Video - Raugerinne ist schon fast fertig
Renaturierung eines Teilstücks der Bever bei Vinnenberg

Vinnenberg -

Wer in diesen Tagen nach Vinnenberg kommt, wird sich verdutzt die Augen reiben angesichts der Berge von Steinen, die hier mit schwerem Gerät bereits bewegt worden sind.

Donnerstag, 13.09.2018, 16:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.09.2018, 23:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 13.09.2018, 16:00 Uhr
Weit fortgeschritten ist die Renaturierung eines Teilstücks der Bever bei Vinnenberg.
Weit fortgeschritten ist die Renaturierung eines Teilstücks der Bever bei Vinnenberg. Foto: Cengiz Sentürk

 „Wir haben sehr viel Glück mit dem Wetter gehabt“, stellt Moritz Hillebrand, Fachberater der Wasser- und Bodenverbände im Kreis Warendorf fest, während er Bauleiter Tobias Pries und dessen Team bei der Arbeit beobachtet. Das 1,5 Hektar große Areal, ursprünglich eine Wiese unweit des Klosters Vinnenberg, wird zurzeit quasi auf links gedreht, um sich sukzessive in eine naturnahe Gewässeraue zu verwandeln.

Beim symbolischen ersten Spatenstich zur Renaturierungsmaßnahme an der Bever bei Vinnenberg hatte er in der letzten Augustwoche noch prognostiziert, dass es fünf bis sechs Wochen dauern werde, ehe man Ergebnisse sehen könne.

Doch wer in diesen Tagen nach Vinnenberg kommt, wird sich verdutzt die Augen reiben angesichts der Berge von Steinen, die hier mit schwerem Gerät bereits bewegt worden sind. „Wir haben sehr viel Glück mit dem Wetter gehabt“, stellt Moritz Hillebrand, Fachberater der Wasser- und Bodenverbände im Kreis Warendorf fest, während er Bauleiter Tobias Pries und dessen Team bei der Arbeit beobachtet.

Gewässerrenaturierung an der Bever

Das 1,5 Hektar große Areal, ursprünglich eine Wiese unweit des Klosters Vinnenberg, wird zurzeit quasi auf links gedreht, um sich sukzessive in eine naturnahe Gewässeraue zu verwandeln. Die trockene Witterung habe man für die umfangreichen Bodenbewegungen und Materiallieferungen genutzt, erzählt Hillebrand. „Mit dem Baufortschritt bin ich sehr zufrieden“, sagt er und ist in diesem Zusammenhang voll des Lobes über die hervorragende Zusammenarbeit mit der Firma Pries und mit Marco Pfeil, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wasser- und Bodenverbände.

Ungefähr drei Viertel des so genannten Raugerinnes seien bereits fertiggestellt. Voraussichtlich in zwei Wochen, so Hillebrand, würden die Durchstiche für den Einlauf in die Bever und den Zulauf in das neue Gerinne in Angriff genommen. Danach werde das Gerinne, das mit Totholz, darunter ganze Baumstämme, „möbliert“ wird, erstmalig mit Wasser bespeist, „damit wir nachjustieren und überprüfen können, ob die Fließtiefen- und die Fließgeschwindigkeiten, die sehr wichtig sind für die Organismen, für die wir die Durchgängigkeit herstellen – für Fische und kleinere Lebewesen im Gewässer – eingehalten werden.“

Wenn die große Aufgabe der Durchgängigkeit sichergestellt sei, erfolgten im weiteren Verlauf noch weitere Arbeiten zur Entwicklung der Aue. Seitlich des Gerinnes werde es weitere Bodenbewegungen geben, ehe die Maßnahme im Herbst mit der Bepflanzung abgerundet werde. Im Zuge einer Initialpflanzung würden vor allem Schwarzerlen, Weiden und Eschen gepflanzt.

Impressionen: Teilstück der Bever bei Vinnenberg

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