Problematik auf dem Kompostierwerk
Plastik gehört nicht in die Biotonne

Warendorf -

Die Problematik der im Handel erhältlichen kompostierbaren Plastiktüten ist bei der Stadt Warendorf schon länger bekannt. Deshalb hat die Stadt die kommunale Satzung für die Abfallenentsorgung im vergangenen Jahr geändert: „Zur Sicherung der Kompostqualität und aus verarbeitungstechnischen Gründen dürfen zur Getrennthaltung von Bioabfällen keine Kunststofftüten oder kunststoffähnlichen Abfallsäcke verwendet werden, auch dann nicht, wenn für diese der Nachweis der biologischen Abbaubarkeit erbracht wird.“

Montag, 30.07.2018, 15:14 Uhr

Zur Sicherung der Kompostqualität und aus verarbeitungstechnischen Gründen dürfen zur Getrennthaltung von Bioabfällen keine Kunststofftüten oder kunststoffähnlichen Abfallsäcke verwendet werden, auch dann nicht, wenn für diese der Nachweis der biologischen Abbaubarkeit erbracht wird. Anstatt der biologisch abbaubaren Tüten rät die Stadt Warendorf zu Papierbiotüten, Küchenkrepp oder Zeitungspapier.
Zur Sicherung der Kompostqualität und aus verarbeitungstechnischen Gründen dürfen zur Getrennthaltung von Bioabfällen keine Kunststofftüten oder kunststoffähnlichen Abfallsäcke verwendet werden, auch dann nicht, wenn für diese der Nachweis der biologischen Abbaubarkeit erbracht wird. Anstatt der biologisch abbaubaren Tüten rät die Stadt Warendorf zu Papierbiotüten, Küchenkrepp oder Zeitungspapier. Foto: Sebastian Philipp

Auf Probleme bei der Verwendung von kompostierbaren Plastiktüten für den Biomüll weist die Stadt Warendorf hin. Im Kompostwerk des Kreises Warendorf in Ennigerloh führen diese Tüten, wie auch jede herkömmliche Tüte aus Plastik, zu großen Problemen. Grundsätzlich sind die speziellen Beutel zwar biologisch abbaubar, brauchen dafür aber viel länger als die Zeitspanne, in der die moderne Technik den Kompost herstellt. Im Ennigerloher Kompostwerk verrotten die Tüten nicht komplett. Die Folge: Sie verunreinigen den fertigen Kompost.

Bei der Vorsortierung des Bioabfalls werden die biologisch abbaubaren Tüten genauso wie normale Plastikbeutel aussortiert. Da sie dieselben Eigenschaften wie normale Mülltüten aufweisen, ist eine Trennung technisch nicht möglich. Die biologisch abbaubaren Tüten landen gemeinsam mit normalen Plastikbeuteln und anderen Störstoffen im aussortierten Restmüll, der vom Kompostwerk nicht verarbeitet werden kann und teuer entsorgt werden muss. Der eigentlich wertvolle Inhalt geht gänzlich verloren.

Die Bürger werden um Berücksichtigung dieser Vorschrift gebeten. Anstatt der biologisch abbaubaren Tüten sollte neben Papierbiotüten in geringen Mengen Küchenkrepp oder Zeitungspapier verwendet werden.

Auch kleine Plastikteile können nicht aus dem Biomüll aussortiert werden, zum Beispiel Stäbchen von Q-Tipps oder Strohhalme. Sie verbleiben im Prozess und werden im Kompostwerk zusammen mit dem Biomüll immer weiter zerkleinert. Später verunreinigen sie den Kompost und landen auf den Feldern, werden dort von Kleinstlebewesen mitgefressen und können in der Nahrungskette landen. Darum: Kein Plastik in die Biotonne.

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