Marienkirchturm: 460 Kilo am Haken
Das Kreuz hängt wieder

Warendorf -

Der Zahn der Zeit hatte an dem alten Holzkreuz genagt. Die zentralen Holzbalken waren durch Wind und Wetter so weit angegriffen, dass eine Restaurierung nicht mehr möglich war. Walter Schlingmann bringt es auf den Punkt: „Die Substanz war mürbe. Schwachpunkte waren die Verbindungen, wo sich das Wasser über die Jahre sammelte.“ Am Marienkirchturm hängt seit Freitagmorgen wieder das Holzkreuz. Nagelneu aus der Werkstatt der Füchtorfer Tischlerei.

Samstag, 28.07.2018, 05:00 Uhr

Wie von Geisterhand bewegt schwebte das Holzkreuz auf den Marienkirchturm zu, bis es die richtige Position erreichte, zwischen Gerüst und Fassade heruntergelassen wurde und in den alten, überarbeiteten Befestigungen im Mauerwerk wieder seinen Halt fand. Millimeterarbeit. Das Wahrzeichen des Turms hängt wieder.
Wie von Geisterhand bewegt schwebte das Holzkreuz auf den Marienkirchturm zu, bis es die richtige Position erreichte, zwischen Gerüst und Fassade heruntergelassen wurde und in den alten, überarbeiteten Befestigungen im Mauerwerk wieder seinen Halt fand. Millimeterarbeit. Das Wahrzeichen des Turms hängt wieder. Foto: Joachim Edler

Am Marienkirchturm hängt seit Freitagmorgen wieder das Holzkreuz. Nagelneu aus der Werkstatt der Füchtorfer Tischlerei Walter Schlingmann. Im Kreuzmittelpunkt erstrahlt die Rosette in neuem Blattgold. Und es war ein Kreuz mit dem Kreuz. 460 Kilo wiegt das 5,50 mal 3,30 Meter große Kreuz aus massiven Eichenbalken. 8 Uhr gestern Morgen wurde es an den Haken eines Schwerlastkrans genommen. Und wie von Geisterhand bewegt schwebte das Holzkreuz auf den Marienkirchturm zu, bis es die richtige Position erreichte, zwischen Gerüst und Fassade heruntergelassen wurde und in den alten, überarbeiteten Befestigungen im Mauerwerk wieder seinen Halt fand. Millimeterarbeit. Das Wahrzeichen des Turms hängt wieder.

Der Zahn der Zeit hatte an dem alten Holzkreuz genagt. Die zentralen Holzbalken waren durch Wind und Wetter so weit angegriffen, dass eine Restaurierung nicht mehr möglich war. Schlingmann bringt es auf den Punkt: „Die Substanz war mürbe. Schwachpunkte waren die Verbindungen, wo sich das Wasser über die Jahre sammelte.“ Neue Kupferbleche auf dem querliegenden Holzbalken schützen das Kreuz ab sofort vor direktem Regeneinfluss. Die Dachdeckerei Schweiwe arbeitete gestern mit der Tischlerei Hand in Hand.

Acht Monate nach Beginn der Fassadenüberholung des Baudenkmals (die WN berichteten) ist der Turm seit gestern das Gerüst los.

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