Bürgerausschuss Warendorfer Karneval zieht Resümee
Jeder Frohsinn hat auch Grenzen

Warendorf -

Jeder Frohsinn hat auch Grenzen. „Von verschiedenen privaten und behördlichen Seiten ist uns zugetragen worden, dass sich erneut viele Gruppen nicht an alle Richtlinien gehalten haben“, schreibt Bürgerausschuss-Präsident Klemens Westrup zwei Monate nach Rosenmontag in einem Rundbrief an alle am Rosenmontagszug beteiligten Gruppen. Und er nennt zum einen den Alkoholgenuss und zum anderen die Musiklautstärke auf den Karnevalswagen. „Für uns ist fraglich, warum die Musik auf den Festwagen so laut sein muss, dass die Wagenbesatzung selbst Ohropax in den Ohren braucht.“

Freitag, 27.04.2018, 12:04 Uhr

92 Zugnummern stellte der Rosenmontagszug in der zurückliegenden Karnevalssession in Warendorf. Jetzt zog der Bürgerausschuss zur Förderung des Straßenkarnevals ein Resümee – und das fiel nicht nur positiv aus. In der Kritik stehen Gruppen, die sich nicht an alle Richtlinien halten, was zum einen der Alkoholgenuss und zum anderen die Lautstärke auf den Wagen angeht.
92 Zugnummern stellte der Rosenmontagszug in der zurückliegenden Karnevalssession in Warendorf. Jetzt zog der Bürgerausschuss zur Förderung des Straßenkarnevals ein Resümee – und das fiel nicht nur positiv aus. In der Kritik stehen Gruppen, die sich nicht an alle Richtlinien halten, was zum einen der Alkoholgenuss und zum anderen die Lautstärke auf den Wagen angeht. Foto: Joachim Edler

Die närrischen Tage in Warendorf sind längst vorbei. Rosenmontag war im Februar. Doch das Resümee des Bürgerausschusses Warendorfer Karneval zum Rosenmontagszug kam jetzt im April – und es fiel nicht nur positiv aus.

Jeder Frohsinn hat auch Grenzen. „Von verschiedenen privaten und behördlichen Seiten ist uns zugetragen worden, dass sich erneut viele Gruppen nicht an alle Richtlinien gehalten haben“, schreibt Bürgerausschuss-Präsident Klemens Westrup in einem Rundbrief an alle am Rosenmontagszug beteiligten Gruppen. Und er nennt zum einen den Alkoholgenuss und zum anderen die Musiklautstärke auf den Karnevalswagen. „Für uns ist fraglich, warum die Musik auf den Festwagen so laut sein muss, dass die Wagenbesatzung selbst Ohropax in den Ohren braucht.“

Zuschauer hätten fluchtartig die Distanz zur Zugstrecke gesucht, um ihre Kinder vor der Lautstärke zu schützen. Der Bürgerausschuss zur Förderung des Rosenmontagszuges, der den Zug im kommenden Jahr, am 4. März 2019, zum 66. Mal ausrichtet, appelliert an alle Teilnehmer: „Die Leute und Kinder am Straßenrand wollen mit euch zusammen feiern. Wir wollen familienfreundlich sein. Das ist mit zugedrehtem Rücken, Ohropax in den Ohren und Bierflasche in der Hand schwierig. Wir sind der Meinung, dass ihr euch der öffentlichen Wertschätzung für eure investierte Zeit, eures Engagements und Geldes, selbst beraubt.“

Aber ein Rosenmontag ohne Stimmungs-Beschleuniger, also mit Alkoholverbot – geht das?

„Einige Gruppen beherzigen dies bereits, der Großteil leider nicht“, so der Bürgerausschuss. Es müssten keine Mega-Lautsprecherboxen mit wummernden Bässen sein – eine Handy-Docking-Station tue es auch und sei vielleicht eine gute Alternative. Wenn zudem die eine oder andere Gruppe auf ein geschlossenes Wagendach verzichten würde, so der Bürgerausschuss, kämen die Kostüme viel besser zur Geltung.

Damit die Kritik keinen falschen Zungenschlag bekommt: „Wir als Bürgerausschuss stehen auf eurer Seite, ihr seid jedes Jahr wie alle Teilnehmer herzlich willkommen und für uns ein wichtiger Bestandteil des Umzuges. Wir stehen jeder Gruppe immer mit Rat und Tat zur Seite. Wir übernehmen jedes Jahr für alle Teilnehmer die GEMA-Gebühren, Stadtreinigungs- und Entsorgungskosten. Eine Anmeldegebühr erheben wir nicht. Dafür erwarten wir nur die Einhaltung aller Richtlinien sowie eine familienfreundliche Ausstrahlung.“

Mit 92 Zugnummern habe Warendorf in der Region den größten Rosenmontagszug gestellt, bedankt sich der Bürgerausschuss in dem Rundbrief bei allen Teilnehmern: „Die Gestaltung der Kostüme und Festwagen hat uns sehr gefallen.“ Den Zuschauern sei – bis auf eben jene Ausnahmen – ein bunter und abwechslungsreicher Umzug geboten worden. Und so soll es auch durchgängig sein, wenn am 4. März der 66. Jubiläums-Rosenmontagszug durch Warendorf rollt: „Wir würden uns freuen, wenn wieder viele Gruppen aus der gesamten Region den Weg nach Warendorf finden und ihren Ort, ihre Straße, ihren Bezirk vertreten. Der Umzug lebt von seiner Vielfalt aus den verschiedensten Orten. Denn Karneval ist für alle da.“

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