Apfelfest im Kloster Zum Heiligen Kreuz
Nicht gestreckt und nicht gespritzt

Freckenhorst -

Das Apfelfest ist so beliebt, dass auch diesmal fast alle Bewohner gekommen waren. Wilma Richter, Leiterin des Heimatvereins und Heimleiterin Monika Abeling begrüßten die zahlreichen Gäste. „Jeder Deutsche verspeist 20 Kilogramm Äpfel im Jahr und es gibt mehr als 1000 Apfelsorten im Land“, berichtete Wilma Richter am Samstag von beeindruckenden Zahlen. Auch die Besucher ließen sich auf der Apfelwiese die Köstlichkeiten schmecken.

Sonntag, 24.09.2017, 13:09 Uhr

Obstfans: Wilma Richter, Vorsitzende des Heimatvereins (r.) und Heimleiterin Monika Abeling ( hatten zum sechsten. Mal das beliebte Apfelfest organisiert, unterstützt von der Nachbargemeinschaft Spillenbaum und den Kindergärten St. Magdalena und St. Josef.
Obstfans: Wilma Richter, Vorsitzende des Heimatvereins (r.) und Heimleiterin Monika Abeling ( hatten zum sechsten. Mal das beliebte Apfelfest organisiert, unterstützt von der Nachbargemeinschaft Spillenbaum und den Kindergärten St. Magdalena und St. Josef. Foto: Marion Bulla

Im Turnus von zwei Jahren lädt der Heimatverein Freckenhorst gemeinsam mit der Nachbarschaft Spillenbaum im Garten des Caritas-Seniorenheims Kloster zum Heiligen Kreuz zu einem ein kulinarischen Gaumenschmaus ein. Das Apfelfest ist so beliebt, dass auch diesmal fast alle Bewohner gekommen waren. Wilma Richter , Leiterin des Heimatvereins und Heimleiterin Monika Abeling begrüßten die zahlreichen Gäste. „Jeder Deutsche verspeist 20 Kilogramm Äpfel im Jahr und es gibt mehr als 1000 Apfelsorten im Land“, berichtete Wilma Richter am Samstag von beeindruckenden Zahlen. Auch die Besucher ließen sich auf der Apfelwiese die Köstlichkeiten schmecken.

Beim Apfelfest gab es neben leckerem Kuchen zudem verschiedene Honigsorten. Natürlich war auch ein Apfelblütenhonig darunter. Pfarrer Herwig Behring, in seiner Freizeit passionierter Imker, hat drei Bienenvölker im Klostergarten. „Wir sind sehr froh, ihn zu haben. Denn ohne die Bestäubung der Blüten läuft gar nichts. Die Vielfalt der verschiedenen Sorten trägt zur guten Ernte bei“, zeigte sich Josef Bäumer dankbar. Er schenkte an diesem Tag köstlichen Apfelsaft aus. Allerdings war das nur ein Fünftel dessen, was im vergangenen Jahr noch gepresst werden konnte. Da waren es noch rund 2500 Liter. „Schuld daran sind die vielen kalten Tage, aber in erster Linie waren es die beiden Frostnächte nach Ostern, die viel kaputt gemacht haben“, erklärte der pensionierte Gärtnermeister Fritz Hein. An solchen Tagen könnten die Bienen nicht fliegen, ergänzte er.

Die Vielfalt im Obstgarten des Klosters ist beachtlich. 150 Obstbäume stehen dort insgesamt. Vor allem die große Zahl an seltenen Sorten ist bemerkenswert. Da kennt sich Fritz Hein bestens aus. Er ist quasi der Experte vor Ort und kümmert sich seit Jahren ehrenamtlich um die Pflege. „Der Weiße Paradiesapfel ist besonders selten. Danach muss man lange suchen. Wir wissen, dass er nur noch in Marienfeld zu finden ist“, erzählte der Fachmann. Aber auch den „Roten Weihnachtsapfel“ und den „Schönen von Nordhausen“ findet man im Freckenhorster Garten.

Der große Obstgarten wird liebevoll gepflegt und stetig erweitert. Erst vor Kurzem sind 49 Bäume hinzugekommen. „Wir wollten alte, vergessene Sorten und keine Containerware“, erklärte Hein.

Eines ist hier sicher: Es gibt keine Supermarkt-Äpfel und auch keinen gespritzten und gestreckten Apfelsaft. Alles ist herrlich frisch und natürlich – also lecker.

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