Feuerwehrübung zugleich auch ein Abschied
„Scharfer“ Alarm zum Abschied

Milte -

Keine zwei Wochen mehr, dann geht Roland Danwerth in den Feuerwehr-Ruhestand. Nach 41 Jahren – 18 davon als Zugführer an der Spitze des Löchzugs – im aktiven Dienst tritt er in die Ehrenabteilung des Löschzugs über. Daher schwante ihm schon, dass sich seine Kameraden zu seiner letzten Übung als Einsatzleiter, die am Montag durchgeführt wurde, etwas Besonderes ausgedacht hatten. Doch mit so viel Aufwand hatte er wohl nicht gerechnet.

Dienstag, 27.03.2018, 18:03 Uhr

Bei der letzten Feuerwehrübung von Roland Danwerth (Mitte) gab es ein Wiedersehen der „alten Hasen“: Josef Zurwickern, Dr. Erich Hohenberger, Bernhard Heitmann und Reiner Schreml ließen sich das Spektakel nicht entgehen.
Bei der letzten Feuerwehrübung von Roland Danwerth (Mitte) gab es ein Wiedersehen der „alten Hasen“: Josef Zurwickern, Dr. Erich Hohenberger, Bernhard Heitmann und Reiner Schreml ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Foto: Andreas Engbert

Es sind keine zwei Wochen mehr, dann geht Roland Danwerth in den Feuerwehr-Ruhestand. Nach 41 Jahren – 18 davon als Zugführer an der Spitze des Löchzugs – im aktiven Dienst tritt er in die Ehrenabteilung des Löschzugs über. Daher schwante ihm schon, dass sich seine Kameraden zu seiner letzten Übung als Einsatzleiter, die am Montag durchgeführt wurde, etwas Besonderes ausgedacht hatten. Doch mit so viel Aufwand hatte er wohl nicht gerechnet.

Kurz nach dem offiziellen Übungsbeginn wurde der Löschzug Milte, gemeinsam mit dem Löschzug Einen und der Drehleiter aus Warendorf, „scharf“ alarmiert. Und statt zu einer Übung in einer Kfz-Werkstatt fuhren die Feuerwehrwagen mit Blaulicht und Martinshorn zur Funkempfangsanlage der Bundeswehr in der Nähe Miltes, wo ein Feuer mit vermissten Personen gemeldet war.

Und spätestens als ihn die aufgeregte Ina Atig quasi als Lockvogel in Empfang nahm, um ihm hektisch zu schildern, wie viele Personen sich noch in der verqualmten Garage befinden, war ihm wohl klar, dass die Übungsplaner, Christoph Evermann und Bernd Strotmann, sich einiges für die letzte Übung hatten einfallen lassen.

Und damit nicht genug. Aus dem Hintergrund näherte sich Bernhard Heitmann, der bis vor einigen Jahren als Löschzugführer in Vohren aktiv war, und meldete eine unter einem Baumstamm eingeklemmte Person und in der Nähe der Hessel Vermisste, die zu suchen waren. Neben Brandbekämpfung, Löschwasserversorgung und Menschenrettung aus dem brennenden Gebäude, galt es nun auch noch, die technische Rettung der verschütteten Person mittels Druckluftkissen und die Suche der weiteren Personen, zum Teil gespielt von Notfalldarstellern des Jugendrotkreuzes Warendorf, zu koordinieren. Kein Problem für einen erfahrenen Löschzugführer wie Roland Danwerth, der sich sehr freute, dass auch sein ehemaliger Stellvertreter Josef Zurwickern unter den geretteten Personen war und dass sich Dr. Erich Hohenberger, ehemaliger Notarzt in Warendorf, mit den Einsatzkräften des DRK Warendorf um die „Verletzten“ kümmerte. Die letzte Übung Danwerths nicht verpassen wollte auch Reiner Schreml, langjähriger Kommandeur der Bundeswehreinrichtung in Milte. Neben Feuerwehrseelsorger Martin Kofoth nahm auch Pfarrer Rainer Hermes als Notfallseelsorger an der Übung teil.

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