Kindermusical: „Josef – Ein echt cooler Träumer“
Noch wird improvisiert

warendorf -

Doch die erste Durchlaufprobe des zweiten Teils läuft gut an. Dazu trägt Maren Venherms sorgfältig ausgearbeitetes Regiebuch bei. Sie hat die Texte auf die Interessen der Kinder hin maßgeschneidert, Rollen eingefügt, zusammengefasst oder gestrichen. Sie ordnet Requisiten zu und überarbeitet während der Probe die Regieanweisungen, damit bei aller Kreativität hinterher doch noch jeder weiß, was er tun soll. Nur noch vier Wochen bleiben den Akteure von „Josef – Ein echt cooler Träumer“ bis zur Uraufführung und die Spannung wächst.

Montag, 11.06.2018, 15:52 Uhr

35 hochmotivierte Kinder vom Grundschul- bis zum Teenageralter verbreiten Spielfreude. Stefan Hölzel (rechts), Regionalleiter der Volksbank, der vorbeigekommen ist, um zu sehen, wie eine Spende seines Geldinstituts umgesetzt wird, zeigt sich nicht nur von der großen Zahl der Akteure beeindruckt, sondern auch von deren Kreativität.
35 hochmotivierte Kinder vom Grundschul- bis zum Teenageralter verbreiten Spielfreude. Stefan Hölzel (rechts), Regionalleiter der Volksbank, der vorbeigekommen ist, um zu sehen, wie eine Spende seines Geldinstituts umgesetzt wird, zeigt sich nicht nur von der großen Zahl der Akteure beeindruckt, sondern auch von deren Kreativität. Foto: Ulrike von Brevern

„Ich bin so schön, so wunderschön“, singt die Frau des Potiphar selbstverliebt in ihren Spiegel und versucht damit den Hausverweser Josef kräftig zu beeindrucken. Um sie herum tanzt ein ganzer Harem von Gespielinnen mit bunten Tüchern, im Hintergrund singt ein stimmungsvoller Background-Chor. Die Szene klappt schon recht gut, auch wenn für den Spiegel zunächst noch eine CD-Hülle herhalten muss, denn die Idee ist gerade erst entstanden.

Im evangelischen Philipp-Melanchthon-Haus ist Musical-Time. Nur noch vier Wochen bleiben den Akteure von „Josef – Ein echt cooler Träumer“ bis zur Uraufführung und die Spannung wächst: „Ich hoffe, die Zeit reicht“, zittert Mitorganisatorin Nicole Schuldt ein bisschen, ist aber dann doch sehr optimistisch. „Das wichtigsten ist ohnehin, dass die Kinder Spaß haben, und das ist ihnen jetzt schon anzusehen.“

35 hochmotivierte Kinder vom Grundschul- bis zum Teenageralter verbreiten Spielfreude. Gemeinsam mit einer großen Gruppe unterstützender Eltern werkeln sie seit kurz vor den Osterferien an dem Stück, in dem es um die biblische Geschichte von Josef und seinen Brüdern geht. Stefan Hölzel, Regionalleiter der Volksbank, der vorbeigekommen ist, um zu sehen, wie eine Spende seines Geldinstituts umgesetzt wird, zeigt sich nicht nur von der großen Zahl der Akteure beeindruckt, sondern auch von deren Kreativität. „Wir fördern gerne da, wo Vielfalt entsteht“, sagt er. Ein professioneller Tontechniker, Material für Kostüme und Kulissen, aber auch die Kosten für die Aufführungsrechte hofft Pfarrer Cornelius Bury durch die Spende mit decken zu können.

Rund zwei Drittel der Sänger, Spieler und Tänzer sind evangelisch. Beim Selbsthilfetag auf dem Markt hatten einige von ihnen in der vergangen Woche schon eine erste kleine Bewährungsprobe mit ihren Liedern zu bestehen. Weil die meisten die mitreißende Musik auf CD zuhause haben, ist Text und Melodie-Lernen recht einfach. „Aber hört euch auch die letzten Lieder an“, mahnt die musikalische Leiterin Andrea König und ahnt, dass manches Kind schon eingeschlafen sein könnte, wenn die CD bei diesem Teil angekommen ist.

Doch die erste Durchlaufprobe des zweiten Teils läuft gut an. Dazu trägt Maren Venherms sorgfältig ausgearbeitetes Regiebuch bei. Sie hat die Texte auf die Interessen der Kinder hin maßgeschneidert, Rollen eingefügt, zusammengefasst oder gestrichen. Sie ordnet Requisiten zu und überarbeitet während der Probe die Regieanweisungen, damit bei aller Kreativität hinterher doch noch jeder weiß, was er tun soll. Pfarrer Bury ist froh über sein sehr eigenständiges Orga-Team, zu dem auch Olga Penner und Joanna Bury gehören.

Ab der kommenden Woche wird es noch etwas ernster: Wurde bislang in kleinen Gruppen an Musik, Tanz und Kulissen gefeilt, geht es dann gemeinsam auf die Bühne des Martin-Luther-Hauses. Am Sonntag, 8. Juli, ist dort um 16 Uhr Premiere. Im Vorverkauf gibt es Karten für fünf (ermäßigt drei) Euro, im evangelischen Gemeindebüro ( ✆ 02581 / 86 47).

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