Martin Dziersk stellt Bilder, Skulpturen und Zeichnungen aus
Tolle Motive und versteckte Details

Warendorf -

Ab Sonntag, 27. Mai, bis 24. Juni präsentiert Martin Dziersk seine faszinierenden Arbeiten im Historischen Rathaus. Der gebürtige Mindener ist ein außergewöhnlich vielseitiger Künstler. Er ist Bildhauer, aber auch leidenschaftlicher Maler, Zeichner, Grafiker und Kunsthistoriker. Besucher sollten eines mitbringen: Zeit. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag um 17 Uhr.

Dienstag, 22.05.2018, 19:40 Uhr

Vielfältige Kunst: Martin Dziersk zeigt seine beeindruckenden Arbeiten, ab Sonntag im Historischen Rathaus.
Vielfältige Kunst: Martin Dziersk zeigt seine beeindruckenden Arbeiten, ab Sonntag im Historischen Rathaus. Foto: Marion Bulla

„Ich kann Vieles“, sagt Dziersk und fügt an, er sei so etwas wie eine Eier legende Wollmilchsau. Die Ausstellung, die schlicht mit „M ART in Dziersk“ betitelt ist, wird vom Kunstkreis Warendorf in Kooperation mit der Stadt, präsentiert. Sie zeigt 36 Exponate. Gleich im Eingangsbereich wird der Besucher von der Skulptur „Baum-Knospe“ empfangen. Hier verweist schon der Titel auf eine gewisse Ambivalenz, die in zahlreichen weiteren Kunstwerken der Ausstellung zu finden ist.

In den weiteren Räumen können die Kunstfreunde etwa auf einem vierteiligen Kunstwerk die Jahreszeiten erkennen. Doch nicht nur das. Es gibt jede Menge „Verstecktes“. Um die vielschichtigen Hintergründe und Ideen zu entdecken, die hinter fast allen Arbeiten stecken, muss man lediglich Zeit mitbringen.

„Dies ist keine Ausstellung, die man schnell durchläuft. Es gibt so viele Details, die man erst nach und nach entdeckt“, sagt Ursula de Rooy. Die Zweite Vorsitzende des Kunstkreises ist ganz begeistert von den überaus sehenswerten Arbeiten Martin Dziersks.

Da ist beispielsweise das großformatige Werk mit dem Titel „Violins – Unlimited Editions“. Das Auge des Betrachters wird geradezu überflutet mit doppeldeutigen Motiven. Es geht um den Irak-Krieg und um die Rolle, die George W. Bush dabei spielte. Der damalige Präsident steht als Napoleon im Mittelpunkt, ein Golfplatz mit Bombenkrater, Einbahnstraßen und überall Violinen, die im Englischen ähnlich wie „violence“ – „Gewalt“ – ausgesprochen werden. Ein inszenierter Krieg als Hollywood. Ein Besuch lohnt sich – es gibt viel zu entdecken.

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