Feuerwehr Warendorf stellt Jahresstatistik vor
Rekordhoch nach neun Jahren

Warendorf -

402 Einsätze absolvierten die sieben Löschzüge im abgelaufenen Jahr. Dabei gab es 76 Verletzte und vier Todesfälle – einen davon bei einem der zwei Großbrände, zu dem die Kräfte in Milte ausrückten.

Donnerstag, 04.01.2018, 14:01 Uhr

23. Januar 2017: Ein Trümmerfeld finden die Kameraden der Feuerwehr nach dem Zusammenprall eines Sattelzuges mit einem Zug der Eurobahn am Ottor. Es bleibt bei wenigen Verletzten und einem Millionenschaden.
23. Januar 2017: Ein Trümmerfeld finden die Kameraden der Feuerwehr nach dem Zusammenprall eines Sattelzuges mit einem Zug der Eurobahn am Ottor. Es bleibt bei wenigen Verletzten und einem Millionenschaden. Foto: Feuerwehr

402 Einsätze im Jahr 2017 leisteten die sieben Löschzüge der Feuerwehr Stadt Warendorf. Im Jahr 2016 waren es mit 357 Alarmierungen 45 Einsätze weniger. Damit gab es laut Brandoberinspektor Gerd Tünte erstmals seit 2008 wieder mehr als 400 Einsätze.

Besonders die Einsätze in der zweiten Januarhälfte dürften bei vielen Kräften noch lange in Erinnerung bleiben. Innerhalb von wenigen Stunden ereigneten sich zwei schwere Unglücksfälle in Warendorf und Milte. Die Eurobahn kollidierte an der Kreuzung Osttor frontal mit einem Sattelzug. Zum Glück wurden nur wenige Personen leicht verletzt. Vorort fanden die Kameraden der wehr ein wahres Trümmerfeld; der Sachschaden betrug wie berichtet weit über eine Million Euro.

Januar: Zwei schwere Einsätze innerhalb 24 Stunden

Nur einige Stunden später kam es im Ortsteil Milte zu einem schweren Wohnhausbrand. Bei Eintreffen der ersten Kräfte brannte bereits ein Großteil des gesamten Wohnhauses an der Telgen­straße in voller Ausdehnung. Trotz aller Bemühungen der Rettungskräfte konnte eine Frau nur noch tot aus dem Gebäude geborgen werden. Eine weitere Person kam zur Behandlung von schweren Brandverletzungen in eine Spezialklinik.

Der Brand in Milte.

Der Brand in Milte.

Der zweite Großbrand ereignete sich dann im September in der Hoetmarer Dorfbauerschaft. Dort brannte ein Strohlager mit einigen hundert Großballen. Die Kräfte waren inklusive einer nächtlichen Brandwache über 17 Stunden im Einsatz, um die Ballen auseinanderzuziehen und abzulöschen. Dazu kommen laut Gerd Tünte noch fünf Mittel- und 43 Kleinbrände. Diese Anzahl sei im Gegensatz zu 2016 mit 64 Bränden leicht gesunken. Eine Vielzahl von Kleinbränden wurden dank des schnellen und gezielten Eingreifens der Löschzüge und / oder durch mittlerweile vorhandene Heimrauchmelder frühzeitig erkannt, die somit ein größeren Schaden vermieden haben.

Rauchmelder zeigen Wirksamkeit

Die automatischen Brandmeldeanlagen in Sonderobjekten lösten 50-mal aus. In 21 Fällen alarmierte die Anlage bestimmungsgemäß. Dadurch hätten die Ereignisse frühzeitig erkannt und größerem Schaden entgegengewirkt werden können.

Von 230 technischen Hilfeleistungen waren 52 Verkehrsunfälle, 67 Ölspuren und 54 Wasser- und Sturmschäden. 30 Mal gab es Menschen in Notlage, 76 Personen wurden verletzt, für vier kam trotz aller Bemühungen jede Hilfe zu spät.

Tödlicher Unfall am 15. Dezember.

Tödlicher Unfall am 15. Dezember.

Außerhalb des Stadtgebietes waren die Löschzüge 16 Mal tätig. In den meisten Fällen wurden Sonderfahrzeuge zur überörtlichen Hilfe angefordert.

Die Tätigkeiten der einzelnen Löschzüge stellen die Zugführer in den kommenden Wochen während der jeweiligen Jahreshauptversammlungen im Detail vor.

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