Baugebiet In de Brinke
Weiterer Schritt zum neuen Stadtteil

Warendorf -

Die Öffentlichkeit wird jetzt durch Offenlegung an der Änderung des Flächennutzungsplan für das Baugebiet In de Brinke am Milter Kreisel beteiligt. Das hat der Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschuss beschlossen.

Freitag, 09.03.2018, 18:03 Uhr

Die Öffentlichkeit wird jetzt durch Offenlegung an der Änderung des Flächennutzungsplan für das Baugebiet In de Brinke am Milter Kreisel (Bild) beteiligt.
Die Öffentlichkeit wird jetzt durch Offenlegung an der Änderung des Flächennutzungsplan für das Baugebiet In de Brinke am Milter Kreisel (Bild) beteiligt. Foto: Jörg Pastoor

Das geplante Baugebiet „Zwischen In de Brinke und Stadtstraße Nord“ nimmt weitere Formen an. Der Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung der Änderung des Flächennutzungsplans zugestimmt und beschlossen, die Öffentlichkeit am Bebauungsplan zu beteiligen. Damit sind zwei weitere Schritte zur Realisierung getan. Zusammen mit der Stadtstraße Nord trägt das Projekt verwaltungsintern den Namen „Stadtentwicklung Nord-West“.

„Ich habe mich auf diesen Termin heute gefreut, denn allein von der Größe her ist es ja ein neuer Stadtteil“, sagte Baudirektor Peter Pesch. Gemeinsam mit Doris Krause , Sachgebietsleiterin Bauordnung und Stadtplanung, stellte Pesch die aktuellen Pläne vor und erläuterte die Änderungen, die sich in den vergangenen Monaten ergeben haben. In einem Kooperationsverfahren war die Öffentlichkeit frühzeitig in die Planungen einbezogen worden, und sie machte davon reichlich Gebrauch. Unter anderem ging es um die Verkehrsführung, Lärm- und Geruchsemissionen, Ausgleichsflächen, die archäologischen Funde – und um den Reiterhof. Der stand bislang mitten auf dem Gelände, das nun Bauland werden soll. Den Eigentümern war angeboten worden, mit dem Hof an den Rand der neuen Flächen zu ziehen. Wie Pesch nun mitteilte, hätten die Eigentümer daran aber kein Interesse mehr. Die Flächen sollen planungsrechtlich dennoch vorgehalten werden, um gegebenenfalls anderen Reitern die Möglichkeit zu geben, dort einen Hof zu eröffnen.

Insgesamt werden in dem Baugebiet rund 450 Wohneinheiten entstehen, eine Hälfte davon in Mehrfamilienhäusern, die andere in Einfamilienhäusern und Doppelhaushälften. Darüber hinaus sind Grundstücke vorgesehen für den neuen Feuerwehrstandort, für einen Kindergarten, für besondere Wohnformen wie ein Mehrgenerationenhaus und für den sozialen Wohnungsbau. Über letzteren wurde im Ausschuss noch einmal diskutiert, Bernhard Ossege (SPD) stellte die Frage, ob die Flächen für den sozialen Wohnungsbau ausreichend seien, vor allem vor dem Hintergrund steigender Bedarfe. Peter Pesch verwies auf die aus Verwaltungssicht recht hohe Quote, 30 Prozent der Mehrfamilien-Wohneinheiten seien für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen. „Das ist ein guter Mix, wir wollen eine Durchmischung und gesunde Strukturen“, sagte Pesch. Martin Richter (CDU) wies darauf hin, dass es nichts nütze weitere Flächen auszuweisen, wenn sich hinterher kein Investor für den sozialen Wohnungsbau finde. Schließlich wurde der Antrag beschlossen, die SPD-Ausschussmitglieder Bernhard Ossege, Mathilde Thüß und Michael Gierhake enthielten sich.

Der Zeitplan sieht nun vor, dass in der Offenlegung weitere Äußerungen und Anregungen der Bürger aufgenommen werden. Der Satzungsbeschluss soll noch in diesem Jahr fallen, anschließend muss die Erschließung europaweit ausgeschrieben werden, die 2019 starten soll und rund ein Jahr dauern wird. Parallel werden die Grundstücke vermarktet, sodass ab 2020 in dem neuen Stadtteil gebaut werden könnte.

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