Bezirksausschuss Einen-Müssingen-Milte berät SPD-Anträge
„Am besten einen Laden“

Milte/Einen-Müssingen -

Ein ganzes Paket von Anfragen der SPD-Fraktion hatte der Bezirksausschuss Einen-Müssingen-Milte in seiner Sitzung am Mittwoch im Feuerwehrgerätehaus in Milte abzuarbeiten.

Donnerstag, 16.11.2017, 21:11 Uhr

Nachdem das Lebensmittelgeschäft Aerdker Ende Oktober geschlossen hat, gibt es in Einen keinen Lebensmittel-Nahversorger mehr.
Nachdem das Lebensmittelgeschäft Aerdker Ende Oktober geschlossen hat, gibt es in Einen keinen Lebensmittel-Nahversorger mehr. Foto: Joke Brocker

Während Anfragen wie die nach Radweg-Markierungen in Müssingen (kommen erst im nächsten Jahr) oder einer Überdachung des Fahrradstandes am Bahnhaltepunkt (kommt nicht vor Januar) durch die Verwaltung knapp beantwortet wurden, diskutierte der Ausschuss länger über die Notwendigkeit, die Straßenbeleuchtung in Richtung Einener Friedhof zu erweitern.

Nachdem die Verwaltung signalisiert hatte, dass das Aufstellen einer zusätzlichen Straßenlampe in aller Regel kein Problem sei, fielen auch anderen Ausschuss-Mitgliedern „dunkle Löcher“ am Milter Mühlenpatt, an der Einener Straße, Höhe Hermann-Löns-Weg und an der Ostmilter Straße ein, denen eine Straßenlampe gut zu Gesicht stünde.

Gleich zwei Arbeitsaufträge konnte dann Guido Hillmann, Vorsitzender des Dorfmarketing Einen-Müssingen, der kurz über die Arbeit des Vereins berichtet hatte, mit nach Hause nehmen. So wurde einerseits angeregt, dass sich das Dorfmarketing dem Thema Bürgerbus widmet.

Andererseits wurde der Verein aufgefordert, eine Liste mit den Öffnungszeiten der ortsansässigen Direktvermarkter zu erstellen. Seit Ende Oktober das Lebensmittelgeschäft Aerdker geschlossen hat, sind die Hofläden zurzeit die einzigen Anbieter frischer Lebensmittel. Während Peter Böhm ( SPD ) sich für die Idee eines kleinen Wochenmarktes stark machte, wie ihn einige Dorfbewohner auch im Internet angeregt haben, stellte Mechtildis Wissmann klar, dass ein solcher Markt nur einen Teil des Bedarfes decke. Die CDU wünsche sich daher „am besten einen Laden.“ Dieser, 340 bis 400 Quadratmeter groß, wie Böhm meinte, könnte theoretisch auch am Rande eines neuen Baugebietes (Tegelkamp) entstehen. Baurechtlich sei das möglich, erklärte Stadtplanerin Doris Krause auf Nachfrage. Planungsrechtlich schwierig würde es allerdings, wenn ein 800-Quadratmeter-Betrieb dort angesiedelt werden sollte, den man für einen Ort dieser Größenordnung aber wohl ohnehin nicht gewinnen werde.

Mit einer gehörigen Portion Skepsis verfolgte Dr. Hermann Mesch (Grüne) die Diskussion. Zweieinhalb Jahre lang hätten die Milter versucht, einen Lebensmittelmarkt anzusiedeln und gelernt: „Den Laden können wir uns abschminken“. Inzwischen fahre einmal pro Woche ein Anbieter aus Nordhorn mit seinem Lkw durchs Dorf. An Bord habe er rund 1500 Artikel und sei „minimal teurer als Edeka“. Für Menschen, die nicht mehr mobil sind, so Mesch, sei das ideal.

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