Freiwillige Feuerwehr: Jahreshauptversammlung der Löschzüge I und II
Auf optimalem Stand

Warendorf -

„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ – das ist der Leitgedanke aller Frauen und Männer, die sich bei der Feuerwehr engagieren. In der Jahreshauptversammlung der Warendorfer Löschzüge I und II machte der Wehrführer des Stadtverbandes, Christof Amsbeck, darauf aufmerksam, dass in Deutschland etwa 96 Prozent der Feuerwehrleute ihren Dienst freiwillig, unentgeltlich und somit ehrenamtlich leisten.

Montag, 08.01.2018, 09:01 Uhr

Ehrung fürs Ehrenamt von den Löschzugführern (v.l.) Thomas Steinhoff (Zf. II), Christian Erpenbeck (Zf I) und Manuel Sommer (stv. Zf. I) für Georg Altefrohne (60 Jahre), Wilfried Notarp (35), Helmut Merkentrup (60), Marcel Jüttner (25) und Hans- Heinrich Lau (50).
Ehrung fürs Ehrenamt von den Löschzugführern (v.l.) Thomas Steinhoff (Zf. II), Christian Erpenbeck (Zf I) und Manuel Sommer (stv. Zf. I) für Georg Altefrohne (60 Jahre), Wilfried Notarp (35), Helmut Merkentrup (60), Marcel Jüttner (25) und Hans- Heinrich Lau (50). Foto: Max Babeliowsky

Amsbeck wies auf ein Buch von Jörg Nießen hin, in dem der Autor – entsprechend der Notrufnummer – 112 Gründe anführt, die für ein derartiges uneigennütziges Engagement sprechen. Einen Aspekt griff Amsbeck augenzwinkernd heraus, der als Sinnbild dienen könnte: Der kleine Junge ist ganz „Feuer und Flamme“ für seinen Vater als freiwilliger Feuerwehrmann. Seine Bewunderung für dessen ständige Hilfseinsätze gipfelt in dem Spruch „Gegen Papa ist Superman ein Taubenzüchter“.

Mit der Begrüßung durch Zugführer Christian Erpenbeck und dem ehrenden Gedenken an den im vergangen Jahr verstorbenen Kameraden Gustl Wittenbrink nahm die Versammlung ihren Verlauf. Michael Stählker und Alfons Kuhlmeier hatten einen umfangreichen Jahresbericht für 2017 zusammengestellt. Die Teilnehmer erfuhren, dass die beiden Löschzüge 248 Einsätze mit einem Zeitaufwand von 3 398 Stunden geleistet haben. An 24 Dienstabenden wurden 2 420 Ausbildungs- und Übungsstunden absolviert, für Brandwachen noch einmal 1 195 Stunden. Seminare und Lehrgänge kamen noch hinzu. Manuel Sommer (stv. Zugführer I) ergänzte, dass 266 Alarmmeldungen eingegangen sind und die Fahrzeuge 540 Stunden im Einsatz waren. Die Eintreffzeiten sind konstant gut geblieben, und technisch sei die Feuerwehr auf optimalem Stand.

Ein besonderes Lob ging an die Ehrenabteilung, die dem Bericht ihres Sprechers Helmut Merkentrup zufolge „superaktiv“ gewesen sei, mit insgesamt 21 Veranstaltungen. Zuwachs erhielt die Ehrenabteilung aus dem Lager der Aktiven mit Udo Heitmann (nach 49 Dienstjahren) und Ludger Laufhoff (nach 44 Dienstjahren).

Neu in die Feuerwehr aufgenommen wurden Maximilian Kolatzki, Christian Olk, Alexander Wöstmann, Lukas Tünte, Nico Filipovic, Leon Kurapkat, Katharine Fortmann und Lukas Terharen. Der Dank der Leitung für langjährige Dienste richtete sich an die Jubilare Georg Altefrohne (60 Jahre), Helmut Merkentrup (60), Robert Schütte (60), Hans-Heinrich Lau (50), Wilfried Notarp (35), Stefan Fröhlich (25).

Die Teilnahme an den Leistungsnachweisen ist für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr von besonderer Bedeutung. Dafür geehrt wurden Christian Erpernbeck (Gold, Sonderstufe 30), Sven Langer (Gold, Rot 10 mal), Lutz Arens, Marcel Schwarze, Luca Theres (je Gold, fünfmal), Liam Craggs (Silber, dreimal), Alexander Pumpe, Marcel Schröder (je Bronze, einmal). Als zweite Vertrauensperson (neben Ohlmeyer) wählten die Versammlungsteilnehmer aus ihren Reihen für sechs Jahre Thomas Stephan. Der Vertrauensperson obliegen die Aufgaben, persönliche Konflikte beseitigen zu helfen und den Zusammenhalt der Kameraden zu fördern.

Zum Abschluss wies die Feuerwehr auf ihren „Tag der offenen Tür“ hin, der am 17. Juni am Standort Nord (Brinkhaus-Gelände) stattfinden wird.

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