Freckenhorster Kinder- und Jugendchor bei Steinmeier
Ein Herz für den Bundespräsidenten

Freckenhorst / Berlin -

Wenig Hoffnung wurde den Kids des Kinder- und Jugendchores gemacht, den Bundespräsidenten selbst auf ein gemeinsames Foto mit dem Chor zu bekommen. Stets eng abgeschirmt durch Security und umringt von vielen Fotografen, schien das auch fast unmöglich. Geschickt nutzte man jedoch eine Gelegenheit, stellte sich dem Tross quasi in den Weg und stimmte die Eurovisions-Hymne an.

Dienstag, 11.09.2018, 10:20 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 10.09.2018, 15:06 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 11.09.2018, 10:20 Uhr
Freckenhorster Kinder- und Jugendchor bei Steinmeier: Ein Herz für den Bundespräsidenten
Foto: Kinder- und Jugendchor

Eine beeindruckende Zeit verbrachte der Konzertchor des Freckenhorster Kinder- und Jugendchores am Wochenende in Berlin. Den Kindern und Jugendlichen im Alter von elf bis 18 Jahren hatten wei berichtet auf dem Bürgerfest des Bundespräsidenten, dem „Tag des offenen Schlosses“ im Park von Schloss Bellevue, auftreten dürfen. Damit würdigt der Bundespräsident bürgerschaftliches Engagement.

Der Kinder- und Jugendchor stand neben weiteren Musikern, wie der Funk-Band „FATCAT“, der sächsischen Bläserphilharmonie und auch den Wegbereitern des deutschen A-cappella- Pop, den „Prinzen“, auf dem Programm. Nach dem Abschied durch Bürgermeister Axel Linke am Freitag wurde die 35-köpfige Gruppe in Berlin von Inge Seelige erwartet, die mit ihrem Mann eigens aus Warendorf anreiste, um den Chor beim Bürgerfest zu begleiten. Sie hatte aus Anlass des 50-jährigen Bestehens 2017 in Berlin angefragt, ob der Chor beim Bürgerfest auftreten könnte. Dieses Jahr kam dann Einladung der Agentur, die das Bürgerfest organisiert.

Nachmittags brachte eine Führung die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten näher. Das Brandenburger Tor und den Reichstag zu sehen, war für die Kinder und Jugendlichen, von denen einige zum ersten Mal in der Bundeshauptstadt waren, sehr beeindruckend. Die Schilderungen, wie es war, als Berlin noch durch die Mauer geteilt war, machten viele nachdenklich.

Früh aufstehen hieß es am Samstag, denn bereits um 9 Uhr sollte der Sound-Check auf der Bühne am Schloss Bellevue stattfinden. Es war schon ein besonderes Gefühl, als „Künstler“ ausgewiesen das Gelände zu betreten und die Künstlergarderobe im Bundespräsidialamt zu beziehen.

Beeindruckend auch das riesige Gelände, das mit Bühnen, Pavillons, Essbereichen und Präsentationsständen bestückt war. Viel Zeit, sich zu orientieren, blieb nicht, denn der Tontechniker bat die Sängerinnen und Sänger mit Chorleiterin Dorothee Prinz und Pianistin Birgit Kreutz auf die Bühne, um die Mikrofone und die Technik auf den Chor auszurichten.

Der halbstündige Auftritt in der Mittagszeit verging wie im Flug. Im anschließenden Interview auf der Bühne konnte die Vorsitzende des Chores, Karen Dudey, Chor, dessen Arbeit und seine Heimatstadt vorstellen. Wenig Hoffnung wurde den Kids gemacht, den Bundespräsidenten selbst auf ein Foto mit dem Chor zu bekommen. Stets eng abgeschirmt durch Personenschützer und umringt von vielen Fotografen, schien das auch fast unmöglich. Geschickt nutzte man jedoch eine Gelegenheit, stellte sich dem Tross quasi in den Weg und stimmte die Eurovisions-Hymne an. Das zog die Aufmerksamkeit von Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender auf sich, die sich für das Ständchen bedankten. Überreicht wurde dem Paar ein aus Freckenhorst mitgebrachtes Lebkuchenherz mit dem Namen und Logo des Chores. Das gemeinsame Foto wurde schnell gemacht, bevor das Protokoll zum Weitergehen drängte.

Ein weiteres Highlight war die Live-Schalte zur ISS, die Frank-Walter Steinmeier dazu nutzte, dem deutschen Astronauten in der ISS, Alexander Gerst, einige Fragen zu stellen. Die Schilderungen von Gerst über die Zerbrechlichkeit unseres Planeten und die Tatsache, dass man aus dem Weltraum das Abschmelzen der Pole, den Rückgang der Gletscher und der Urwaldgebiete, aber auch Kriege auf der Erde sehen kann, machten alle sehr nachdenklich.

Vielen Kindern nicht unbedingt bekannt, aber doch ein Höhepunkt zum Abschluss des Tages, war dann der Auftritt der „Prinzen“ auf der großen Parkbühne. Auf Vermittlung des Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker hatte der Chor dann nach Abschluss des Bürgerfestes noch Gelegenheit, Berlin bei wunderschöner Abenddämmerung von der Reichstagskuppel aus zu sehen.

Als dann die Gruppe hoch oben in der Kuppel die besondere Akustik nutzte und spontan ein einfaches Abendlied anstimmte, wurde es ganz still, die Besucher lauschten fasziniert den Kinderstimmen und spendeten dankbar Applaus.

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