Sondereinsatz an einem Hundertjährigen
Alter Wasserturm ist Dachschäden los

Warendorf -

Mitarbeiter der Dachdeckerfirma Scheiwe haben den alten Wasserturm an der Beelener Straße repariert. In knapp 38 Metern Höhe waren etliche Dachplatten bei Stürmen abgerissen.

Montag, 02.07.2018, 16:42 Uhr

Firmenchef Thomas Scheiwe (l.) fotografiert nach dem etwa fünfstündigen Einsatz das reparierte Dach des vor fast genau 100 Jahren in Betrieb genommenen Wasserturms. Rechts sein Mitarbeiter Michael Westhoff. Michael Westhoff (l.) und Alexej Bobylef haben sich als Polster eine Matratze unter die Arbeitsgondel geschnallt. 50 bis 60 Dachschindeln von 20 mal 20 Zentimetern haben die beiden Dachdecker der Firma Scheiwe am Dach des Wasserturms ersetzt.
Firmenchef Thomas Scheiwe (l.) fotografiert nach dem etwa fünfstündigen Einsatz das reparierte Dach des vor fast genau 100 Jahren in Betrieb genommenen Wasserturms. Rechts sein Mitarbeiter Michael Westhoff. Michael Westhoff (l.) und Alexej Bobylef haben sich als Polster eine Matratze unter die Arbeitsgondel geschnallt. 50 bis 60 Dachschindeln von 20 mal 20 Zentimetern haben die beiden Dachdecker der Firma Scheiwe am Dach des Wasserturms ersetzt. Foto: Jörg Pastoor

In 38 Metern Höhe ist es auch ohne Sturm windiger. Da nichts die Spitze des alten Wasserturms an der Beelener Straße vor Gewalten wie dem Sturmtief „Frederike“ schützt, kann so ein Gebäude schon mal einen Dachschaden haben. Genau deshalb hatten die Stadtwerke bei Thomas Scheiwe angerufen. Der Inhaber der gleichnamigen Dachdeckerfirma hatte am Montagmorgen seinen ersten Auftrag an dem ausgedienten Teil von Warendorfs Wasserversorgung.

„Es sind bei Sturm immer wieder mal Dachplatten heruntergekommen.“ Weil ein Gerüst deutlich teurer sei, habe er sich für den Einsatz eines Autokrans entschieden. Zu breit durfte der Wagen nicht sein, weil er nicht durchs Tor am Wasserwerk gepasst hätte. Aber genug Höhe musste der Ausleger schon schaffen. „Wir mussten ja über die Spitze auch auf die andere Seite.“

Bis in gut 45 Meter Höhe musste der Arbeitskorb gehoben werden.

Bis in gut 45 Meter Höhe musste der Arbeitskorb gehoben werden. Foto: Jörg Pastoor

Sturmtief „Frederike“ hatte ordentlich zugelangt

Dort oben haben seine Mitarbeiter Michael Westhoff und Alexej Bobylef sich die Schäden angeschaut, rund 50, 60 neue Platten angebracht. „Bei der Gelegenheit haben wir dann gleich die Rinne sauer gemacht“, sagt Chef Scheiwe – und erklärt auch die Matratze unterm Krankorb: „Wenn wir ohne oben am Dach aufsetzen, kann es wieder Schäden geben.“ Das geht ganz schnell – eben weil der Wind dort oben ordentlich bläst. Nach gut fünf Stunden war der außergewöhnliche Einsatz dann beendet, der Turm wieder dicht.

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