Spezielles Diebesgut
Stets Gitter und Scheinwerfer

Warendorf -

Vorzugsweise an Auto der Marken Audi und Volkswagen häufen sich Diebstähle von Teilen wie Gittern und Nebelscheinwerfern. Die Polizei ermittelt mit erhöhtem Druck.

Montag, 12.03.2018, 23:03 Uhr

Tim Schlautmanns Audi nach einem der Diebstähle: Die Lüftungsgitter und Nebelleuchten sind weg, demontiert von Unbekannten.
Tim Schlautmanns Audi nach einem der Diebstähle: Die Lüftungsgitter und Nebelleuchten sind weg, demontiert von Unbekannten. Foto: Privat

Timo Schlautmann platzt der Kragen: Innerhalb weniger Wochen haben Unbekannte vom Audi des 38-Jährigen zum zweiten Mal Lüftungsgitter und Nebelscheinwerfer gestohlen. Er ist nicht der Einzige: Über ein Dutzend Betroffene haben auf seine Schilderung bei „Du bist Warendorfer, wenn...“ reagiert. Vorzugsweise im Warendorfer Norden übrigens, wo auch er wohnt. „Ich rechne mit hunderten Geschädigten“, sagt der Familienvater im WN-Gespräch nach vielen persönlichen Nachrichten, die ihm zugegangen seien.

Das Muster ist immer das gleiche: An frei stehenden Autos fehlen morgens Chromteile und Nebelscheinwerfer. „Ich habe den Wagen ja nach dem ersten Diebstahl ganz nah an unseren Bodendeckern geparkt, so dass da niemand herankommen konnte“, dachte Schlautmann. Der oder die Diebe haben es trotzdem geschafft. Sie gehen dabei nach seiner Einschätzung professionell vor: Nichts wird herausgerissen, die Stecker sauber getrennt. Vorzugsweise geht es um Wagen der Marken Audi und VW. „Mit meinem Auto sind allein bei uns in der Straße schon fünf Wagen betroffen.“ Er habe jetzt wieder neue Teile geordert, was auf jeden Fall mehrere hundert Euro koste. „Ich weiß noch gar nicht, welche Versicherung dafür aufkommt“, sagt er.

Mit meinem Auto sind allein bei uns in der Straße schon fünf Wagen betroffen.

Timo Schlautmann

Auf die Idee, auf Internetbörsen nach dem grade erbeuteten Diebesgut zu suchen, was anderen Bestohlenen ja nach Medienberichten schon geholfen haben soll, war Schlautmann auch schon gekommen: Fehlanzeige.

Apropos Anzeige. Bei der Polizei war er auch schon. Polizeisprecherin Susanne Dirkote-Kukuk weiß ihre Kollegen intensiv an der Arbeit. „Das ist schon etwas, das uns vermehrt beschäftigt.“ Aber: „Manche Taten werden spät entdeckt.“ Je länger der Zeitraum bis zur Anzeige, umso schwieriger sei die Ermittlung. Man auf jeden Fall sehr aktiv.

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