Erste Hengstparade im Landgestüt
Von „Topmodels“ und Spezialisten

Warendorf -

Bestes Wetter, entsprechend gut aufgelegte Gäste – und zwar knapp 4000 - und beeindruckende Bilder: Die Hengstparaden 2018 sind eingeläutet.

Sonntag, 16.09.2018, 19:04 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 19:04 Uhr
Der Sand spritzte, als die zwei Quadrigen in den Farben NRWs und Deutschlands über den Reitplatz preschten. Schon die Kleinsten schnupperten in den Stallungen erste Pferdeluft, sodass es auch in Zukunft wohl nicht an Nachwuchs mangeln wird.Die „Postillion“ genannten Reiter der französischen Postanspannung waren das mit Abstand längste Gespann der Vorführung am Sonntag.
Der Sand spritzte, als die zwei Quadrigen in den Farben NRWs und Deutschlands über den Reitplatz preschten. Schon die Kleinsten schnupperten in den Stallungen erste Pferdeluft, sodass es auch in Zukunft wohl nicht an Nachwuchs mangeln wird.Die „Postillion“ genannten Reiter der französischen Postanspannung waren das mit Abstand längste Gespann der Vorführung am Sonntag. Foto: Niels-Peter Wissmann

Strahlender Sonnenschein und ein laues Lüftchen begrüßten am gestrigen Sonntag die knapp 4000 Besucher, die zur Premiere der Hengstparaden das Warendorfer Landgestüt besuchten. Über 60 Reiter und rund 90 beteiligte Pferde zeigten in teils kunstvollen Schaubildern die Früchte der Ausbildung der ansässigen Reitschule.

Die ursprünglich als Zuchtpferdvorstellung konzipierte Hengstparade legt ihren Fokus mittlerweile zwar mehr auf das Reiten von Schaubildern, doch mit preisgekrönten Vererbern wie „Pascavello“ oder „Arpeggio“ kamen auch angereiste Züchter auf ihre Kosten.

Mit Carsten Sostmeier führte ein Routinier des Pferdesports, bekannt aus Funk und Fernsehen, durch das abwechslungsreiche Programm. Bei den Dressurnummern beeindruckten die Gäste besonders die „Warendorfer Spezialisten“, die spezielle Lektionen, wie den „Spanischen Schritt“ oder diverse Sprünge und Kapriolen zur Schau stellten. Ein gänzlich anderes Aufgabengebiet haben die von Sostmeier liebevoll „Topmodels“ genannten Rheinisch-Westfälischen Kaltblüter, eine heutzutage nur noch seltene Arbeitspferd-Rasse, die sogar unter Artenschutz steht. Das Landgestüt Warendorf ist heute die einzige Zuchtstätte dieser arbeitswilligen Zugpferde.

Den Abschluss der Parade bildete wie schon seit über 90 Jahren die große Dressurquadrille, die mit 17 Pferden die größte aller Schaubilder war. Beobachtet und beklatscht wurden diese dabei unter Anderem von Dr. Heinrich Bottermann, Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium NRW, der auch Peter Fiedler für 40-jährige Betriebszugehörigkeit zum Gestüt ehrte, sowie Andreas Bothe, Staatssekretär im Landesfamilienministerium. Als Vertreter der Stadtverwaltung war die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser zu Gast. Für Kurzentschlossene gibt es gute Nachrichten. Die für die nächsten Hengstparaden an den beiden kommenden Wochenenden sind noch Tickets erhältlich.(Ausführlicher Bericht folgt).

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