Großer Zapfenstreich und Kommersabend der Bürgerschützen
Halleluja, war das ein Auftritt

Warendorf -

War das ein Fest, Halleluja! Schützenkaiser Gerhard Leve textete den Rio Reiser-Klassiker „König von Deutschland“ wurde kurzerhand in „Kaiser von Warendorf“ um. Pfarrer Peter Lenfers legte sich Engelsflügel um und lief zum Brings-Hit „Halleluja“ zur Hochform auf. Ja, dann ist wieder einmal Kommersabend der Bürgerschützen.

Montag, 20.08.2018, 17:40 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 20.08.2018, 12:54 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 20.08.2018, 17:40 Uhr
In Warendorfs guter Stube zelebrierten die Schützen den Großen Zapfenstreich. Gerhard Leve besang sein Leben als „Kaiser von Warendorf“ (kl.Bild).
In Warendorfs guter Stube zelebrierten die Schützen den Großen Zapfenstreich. Gerhard Leve besang sein Leben als „Kaiser von Warendorf“ (kl.Bild). Foto: Christopher Irmler

Das war schon ein imposantes Bild, das sich den vielen Zuschauern am Sonntag mit Einbruch der Dunkelheit in Warendorfs guter Stube präsentierte: Fackellichter anlässlich des großen Zapfenstreichs der Bürgerschützen. Ein gut aufgelegter Kaiser Gerhard Leve , der sich glücklich schätzen durfte, dass die Aktiven des Bürgerschützenvereins erst zum siebten Mal zu Ehren eines Kaisers antraten. Nach 1968 hatten die Bürgerschützen wieder einen Kaiser. Dem feierlichen Großen Zapfenstreich folgte der Kommersabend im Festzelt. Traditionell darf die regierende Majestät einige persönliche Musikwünsche im Rahmen der feierlichen Serenade äußern. Kaiser Leve hatte sich für den lauen Sommerabend Frank Sinatras „My Way“ und den ABBA-Hit „Thank you for the music“ gewünscht.

Bürgermeister Axel Linke war froh, die Bürgerschützen nach baubedingter einjähriger Unterbrechung wieder in „Warendorfs guter Stube“ zum Großen Zapfenstreich zu begrüßen. „Dieses Wochenende ist etwas ganz Besonderes für Warendorf“, so Linke. Dies gelte sowohl aus geistlicher als auch weltlicher Sicht. „Der Zapfenstreich ist einer der großen Höhepunkte.“ Nach dem offiziellen Zeremoniell auf dem Markt setzte sich der imposante Schützentross gen Festplatz in Bewegung. Hier folgte ein weiterer Festakt: das Festkommers.

Moderator Markus Wiedeler freute sich über ein sehr gut gefülltes Zelt. Neben dem Feuerwehrmusikzug Emsdetten, der im Verlauf des Abends für eine grandiose Atmosphäre sorgte, waren es einige aktive Formationen des Bürgerschützenvereins, die zum Ausklang des Schützenfestsonntags noch einmal zur Höchstform aufliefen.

Den Anfang machte die Damengarde, die tänzerisch durch „Traumwelten“ wirbelte. Für Furore sorgte die Throngesellschaft des amtierenden Kaisers Gerhard und seiner Königin und Herzdame Ute Leve. „Und auf einmal war ich Kaiser“, läutete Leve seinen Auftritt ein. In einem äußerst humorvollen Einspielfilm erfuhren die Festgäste zunächst, wie und wo genau seine Majestät die Mitglieder seines Throns zusammentrommelte. Und auch musikalisch hatte sich der Hotelier bestens vorbereitet. Aus dem Rio Reiser-Klassiker „König von Deutschland“ wurde kurzerhand „Kaiser von Warendorf.“ Tatkräftige Unterstützung erhielt Leve hierbei von seiner Throngesellschaft.

Pfarrer Peter Lenfers wurde zum Engel. Er lief zum Brings-Hit „Halleluja“ mit Engelsflügeln zur Hochform auf. Das Publikum stand Kopf. Mit dem ABBA-Hit „Thank you for the music“ verabschiedete sich Leve von der großen Bühne.

Zu guter Letzt präsentierte die Ehrengarde ihrem Publikum eine typische Generalversammlung – und forderte dabei einige Vertreter anderer Formationen zum Aufnahmetest heraus. Doch das Ende des offiziellen Programms bedeutete keineswegs das Ende der Feierlichkeiten.

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