Ortsunion setzt auf strukturierten Prozess: Was wünschen sich die Freckenhorster?
CDU-Austritte nach Lehrschwimmbad-Aus

Freckenhorst -

Das Thema Ortsentwicklungskonzept für Freckenhorst müsste jetzt schnellstmöglich neu definiert werden. Dafür, so Ortsunionschef Martin Richter, müssten alle Akteure an einen Tisch geholt werden: Stadt, Politik, Freckenhorster Vereine und Bürger. „Wir müssen jetzt in einen strukturierten Prozess eintreten. Was wünschen sich die Bürger und was ist für den Ort gut?“

Dienstag, 09.01.2018, 23:01 Uhr

Die CDU-Ortsunion Freckenhorst hat durch die alles überschattende Debatte über das Lehrschwimmbad und die am Ende dabei herausgekommene Schließung Mitglieder eingebüßt. Ortsunionschef Martin Richter bestätigte dies, nannte aber keine Zahlen. „Einige Mitglieder haben ihren Unmut über die Schließung des Bades mit ihrem Austritt aus der Partei kundgetan, andere waren froh, dass das Thema nun endlich vom Tisch ist“, so Richter. 120 Mitglieder zählt die Ortsunion Freckenhorst. „Ein Parteiaustritt hilft letztendlich keinem“, so Richter. Aufgabe sei es jetzt, positiv nach vorne zu blicken und nicht den Kopf in den Sand zu stecken.

Das Thema Ortsentwicklungskonzept für Freckenhorst müsste jetzt schnellstmöglich neu definiert werden. Dafür, so Richter, müssten alle Akteure an einen Tisch geholt werden: Stadt, Politik, Freckenhorster Vereine und Bürger. „Wir müssen jetzt in einen strukturierten Prozess eintreten. Was wünschen sich die Bürger und was ist für den Ort gut?“ Das Thema neue Turnhalle sei gesetzt und müsste jetzt angepackt werden. Doch den Freckenhorstern den Neubau einer Turnhalle als Ersatz für die Schließung des Lehrschwimmbades anzubieten, sei zu einfach, so der Ortsunion-Vorsitzende. „Das Thema ist viel komplexer. Wir müssen über den Tellerrand hinausschauen und den Bedarf für die Gesamtstadt Warendorf im Auge haben.“

CDU-Fraktionschef Ralph Perlewitz könnte sich in Freckenhorst eine Turnhalle vorstellen, die gleichzeitig auch Veranstaltungshalle ist. Zeitgleich müsste nach der Schließung des Lehrschwimmbades („Eine Sanierung war wirtschaftlich nicht tragbar“) ein Bäderkonzept weiter entwickelt werden.

Angelika Schmiele, Vorsitzende des TuS Freckenhorst, bedauert die Schließung des Lehrschwimmbades nach wie vor. „Ich finde das sehr, sehr schade.“

Eine Turnhalle sei kein Ersatz, sondern eine Selbstverständlichkeit, betonte sie gegenüber den WN. „Wir brauchen eine neue, adäquate Sporthalle, das steht außer Frage.“ Und sie stellt die Frage in den Raum: „Warum kann ein Sport- und Bäderkonzept, das jetzt in den Stiel gestoßen werden soll nicht in Freckenhorst entstehen. Warum geht so etwas nur in Warendorf? Freckenhorst hat 8000 Einwohner. Das rechtfertigt ein solches Zentrum.“

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