Entscheidung über Aufzug
Rathauslift: Zeit für Antrag

Warendorf -

Monatelang hatte Hausforscher Laurenz Sandmann sich die Decke des Rathaussaals genau angeschaut und ein Gutachten erstellt. Jetzt muss der Landschaftsverband prüfen, ob dort ein Aufzug eingebaut werden darf.

Dienstag, 28.08.2018, 07:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 28.08.2018, 07:00 Uhr
Kaum mehr zu sehen sind die Stellen in der Decke des Ratssaals, an denen die abgehängten Verkleidungen für die Untersuchungen entfernt worden waren.
Kaum mehr zu sehen sind die Stellen in der Decke des Ratssaals, an denen die abgehängten Verkleidungen für die Untersuchungen entfernt worden waren. Foto: Jörg Pastoor

Die denkmalpflegerischen Voruntersuchungen im Historischen Rathaus sind abgeschlossen, der Sitzungssaal ist wieder so groß wie vorher. Deswegen konnte die seit Juni eingezogene Zwischenwand jetzt verschwinden. Was das für den seit Jahren geplanten Einbau eines Fahrstuhls bedeutet, ist aber noch nicht klar.

Bekanntlich hatte die Stadt gut eine Viertelmillion Euro für den Bau des Lifts eingeplant, der das Gebäude nach 614 Jahren barrierefrei machen soll. Bevor der Antrag auf Zuschüsse gestellt werden konnte, musste aber Hausforscher Laurenz Sandmann zunächst genau hinsehen: Der Landschaftsverband Westfalen Lippe hatte der Stadt eine baugeschichtliche Untersuchung auferlegt.

Gutachten jetzt beim Landschaftsverband

Damit Sandmann das mit der nötigen Ruhe bewerkstelligen konnte, war wie berichtet zwischen der üblichen Eingangstür zum Ratssaal und den nur bei großem Platzbedarf geöffneten Flügeltüren eine provisorische Wand zum Saal gezogen worden. Teile der angehängten Decke im abgetrennten Bereich wurden danach entfernt, um genauer hinsehen zu können – und zwar nicht nur für die Dokumentation der alten Bausubstanz, sondern auch zur Klärung der Frage, ob der Einbau des Fahrtstuhls statisch wie unter Denkmalgesichtspunkten überhaupt infrage kommt.

Jetzt stellen wir den Antrag auf denkmalrechtliche Erlaubnis.

Stadtsprecherin Lena Laukötter

Das muss jetzt der LWL entscheiden. „Wir haben die baugeschichtliche Dokumentation am Wochenende erhalten und leiten sie jetzt weiter an den LWL“, sagte Stadtsprecherin Lena Laukötter Montag auf Anfrage der WN-Redaktion. Erst dann könne der Landschaftsverband über die nächste Post aus Warendorf entscheiden. „Jetzt stellen wir den Antrag auf denkmalrechtliche Erlaubnis zum Bau den Fahrstuhls.“

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