Festwirt Jens Strotmann hat Kultkneipe gepachtet
Karneval geht bei Darup die Post ab

Warendorf -

Jens Strotmann und sein Team werden das Gashaus Darup zunächst für ein Jahr weiterführen. Der neue Eigentümer hat die Kultkneipe an den Warendorfer Festwirt verpachtet. 2019 soll das Gebäude dann grundlegend für den Wohnungsbau saniert werden. Ideen gibt es bereits für die Nutzung im Erdgeschoss: Kneipe, Bar oder Café?

Freitag, 19.01.2018, 16:30 Uhr aktualisiert: 19.01.2018, 16:32 Uhr
Am Zapfhahn: Jens Strotmann und sein Team werden das Gashaus Darup zunächst für ein Jahr weiterführen. Der neue Eigentümer hat die Kultkneipe an den Warendorfer Festwirt verpachtet. 2019 soll das Gebäude dann grundlegend für den Wohnungsbau saniert werden. Ideen gibt es bereits für die Nutzung im Erdgeschoss: Kneipe, Bar oder Café?
Am Zapfhahn: Jens Strotmann und sein Team werden das Gashaus Darup zunächst für ein Jahr weiterführen. Der neue Eigentümer hat die Kultkneipe an den Warendorfer Festwirt verpachtet. 2019 soll das Gebäude dann grundlegend für den Wohnungsbau saniert werden. Ideen gibt es bereits für die Nutzung im Erdgeschoss: Kneipe, Bar oder Café? Foto: Joachim Edler

Es geht weiter im Gasthaus Darup. Die Kultkneipe an der Emsstraße hat einen neuen Pächter: Am 1. Februar steht Festwirt Jens Strotmann am Zapfhahn. Zunächst für ein Jahr hat er die Kneipe gepachtet. Was danach passiert, ist noch offen.

Der neue Eigentümer des Hauses, der noch nicht mit Namen genannt werden möchte, plant ab 2019 eine Grundsanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes aus dem Jahre 1669. Im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten verriet der Investor – übrigens ein Warendorfer –, dass er sechs Wohnungen zwischen 50 und 60 Quadratmetern plane. Ob es im Erdgeschoss weiter eine Kneipe geben wird, sei noch offen. Gern würde er das Inventar der Kneipe so erhalten, wie es ist. „Das Kneipen-Mobiliar ist schon urig und hat ein Alleinstellungsmerkmal.“ Der Geschäftsmann kann sich aber auch ein Café oder eine Bar vorstellen. Welche Nutzung dort künftig einziehe, so der Warendorfer Geschäftsmann, hänge nicht zuletzt von den Brandschutzauflagen der Behörden ab. „Vielleicht wird es auch ein Ladenlokal. Ich sammele zurzeit noch Ideen.“

Vielleicht wird es auch ein Ladenlokal. Ich sammele zurzeit noch Ideen.

Der neue Eigentümer

Der neue Besitzer machte keinen Hehl daraus, dass er die Immobilie sozusagen „blind“ von Vorbesitzer Manfred („Manni“) Darup, also ohne das Gebäude von innen in Augenschein genommen zu haben, gekauft hat. Auf einer Immobilienplattform war sie für 249 000 Euro angeboten worden. „Ich sehe das Gebäude als Investition. Da kam es mir in erster Linie auf die Lage an. Und die ist super.“ Überrascht sei er nicht gewesen, als er nach Unterzeichnung des Kaufvertrages den Haustürschlüssel bekam: „Die Substanz des Gebäudes ist gut. Da lässt sich einiges raus machen. Ich kenne mich mit Sanierung aus, komme aus der Baubranche und habe bereits ein Haus in Warendorf saniert.“

Zunächst weiter Kneipenbetrieb

Der neue Pächter Jens Strotmann führt die Kneipe erst einmal so weiter – allerdings mit neuen Öffnungszeiten: Wochentags ab 17 Uhr, Samstag ab 15 Uhr und Sonntag ab 10 Uhr. Das Geschäft rund um den Warendorfer Karneval möchte Strotmann bereits mitnehmen und plant – ähnlich wie früher im Gasthaus Middendorf – musikalische Aktionen an Altweiber, zum Rathaussturm und Rosenmontag. Dafür öffnet der Festwirt im Gasthaus Darup die hinteren Veranstaltungsräume. Gern würde er den Hellebardieren wieder eine Heimat bieten und auch andere Vereine gewinnen.

Zur Eröffnung am 1. Februar wird der Gastraum frisch gestrichen sein. Ansonsten bleibt alles beim Alten, frisches Veltins am Hahn. Frikadellen und Mettbrötchen wird es aber nicht mehr geben. Der neue Festwirt überlegt noch, das Pay-TV-Angebot Sky für Fußballübertragungen anzubieten. Sicher sei das aber noch nicht.

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