Pen-&-Paper-Rollenspiel
Sommerferien in Aventurien

Warendorf -

Der Förderverein der Stadtbücherei lädt ab 19. Juli zu einem ungewöhnlichen Sommerferien-Trip nach „Aventurien“ ein. Dahinter verbirgt sich ein unterhaltsames Pen-&-Paper-Rollenspiel, das sich leicht zu einer unendlichen Geschichte entwickeln kann.

Dienstag, 26.06.2018, 22:00 Uhr

Laden zum Pen-&-Paper-Rollenspiel „DSA – Das schwarze Auge“ ein: Stadtbücherei-Leiterin Birgit Lücke (hinten, r.), Meisterin Frances Hager (sitzend), ebenso Mitglied des Fördervereins der Stadtbücherei Warendorf wie dessen Vorsitzende Sigrid Tinz (2. v. l.) und Ellen Giespert (l.).
Laden zum Pen-&-Paper-Rollenspiel „DSA – Das schwarze Auge“ ein: Stadtbücherei-Leiterin Birgit Lücke (hinten, r.), Meisterin Frances Hager (sitzend), ebenso Mitglied des Fördervereins der Stadtbücherei Warendorf wie dessen Vorsitzende Sigrid Tinz (2. v. l.) und Ellen Giespert (l.). Foto: Joke Brocker

Wer träumt nicht davon, von Zeit zu Zeit in eine Parallelwelt abzutauchen? Manchem reichen dafür das Sofa und ein spannender Schmöker. Andere verlieren sich in virtuellen Computerwelten. Und dann gibt es jene, die mit Hilfe von Stift, Papier, Kopf und Würfel Teil eines Rollenspiels werden, das sie in eine Fantasy-Welt katapultiert, in der es allerlei abenteuerliche Queste zu bestehen und Aufgaben zu erfüllen gilt. Pen-&-Paper-Rollenspiele, so benannt nach den im Wesentlichen benötigten Utensilien – Stift und Papier – , haben ihren Ursprung in den USA. Eines der bekanntesten ist „Dungeons & Dragons“. Junge Erwachsene, die es reizt, in ein Parallel-Universum einzutauchen, allerdings nicht vor dem Computer, sondern in Gemeinschaft Gleichgesinnter, haben in den Sommerferien Gelegenheit, ähnlich wie die Akteure der Serie „The Big Bang Theory“, die regelmäßig „Dungeons & Dragons“ spielen, ein Pen-&-Paper-Rollenspiel auszuprobieren: Der Förderverein der Stadtbücherei lädt ab 19. Juli zu einem ungewöhnlichen Sommerferien-Trip nach „Aventurien“ ein.

„Wir wollten das Abgebot der Bücherei ausweiten, Leben ins Haus holen“, sagt Sigrid Tinz, Vorsitzende des Fördervereins. Und so wird ab 19. Juli jeden Donnerstag ab 16 Uhr im Lerntreff (Obergeschoss der Bücherei) „DSA – Das Schwarze Auge“ gespielt, eines der bekanntesten Pen-&-Paper-Rollenspiele, wie „Meisterin“ Frances Hager erläutert, die Erwachsene ab 16 Jahre erreichen möchte. Die Meisterin übernimmt in diesem Spiel die Funktion des Spielleiters und bestimmt den Handlungsrahmen, in dem sich die höchst unterschiedlichen, über verschiedene Talente verfügenden und ausschließlich verbal agierenden fiktiven Spielercharaktere bewegen.

Die Fähigkeit zur Beobachtung und zum logischen Denken sollten die Akteure mitbringen und nach Möglichkeit beim Spielen nicht aus der Rolle fallen: Es komme schon mal vor, erläutert Frances Hager, die im echten Leben Biologie studiert und gerade an ihrer Bachelor-Arbeit sitzt, dass ein Mitspieler seine clevere Idee nicht verwerten kann, weil sie seinem als strohdoof angelegten Charakter widerspricht. Es könne auch sein, dass ein Zwerge hassender Barbar plötzlich gezwungen sei, mit einem Zwerg zu reden. „Warum kommen mir da nur gerade Seehofer und Merkel in den Sinn?“, sinniert prompt Birgit Lücke; und beweist damit, dass Pen- &-Paper-Rollenspiele nicht nur in mittelalterlichen Fantasie-Welten funktionieren . . . Gleichwohl findet Frances Hager: „Wir bleiben bei Aventurien. Das ist einfacher.“

Beginnen wird das Rollenspiel am 19. Juli um 16 Uhr mit einem vor allem für Anfänger gedachten, kleinen interaktiven Einblick in das städtische Treiben der DSA-Welt „Aventurien“. Außerdem werden Ansätze für Nebengeschichten, die gespielt werden könnten, vorgestellt und Charaktere entwickelt. Kenner sollten wissen, dass nach den Regeln der Auflage 4.1. gespielt wird.

Tatsächlich mitspielen können bis zu sechs Personen, die sich unter der E-Mail-Adresse foebuewa@warendorf.de oder unter ✆  0 25 81 / 54 14 33 in der Stadtbücherei anmelden sollten. Willkommen sind aber auch Zuschauer.

Gespielt wird zunächst während der Sommerferien. Sollte sich im Laufe der Zeit ein großer Handlungsstrang entwickeln, ein langfristiges Abenteuer abzeichnen und die Spiellust ungebremst sein, könnte das Projekt fortgesetzt werden.

Manche Pen-&-Paper-Rollenspiele haben dem Vernehmen nach das Zeug, unendliche Geschichten zu werden.

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