Neujahrskonzert des Symphonieorchesters der Musikschule Beckum-Warendorf
Klänge der Freude

Warendorf -

Mit dem glanzvollen „Triumphmarsch op. 35 caractacus“ von Edward Elgar hatte dieses facettenreiche Neujahrskonzert ein würdiges Finale. Das Symphonieorchester der Musikschule hat wiederum sein hohes künstlerisches Niveau gezeigt, dem begeisterten Publikum einen in jeder Hinsicht beachtenswerten musikalischen Start in das neue Jahr präsentiert.

Montag, 15.01.2018, 14:01 Uhr

Landrat Dr. Olaf Gericke„Klänge der Freude“  – der Titel des Neujahrskonzertes des Symphonieorchester der Musikschule Beckum-Warendorf im ausverkauften Theater am Wall hätte nicht passender gewählt werden können.„Klänge der Freude“  – der Titel des Neujahrskonzertes des Symphonieorchester der Musikschule Beckum-Warendorf im ausverkauften Theater am Wall hätte nicht passender gewählt werden können.
Landrat Dr. Olaf Gericke„Klänge der Freude“  – der Titel des Neujahrskonzertes des Symphonieorchester der Musikschule Beckum-Warendorf im ausverkauften Theater am Wall hätte nicht passender gewählt werden können.„Klänge der Freude“  – der Titel des Neujahrskonzertes des Symphonieorchester der Musikschule Beckum-Warendorf im ausverkauften Theater am Wall hätte nicht passender gewählt werden können. Foto: Axel Engels

„Klänge der Freude“ – der Titel des Neujahrskonzertes des Symphonieorchester der Musikschule Beckum-Warendorf im ausverkauften Theater am Wall hätte nicht passender gewählt werden können. Unter der Leitung von Holger Blüder erlebte das begeisterte Publikum im Paul-Schallück-Saal ein ganz abwechslungsreiches Konzert, bei dem glücklicherweise nicht die für solch einen Anlass üblichen Polkas und Walzer der k.u.k.-Monarchie erklangen.

Besonders festliche und glanzvolle Werke hatte Holger Blüder auf das Programm gesetzt, man wurde bestens unterhalten. Mit kleinen Moderationen führte er in die jeweiligen Werke mit ihrem musikgeschichtlichen Hintergrund ein. Schon beim ersten Werk, der „Ouvertüre“ zu Georg Friedrich Händels „Feuerwerksmusik HWV 351“, spürte man die stilistische Sicherheit des Orchesters. Dieses allseits bekannte Werk erklang in einer ganz lebendigen Interpretation, erfüllte die glanzvolle Musik in farbenreichem Klang den Saal. Der erste Teil des Konzertes war durch eine Mischung von orchestralen und solistisch bestimmten Werken geprägt, dadurch für das Publikum besonders reizvoll.

Nur wenige Musikschulen haben in ihren Gesangsklassen einen Counter-Tenor. Florian Fedrych beherrscht diese extrem hohe Stimmlage mit Bravour und so wurde die Arie „Lascia chio pianga“ aus Händels Oper „Rinaldo HWV 7a“ zu einem inspirierenden Erlebnis. Sehr innig und ausdrucksstark ließ er die wunderbare Melodie im perfekten Dialog mit dem Orchester erstrahlen.

Mit einem wahren Highlight für die Musikliebhaber setzte Blüder das Konzert fort. Der erste Satz „Allegro molto“ aus der „Sinfonie Nr. 40 g-moll KV 550“ verwöhnte in seiner stringenten und detailgenauen Ausführung. Die Kontraste wurden exquisit herausgearbeitet und in den Spielfluss integriert.

Zu Herzen ging danach das „Andantino“ aus Mozarts „Konzert für Flöte, Harfe und Orchester KV 299“. Dieses Werk ist leider die einzige Komposition Mozarts für diese Instrumentenkombination und stellt somit eine Sonderstellung in seinem Schaffen dar.

Lena Beitelhoff und Mona Konegen wussten ihre Partien mit Grazie und Anmut in ein inniges Gewand zu kleiden. Da stimmte einfach alles im Zusammenspiel mit dem Orchester.

Genauso hochwertig zeigte sich das Spiel der Violinistin Eva Potthoff. Ihre lebendige und spieltechnisch brillante Interpretation des „Allegro moderato“ aus dem „Konzert Nr. 1 B-Dur KV 207 für Violine und Orchester“ war sicherlich einer der Höhepunkte des Neujahrskonzertes.

Der zweite Teil war dann rein orchestral bestimmt. Aber es waren nicht die mit Wiener Charme zu schmalzig durchdrungenen Märsche, sondern mit Akribie und Feinsinn hatte Blüder genau die Werke ausgewählt, bei denen das Orchester seine Qualitäten einbringen konnte. Mediterranes Flair erfüllte den Saal beim großen „Triumphmarsch“ aus Guiseppe Verdis Oper „Aida“. Man genoss diesen mitreißend gespielten Marsch, ließ sich von der Energie und Leidenschaft des Orchesters gleichsam mitreißen. Der große „Kaisermarsch“ von Richard Wagner zeigte das ganze dynamische und klangliche Spektrum des Orchesters und der „Huldigungsmarsch“ von Edvard Grieg entführte mit klangmalerischen Mitteln in nordische Welten. Die folkloristischen Elemente dieses Werkes wurden feinsinnig herausgearbeitet und in eine exquisite Interpretation integriert.

Mit dem glanzvollen „Triumphmarsch op. 35 caractacus“ von Edward Elgar hatte dieses facettenreiche Konzert ein würdiges Finale. Das Symphonieorchester der Musikschule hat mit diesem Konzert wiederum sein hohes künstlerisches Niveau gezeigt, dem begeisterten Publikum einen in jeder Hinsicht beachtenswerten musikalischen Start in das neue Jahr präsentiert.

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