicher zu einem ganzen Bündel von Handlungsempfehlungen führen, die wir kurz-, mittel- und langfristig angehen müssen.“ Das Thema ruhender Verkehr werde noch viele Jahre für Leben sorgen.

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