Übung unter realistischen Bedingungen
Beste Praxis für den Ernstfall

Warendorf -

Die Annahme: In der neuen Halle der Aktion Kleiner Prinz brennt es. Es gilt, durch den Rauch zu kommen und Verletzte zu retten. Solche Szenarien sind für die Freiwillige Feuerwehr wichtig.

Sonntag, 16.09.2018, 19:04 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 12:52 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 16.09.2018, 19:04 Uhr
Alles nur Übung: Die Feuerwehr probte am Samstagnachmittag an der neuen Halle der Aktion Kleiner Prinz den Ernstfall. Spezielle Masken auf den Atemschutzgeräten simulierten die Sicherverhältnisse eines durch Feuer verrauchten Gebäudes. Kater Anton (r.) beäugte das Geschehen lieber aus sicherer Entfernung.Gerettet: Schnell waren die vermissten Personen, hier in Formeiner schweren Puppe, gefunden und aus dem Gefahrenbereich gebracht worden.
Alles nur Übung: Die Feuerwehr probte am Samstagnachmittag an der neuen Halle der Aktion Kleiner Prinz den Ernstfall. Spezielle Masken auf den Atemschutzgeräten simulierten die Sicherverhältnisse eines durch Feuer verrauchten Gebäudes. Kater Anton (r.) beäugte das Geschehen lieber aus sicherer Entfernung.Gerettet: Schnell waren die vermissten Personen, hier in Formeiner schweren Puppe, gefunden und aus dem Gefahrenbereich gebracht worden. Foto: Andreas Engbert

Ein Knall und ein Feuer in einer Lagerhalle – eigentlich eine typische Übungssituation für die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr. Eigentlich, denn beim Übungsobjekt, das die Warendorfer Löschzüge sich am Samstag im Rahmen eines Übungsdienstes vornahmen, handelte es sich um die erst vor wenigen Monaten bezogene Sortier- und Lagerhalle der Aktion Kleiner Prinz. „Hier sind ja öfter viele Menschen, erst am Donnerstag waren noch 24 Ehrenamtliche mit dem Sortieren der Spenden beschäftigt“, berichtet der zweite Vorsitzende Claus Chmiel über das, was die neue großen Halle am Hartsteinwerk regelmäßig mit Leben füllt.

Am Samstag nun wurde ein Feuer in der Halle simuliert und zwei Menschen galten als vermisst.

Doch bevor es mit der Übung losgehen konnte, hatten die Mitglieder der Wehr zunächst einen echten Einsatz auf ihre Melder bekommen. Auf dem Lohwall galt es, die Landung eines Rettungshubschraubers nach einem medizinischen Notfall in der Innenstadt zu unterstützen. Und da echte Einsätze natürlich vorgehen, startete die Übung etwas später als geplant.

Als die Einsatzkräfte an der AKP-Halle ankamen, wurden sie von Vorstandsmitglied Michael Quinckhardt, der die Übung gemeinsam mit Manuel Sommer aus der Warendorfer Feuerwehr vorbereitet hat, in Empfang genommen und in die Örtlichkeiten und die Übungssituation eingewiesen. „Wir profitieren im Einsatz immer, wenn wir die Objekte schon kennen“, begrüßte Manuel Sommer am Rande der Übung, dass die Einsatzkräfte die neue Halle für den Ernstfall schon einmal kennen lernen. Ein beruhigendes Gefühl auch für die Verantwortlichen der Hilfsorganisation: „Das ist eine Win-Win-Situation.“

Feuerwehrübung bei der Aktion Kleiner Prinz

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  • Kräfte üben den Ernstfall Foto: Andreas Engbert
  • Kräfte üben den Ernstfall Foto: Andreas Engbert
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  • Kräfte üben den Ernstfall Foto: Andreas Engbert
  • Kräfte üben den Ernstfall Foto: Andreas Engbert

Lediglich Kater Anton, der in der Halle ein Zuhause gefunden hat, beäugte das Treiben der Einsatzkräfte in ihrer Schutzkleidung lieber aus der Entfernung. Trubel gewöhnt, ließ er sich dann aber doch vom einen oder anderen Feuerwehrmann streicheln.

Mit vier Trupps gingen die Einsatzkräfte unter Atemschutz in die Halle, um sie systematisch nach den angenommenen Verletzten abzusuchen. Die Verrauchung wurde durch spezielle Vorsätze für die Atemschutzmasken simuliert – der sonst eingesetzte Diskonebel hätte die Entrauchungsanlage ausgelöst. Draußen brachten die Einsatzkräfte die Drehleiter in Stellung, um das Dach von oben zu kühlen und sorgten mittels Schlauchleitung für die Wasserversorgung aus dem nahegelegenen Hydranten. Schnell wurden die vermissten Personen gefunden und aus der Gefahrenzone befreit, sodass Einsatzleiter Martin Stählker zufrieden mit dem Einsatzverlauf das Ende der Übung verkündete. Interessiert verfolgten einige Mitglieder der Ehrenabteilung die Übung.

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