CDU fordert vom Bürgermeister keine Blockade mehr in Bauverwaltung
Ton gegenüber Linke wird fordernder

Warendorf -

CDU-Fraktionschef Ralph Perlewitz begrüßte zwar die Aufweitung des Stellenplans noch in diesem Jahr. Notwendig, so Perlewitz im Hauptausschuss am Montagabend, sei jedoch auch eine strukturelle Umstellung in der Bauverwaltung. Da müsse dringend etwas getan werden, damit sich die Mitarbeiter nicht gegenseitig blockieren, sagte der CDU-Fraktionschef wörtlich. Und in Richtung des Bürgermeisters, der von CDU und FDP bei der Bürgermeisterwahl vor drei Jahren unterstützt wurde, sagte Perlewitz: „Das erwarten wir!“

Dienstag, 11.09.2018, 14:26 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 11.09.2018, 14:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 11.09.2018, 14:26 Uhr
Die Personalnot im städtischen Bauamt soll durch zwei Neueinstellungen zum Jahreswechsel gestoppt werden.
Die Personalnot im städtischen Bauamt soll durch zwei Neueinstellungen zum Jahreswechsel gestoppt werden. Foto: Joachim Edler

Der Ton der CDU-Fraktion gegenüber Bürgermeister Axel Linke wird fordernder. Zum wiederholten Mal forderte CDU-Fraktionschef Ralph Perlewitz in der Sitzung des Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschusses am Montagabend von Linke, dass es mit der Einstellung von zwei neuen Prüfingenieuren in der Bauverwaltung allein nicht getan sei. Er begrüße zwar die Aufweitung des Stellenplans noch in diesem Jahr. Notwendig, so Perlewitz, sei jedoch auch eine „strukturelle Umstellung“. Da müsse dringend etwas getan werden, damit sich die Mitarbeiter nicht gegenseitig blockieren, sagte der CDU-Fraktionschef wörtlich. Und in Richtung des Bürgermeisters, der von CDU und FDP bei der Bürgermeisterwahl vor drei Jahren unterstützt wurde, sagte Perlewitz: „Das erwarten wir!“

Linke wunderte sich: „Dass sich Mitarbeiter gegenseitig blockieren, kann ich nicht erkennen. Für Hinweise wäre ich dankbar.“

Wie berichtet, kann die Stadt Warendorf keine Baugenehmigungen mehr bearbeiten, weil sie keine Mitarbeiter mehr hat, die diese prüfen könnten. Mehrere Prüfingenieure hatten die Verwaltung verlassen. Der Kreis hat vorübergehend die Bauaufsicht übernommen. Der Bürgermeister musste sich viele unbequeme Fragen seitens der Fraktionen gefallen lassen, die auch aufs Arbeitsklima in der Bauverwaltung zielten: „Wenn so viel Personal auf einen Schlag geht, dann stimmt etwas nicht, muss man sich fragen, ob die Führung versagt hat.“ Als Verwaltungsspitze sei es Linkes Aufgabe, sich um seine Mitarbeiter zu kümmern und Ursachen zu erforschen, warum sie die Verwaltung verlassen.

Man sei inzwischen auf einem „guten Weg“, betonte Linke am Montagabend, bereits zum Jahreswechsel zwei neue Kräfte gewinnen zu können. Die Stadt hatte zwei Stellen im Sachgebiet Bauordnung und Stadtplanung ausgeschrieben und vielversprechende Bewerbungen erhalten. Zum einen geht es um die Teamleitung und zum anderen um eine Sacharbeiterstelle.

Mit der Einstellung zweier neuer Mitarbeiter, so Linke, sei der Stellenbedarf jedoch noch nicht gedeckt. Und der Bürgermeister verwies auf einen Bericht des Rechnungsprüfungsamtes, wonach der derzeitige Personalbestand für Baugenehmigungen „in keiner Weise ausreichend ist, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.“

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