Zuschussanträge diskutiert
Engagement für Kinder und Jugend

Warendorf -

Der Sozialausschuss hat mehrere Anträge auf Zuschüsse bewilligt – unter anderm der Kita „Springfrösche“ und das Frauenhaus, das künftig jährlich 5000 Euro statt 3000 erhalten soll.

Donnerstag, 30.11.2017, 16:11 Uhr

Im „@ttic“: Der Sozialausschuss besichtigte den Ökumenischen Offenen Jugendtreff. Leiter Stefan Molz teilte mit, dass der Treff von männlichen Jugendlichen gut genutzt werde: „Leider finden bislang noch zu wenig Mädchen den Weg zu uns.“
Im „@ttic“: Der Sozialausschuss besichtigte den Ökumenischen Offenen Jugendtreff. Leiter Stefan Molz teilte mit, dass der Treff von männlichen Jugendlichen gut genutzt werde: „Leider finden bislang noch zu wenig Mädchen den Weg zu uns.“ Foto: Peter Sauer

Zwischen Tisch-Kicker, Brett- und PC-Spielen, Küche und Chill-Out-Raum fühlen sich im Ökumenischen Offenen Jugendtreff @ttic im Martin-Luther-Haus – nach Auskunft ihres Leiters Stefan Molz – im Schnitt täglich 30 junge Menschen wohl. Der Anteil der Migranten liegt bei 65 Prozent. Leider kämen bislang noch zu wenig Mädchen.

Für die Aufrüstung der PCs zum neuen Jahr steuern das Land 8500 Euro und der Kreis Warendorf 500 Euro zu. 1000 Euro kommen von @ttic selbst. Diese Zahlen erfuhren die Mitglieder des Sozialausschusses am Mittwoch von @ttic-Leiter Stefan Molz, der sie durch die Räumlichkeiten führte. Nicht ohne Grund. Im Erdgeschoss hielt der Sozialausschuss im Anschluss seine aktuelle Sitzung ab.

Am längsten diskutierten die Ausschussmitglieder, ob sie freiwillige Leistungen übernehmen, um die Defizite der beiden Kitas „Familienzentrum Kunterbunt“ in Warendorf und „Kindergarten Springfrösche“ in Freckenhorst für 2018 und 2019 abdecken zu können.

Dr. Martin Thormann. Erster Beigeordneter der Stadt, teilte mit, dass das Land aus dem „KiBiz-Rettungspaket“ die Kitas mit einem zusätzlichen Zuschuss zu den Betriebskosten von 63 220 Euro unterstützen wird. Gabriele Schulte, Leiterin der „Kita Springfrösche“, erläuterte, dass dieser Zuschuss für personelle Kosten verwendet würde und wandte sich an den Ausschuss: „Es gibt bei uns noch einen erheblichen Sanierungs- und Renovierungsstau.“ Daraufhin beschloss der Sozialausschuss einstimmig, einen einmaligen Zuschuss von 8000 Euro für die Renovierung der Kita im Haushaltsplan einzustellen.

Es gibt bei uns noch einen erheblichen Sanierungs- und Renovierungsstau.

Gabi Schulte, Leiterin der Kita „Springfrösche“

Nach der Auflösung des „Fördervereins Drobsmobil“ mangels Nachfolgeregelung wird dessen Restvermögen für die Abdeckung der Personalkosten genutzt. Das sieht ein neuer Vertrag mit der Stadt vor. Diese wird ihren jährlichen Anteil von jetzt 3500 auf 8500 Euro erhöhen, sobald die Mittel des Fördervereins und des „Vereins zur Förderung der Bewährungshilfe und der Prävention im Amtsgerichtsbezirk Warendorf“ aufgebraucht sind. Das beschloss der Ausschuss einstimmig. Politiker wie Stephan Ohlmeier (CDU) und Norbert Offers (FDP) bedauerten die Auflösung des Fördervereins und lobten die „jahrelange hervorragende Arbeit“.

Eine halbe Stelle für eine altengerechte Quartiersentwicklung in Freckenhorst lehnte der Ausschuss ebenso knapp ab, wie eine halbe Stelle für einen Seniorenbeauftragten in Warendorf. „Es gibt ja eigentlich schon genügend Angebote für Senioren“, sagte zum Beispiel Doris Kaiser (CDU).

Zuschussabdeckung für Drogenprävention

Der Arbeitsumfang des Frauenhauses ist in den letzten zwei Jahren gestiegen, vor allem auch durch den Zuzug ausländischer Mitbürger. Deshalb wollten die Freien Wähler den Zuschuss für das Frauenhaus (im Haushalt 2018) von derzeit 3000 Euro auf 10000 Euro erhöhen. Nach längerer Diskussion einigte sich der Sozialausschuss einstimmig auf 5000 Euro.

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