Stadtwerke arbeiten an Leuchtturmprojekt für Baugebiet „In de Brinke“
Innovatives Wärmekonzept

Warendorf -

Herkömmliche Energieversorgung war gestern. Die Zukunft: Keine Heizkessel mehr im Eigenheim, kein Schornstein, geringere Investions- und Wartungskosten für Häuslebauer. Von dezentraler Stelle, zum Beispiel am Standort Kläranlage, könnten die 380 Wohneinheiten in dem Baugebiet mit Wärme versorgt werden. Urs Reitis, Stadtwerke-Geschäftsführer ist überzeugt, dass das von den Stadtwerken erarbeitete und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Wärmekonzept gegenüber herkömmlichen Heizungsvarianten entscheidende Vorteile auf ökologischer und finanzieller Ebene für die künftigen Häuslebauer bringt.

Montag, 04.06.2018, 12:20 Uhr

Freuen sich über den Förderbescheid in Höhe von knapp 60 000 Euro für eine Machbarkeitsstudie „Wärmenetz 4.0“ im geplanten Baugebiet „In de Brinke“ (v.l.): Stadtwerke-Geschäftsführer Urs Reitis, Bürgermeister Axel Linke und Tobias Ahlers (Leiter Energiedienstleistungen).
Freuen sich über den Förderbescheid in Höhe von knapp 60 000 Euro für eine Machbarkeitsstudie „Wärmenetz 4.0“ im geplanten Baugebiet „In de Brinke“ (v.l.): Stadtwerke-Geschäftsführer Urs Reitis, Bürgermeister Axel Linke und Tobias Ahlers (Leiter Energiedienstleistungen). Foto: Joachim Edler

Wie lässt sich das neue Baugebiet „In de Brinke“ im Warendorfer Norden mit Fern- und Nahwärme versorgen. Und wie bindet man regenerative Energien sinnvoll ein? Diesen Fragen stellen sich jetzt die Stadtwerke. „Unsere Stadtwerke wurden als eines von nur zwölf Projekten bundesweit ausgewählt, um ihre Ideen für eine nachhaltige Wärmeversorgung des Baugebietes In de Brinke untersuchen zu lassen“, freuen sich Bürgermeister Axel Linke, Stadtwerke-Geschäftsführer Urs Reitis und Tobias Ahlers, Leiter Energiedienstleistungen, über den Förderbescheid.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert die Machbarkeitsstudien mit knapp 60 000 Euro. „Wenn die Untersuchung zu dem Ergebnis kommt, dass dieses anspruchsvolle und innovative Wärmekonzept technisch und wirtschaftlich darstellbar ist und Vorteile aufzeigt, werden Fördermittel für den tatsächlichen Bau des Netzes beantragt. Ein solches Konzept hätte Leuchtturmcharakter für die Stadt Warendorf und darüber hinaus“, so Reitis.

Herkömmliche Energieversorgung war gestern. Die Zukunft: keine Heizkessel mehr im Eigenheim, kein Schornstein, geringere Investitions- und Wartungskosten für Häuslebauer. Von dezentraler Stelle, zum Beispiel am Standort Kläranlage, könnten die 380 Wohneinheiten in dem Baugebiet mit Wärme versorgt werden. Die Idee: überschüssige Wärme aus verschiedenen Prozessen, zum Beispiel der Kläranlage auszukoppeln, zu speichern und dem Wohngebiet über ein effizientes Niedertemperatur-Wärmenetz zur Verfügung zu stellen. Zudem soll untersucht werden, inwieweit weitere regenerative Energien, wie zum Beispiel Solarenergie für die Wärmegewinnung nutzbar gemacht werden kann. Reitis ist überzeugt, dass das von den Stadtwerken erarbeitete Wärmekonzept gegenüber herkömmlichen Heizungsvarianten entscheidende Vorteile auf ökologischer und finanzieller Ebene für die künftigen Häuslebauer bringt. Das Besondere an der Studie: die Kopplung verschiedener Energieträger wie Abwärme, Solarenergie, Heizen mit Holzhackschnitzeln oder Blockheizkraftwerk. Auch die Nutzung der im Stromnetz der Stadtwerke überschüssigen Strommenge durch die Umwandlung von Strom zu Wärme (Power-to-heat) ist ein Baustein der Untersuchung. Unterstützt werden die Stadtwerke durch das externe Ingenieurbüro „Netzwerk Energie“ aus Bad Iburg und durch die Fachhochschule Münster.

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