Feuerwehr demonstriert Leistungskraft am Standort Nord
„Zentrale Rolle im Sicherheitskonzept“

Warendorf -

„Die Freiwillige Feuerwehr spielt eine zentrale Rolle im Sicherheitskonzept der Stadt. Hier wird modernes Equipment benötigt, das man sich aber leisten können muss. Mit Blick auf unseren Kämmerer kann ich sagen: Das geht bei uns“, sagt Bürgermeister Axel Linke nicht ohne Stolz, bevor er den symbolischen Fahrzeugschlüssel an die Löschzugführer Christian Erpenbeck und Thomas Steinhoff übergibt.

Sonntag, 17.06.2018, 18:00 Uhr

Symbolische Schlüsselübergabe: 840 000 Euro wurden in den Schutz der Warendorfer Bürger investiert, darunter ein Mannschaftstransportfahrzeug, ein Leiterwagen und ein Gerätewagen Logistik
Symbolische Schlüsselübergabe: 840 000 Euro wurden in den Schutz der Warendorfer Bürger investiert, darunter ein Mannschaftstransportfahrzeug, ein Leiterwagen und ein Gerätewagen Logistik Foto: Marion Bulla

Wenn das Blaulicht blinkt und viele Feuerwehrfahrzeuge vor Ort sind, ist meistens etwas Schlimmes passiert. Nicht jedoch beim Tag der offenen Tür. Am Sonntag präsentierte sich die Warendorfer Feuerwehr an ihrem Standort Nord mit einem Schautag, um den Bürgern die Räumlichkeiten auf dem ehemaligen Brinkhausgelände, die Fahrzeuge und Gerätschaften, aber auch die Arbeit der Feuerwehr näher zu bringen. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass die Kameraden weit mehr zu bieten haben als ihre Losung „Retten – Bergen – Löschen – Schützen“ glauben lässt.

„Ich bin positiv überrascht, wie voll es jetzt schon hier ist“, freut Löschzugführer Christian „Eddy“ Erpenbeck sich über die vielen Besucher, die bereits eine Stunde nach Öffnen der Tore auf das ehemalige Brinkhausgelände strömen.

Bevor der Trubel aber losgeht, galt es noch offiziell die drei Einsatzfahrzeuge zu segnen, die für die Wehr in den vergangenen fünf Jahren neu angeschafft und in Dienst gestellt worden waren. Darunter ein Mannschaftstransportfahrzeug, ein Leiterwagen und ein Gerätewagen Logistik. Insgesamt wurden 840 000 Euro in den Schutz der Warendorfer Bürger investiert.

„Die Freiwillige Feuerwehr spielt eine zentrale Rolle im Sicherheitskonzept der Stadt. Hier wird modernes Equipment benötigt, das man sich aber leisten können muss. Mit Blick auf unseren Kämmerer kann ich sagen: Das geht bei uns“, sagt Bürgermeister Axel Linke nicht ohne Stolz, bevor er den symbolischen Schlüssel an die Löschzugführer Christian Erpenbeck und Thomas Steinhoff übergibt.

Dass die Fahrzeuge immens wichtig sind, zeigt sich vor allem in der Anzahl der Einsätze. „Bereits in diesem Jahr ist die Warendorfer Feuerwehr 292 Mal ausgerückt und das Jahr ist gerade mal sechs Monate alt“, betont Prädikant Dr. Eckhard Hirsch, der gemeinsam mit Diakon Martin Kofoth (beide Feuerwehrseelsorger) die Weihung der neuen Fahrzeuge vornimmt. Und das unter Mithilfe zweier jungen Assistenten. Die Söhne von Bürgermeister Axel Linke, Carlo und Bruno, reichen den Geistlichen die geweihten Plaketten.

Nach der Segnung können die zahlreichen Besucher sich eingehend umschauen. Da gibt es jede Menge zu entdecken. Zehn Einsatzfahrzeuge können inspiziert werden. Oskar (5) und Mateo (4) etwa sind ganz begeistert von den vielen Schläuchen am Löschfahrzeug. „Meine Jungs lieben die Feuerwehr sehr. Ich finde das ist eine super Gelegenheit ihnen heute mal zu zeigen, was die so alles leistet“, meint Mutter Julia Plautz. Die kleine Mara hingegen ist etwas irritiert. Sie mag Feuerwehrmann Sam aus dem Fernsehen, doch hier ist alles etwas anders. Papa Markus Häßner steht mit der Dreijährigen gerade an einem aufgebauten Unfallszenario. Ein Auto, das mit abgetrenntem Dach auf der Seite liegt. Der verletzte Fahrer – nur eine Puppe.

„Wir haben hier sogar eine Sichtschutzwand aufgebaut, die man heutzutage ja leider braucht, um Gaffer abzuhalten“, bemerkt Eddy Erpenbeck nachdenklich und zeigt auf eine weiße Plane.

Henry ist vier Jahre alt und trägt eine Miniuniform. Stolz sitzt er jetzt hinter dem Steuer eines Rüstwagens und ahmt brummend den Motor nach. Hauptbrandmeister Dirk Kottrup und Brandoberinspektor Otto Höhne demonstrieren gleich um die Ecke, was alles benötigt wird, wenn es um einen Säure-Unfall geht. Beide haben einen Chemieschutzanzug (CSA) dabei, ein monströser blauer Kunststoffkerl, der hitzebeständig und säurefest ist. Auch gibt es einige spannende Übungen wie beispielsweise die spektakuläre Fettexplosion.

Ebenso gut besucht, wenn auch weniger effektvoll, ist die Feuerwehr-Miniatur-Ausstellung. Hier steht Lukas Tünte, der mit einigen Kameraden in akribischer Kleinarbeit detailliert die Feuerwachen nachgebaut hat. Erstaunlich gut. Den Besuchern wird auf ziemlich eindrucksvolle Art und Weise das große Spektrum der Feuerwehrarbeit vermittelt und gleichzeitig auf den Vorteil des Standorts Nord hingewiesen.

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