Lagebericht im Warendorfer Sozialausschuss
Flüchtlinge: Wie entwickelt sich die Lage?

Warendorf -

Am 1. September lebten 529 geflüchtete Menschen in Warendorf. Laut Verwaltungsvorlage gibt es aktuell gut 45 noch verfügbare Plätze für deren Unterbringung. Wie sich die Raumsituation in den nächsten Jahren entwickeln könnte, ist Dienstag Thema im Fachgremium.

Donnerstag, 21.09.2017, 10:09 Uhr

Auf dem Brinkhausgelände könnte die Verwaltung im Lauf des nächsten Jahres die dortigen Flüchtlingsunterkünfte aufgeben.
Auf dem Brinkhausgelände könnte die Verwaltung im Lauf des nächsten Jahres die dortigen Flüchtlingsunterkünfte aufgeben. Foto: Jörg Pastoor

Wie entwickelt sich die Zahl der Flüchtlinge in der Stadt? Dienstag gibt es im Sozialausschuss aktuelle Daten und Tendenzen.

Zurzeit (Stand 1. September) leben 529 geflüchtete Menschen in Warendorf. Laut Verwaltungsvorlage gibt es aktuell gut 45 noch verfügbare Plätze. Anfang des Monats hat die Bezirksregierung Arnsberg der Stadt mitgeteilt, dass sie insgesamt bis Ende 2018 noch 188 Menschen aufnehmen müsse. Die Verwaltung rechnet mit 40 Flüchtenden, die eventuell im Rahmen der sogenannten Wohnsitzauflage noch 2017 zugewiesen werden. Eine Unterbringung wäre also in jedem Fall gewährleistet. Gemäß den jetzigen Erkenntnissen müssten dann 2018 noch 148 Flüchtlinge aufgenommen werden.Zusätzlich rechnet die Verwaltung 2018 mit ca. 100 Neuzuweisungen.

Gleichzeitig wird angenommen, dass ca. 30 Menschen bis Jahresende und zusätzlich ca. 80 Personen 2018 „durch Abschiebung, Wegzug bzw. Auszug aus der städtischen Unterkunft abgerechnet werden könnten“. Heißt: Für 178 Personen muss die Stadt bis Ende 2018 eine Unterbringung gewährleisten. Der Platz ist da; bei Bedarf ließen sich Wohnungen anmieten oder Obdachlosenunterkünften nutzen.

2018 könnte die Verwaltung die Unterkunft „Zwischen den Emsbrücken“ mit ihren 180 Plätzen aufgeben. Die Verträge für den dort tätigen Sozialdienst und einen Sicherheitsdienst sind Ende des Monats erfüllt. Die Unterkunft sollte jedoch „für den Notfall möglichst weiterhin zur Verfügung stehen und ggf. im Verlauf des Jahres 2018 aufgeben werden“, heißt es im Papier. Alle weiteren größeren Unterkünfte seien entweder städtische Objekte, die jetzt nicht aufgegeben werden können oder sie haben noch eine Mietbindung. 2019 könnten gegebenenfalls die Unterkünfte „Müssinger Straße“ (25 Plätze), „Am Holzkamp“ (30 Plätze), „Splieterstraße“ (9) sowie weitere Unterkünfte mit insgesamt 14 Plätzen aufgegeben werden. 2020 laufen die Mietverträge für die Unterkünfte „Birkenweg“ (48 Personen) und „Dr.-Rau-Alle“ (22 Personen) aus: macht 70 Plätze insgesamt.

Vier Jahre später endet der Mietvertrag für die Unterkunft „Zumlohstraße“, in der 20 Menschen Platz finden.

Zudem hat die Verwaltung Wohnungen angemietet, deren Zahl sie ebenfalls abbauen könnte. Da es sich in der Regel um unbefristete Mietverträge handele, bestehen grundsätzlich die üblichen Kündigungsfristen. Allerdings sollet vermieden werden, eine Familie von einer Wohnung in ein Asylheim umzusetzen. Vielmehr prüft die Verwaltung aktuell, ob die Bewohner direkt einen Mietvertrag mit dem Vermieter abschließen könnten. Besonders bei anerkannten Flüchtlingen „erscheint diese Option wün-schenswert“, heißt es weiter.

In früheren Schulgebäuden hält die Stadt weitere Plätze vor. In mehreren Hausmeisterwohnungen gibt es 37 Plätze, in der Von-Ketteler-Schule/Kleine Straße finden 50 Personen Unterkunft und in der „Von-Ketteler-Straße“ 23. Der öffentliche Teil der Sozialausschuss-Sitzung beginnt um 17.45 Uhr im Rathaus.

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