Jazz Live am Donnerstag
Liaison zwischen Abend- und Morgenland

WArendorf -

Seit sich der libanesische Poet Rabih Lahoud und der Schweriner Trompeter Marcus Rust 2010 zufällig begegneten, haben sie zusammen mit Pianist Clemens Pötzsch und Schlagzeuger Demian Kappenstein eine zukunftsweisende, interkulturelle Musik geschaffen. Bei Masaa verweben sich tief empfundene arabische Verse und zeitgenössischer Jazz, gehen Abend- und Morgenland eine lyrische Liaison ein.

Montag, 12.03.2018, 16:03 Uhr

Am Donnerstag, 15. März, tritt bei Jazz Live im Dachtheater der libanesische Sänger Rabih Lahoud mit seiner Formation Masaa Ethno-Jazz auf..
Am Donnerstag, 15. März, tritt bei Jazz Live im Dachtheater der libanesische Sänger Rabih Lahoud mit seiner Formation Masaa Ethno-Jazz auf..

Am Donnerstag, 15. März, gastiert in der Reihe „Jazz Live“ im Dachtheater das Ethno-Jazz Quartett Masaa. Seit sich der libanesische Poet Rabih Lahoud und der Schweriner Trompeter Marcus Rust 2010 zufällig begegneten, haben sie zusammen mit Pianist Clemens Pötzsch und Schlagzeuger Demian Kappenstein eine zukunftsweisende, interkulturelle Musik geschaffen. Bei Masaa verweben sich tief empfundene arabische Verse und zeitgenössischer Jazz, gehen Abend- und Morgenland eine lyrische Liaison ein.

Ihr Konzept haben Masaa auf bislang zwei Alben umgesetzt, dem Debüt „Freedon Dance“ (2012) und dem Nachfolger „Afkar“ (2014). Von Beginn an ist es der Band ein großes Anliegen gewesen, ihre Arbeit nach außen zu tragen: Masaa haben erfolgreiche Tourneen nach Afrika und in Lahouds Heimat Libanon absolviert, im Sommer 2015 startete ihr Teamwork mit der israelischen Sängerin Yael Deckelbaum. Mit dieser Zusammenarbeit setzen Masaa ein Signal für die Unterstützung des Friedensprozesses zwischen jüdischer und arabischer Kultur. Im Mai 2017 veröffentlichten sie ihr drittes Album „outspoken“, für das sie mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet wurden. Darüberhinaus ist Rabih Lahoud für dieses Album für den ECHO JAZZ 2018 in der Sparte „bester nationaler Sänger“ nominiert. Rabih Lahoud studierte Komposition, klassisches Klavier, klassischen Gesang sowie Jazz-Gesang. Mit westlicher Musiktradition ebenso vertraut wie mit der Musikkultur seiner arabischen Heimat, interessiert ihn die Ambivalenz zwischen Orient und Okzident. Mit Markus Stockhausen gründete er die Band „Eternal Voyage”. Er hat einen Lehrauftrag für Jazz- und Pop-Gesang an den Hochschulen in Düsseldorf und Hamburg.

Marcus Rust entdeckte bei einem längeren Aufenthalt in Indien seine Leidenschaft und Interesse an traditioneller Musik fremder Kulturen. Diese prägen u. a. auch die Arbeit mit dem Organisten Christian Grosch im Duo „Zia”. Die Musiker widmen sich dabei der Verbindung von Jazz und traditioneller Musik verschiedener Kulturen und Jazz im Kirchenraum. Er hat einen Lehrauftrag für Jazztrompete an der UDK in Berlin.

Clemens Pötzsch beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Verbindung traditioneller Folklore und modernen Spielformen des Jazz. Als Kind sorbischer Eltern ist er vor allem von traditioneller slawischer Musik geprägt und integriert diese in seiner Band „Slavicon”. Als Komponist schreibt er auch für das sorbische Nationalensemble.

Damian Kappenstein veröffentlichte mit dem „Ring Ensemble” eine CD, bei der die Musiker seines Jazztrios „Ring” mit einem Ensemble historischer Saiteninstrumente zusammenarbeiteten. Mit seinem Soloprogramm „Travel Suite” verarbeitet er Erfahrungen von seinen Reisen durch Länder wie etwa den Kosovo, Taiwan, Türkei oder Israel. Kappenstein arbeitete mit Musikern wie Giora Feidman, Kurt Rosenwinkel und Miss Platnum.

Konzertbeginn im Theater am Wall ist um 20 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 15 Euro, ermäßigt zehn Euro.

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