Unterhaltungsarbeiten am Regenrückhaltebecken
Der Schlamm muss einfach raus

wARENDORF -

Der Abwasserbetrieb Warendorf beginnt kommende Woche mit den Unterhaltungsarbeiten zur Entschlammung des „Regenrückhaltebeckens Boltenhang“, das das Regenwasser aus dem Baugebiet Feidiek II aufnimmt. Am 28. Juni hatte der Abwasserbetrieb die unmittelbaren Anlieger des Beckens in das Freckenhorster Bürgerhaus eingeladen, wo sie über die bevorstehende Unterhaltungsmaßnahme informiert wurden.

Donnerstag, 20.09.2018, 16:18 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 20.09.2018, 16:18 Uhr
Der Lehm am Bolzplatz (hinten im Bild) kommt auf die Sohle des Regenrückhaltebeckens am Boltenhang.
Der Lehm am Bolzplatz (hinten im Bild) kommt auf die Sohle des Regenrückhaltebeckens am Boltenhang. Foto: Jörg Pastoor

Hierbei wies Betriebsleiter Ralf Bücker darauf hin, dass es sich um eine abwassertechnische Anlage und nicht um ein Biotop oder eine Naherholungsanlage handelt, auch wenn Lage und Aussehen des Beckens das vermuten ließen.

Bei der bevorstehenden Entschlammung handelt es sich um übliche Unterhaltungsarbeiten, wie sie an allen Regenrückhaltebecken durchgeführt werden. Mit dem Regenwasser fließt dem Becken auch sogenanntes Sediment zu, das sind Abschwemmungen von Straßen und befestigten Flächen der Privatgrundstücke wie Sand, Laub usw.

Das Sediment lagert sich am Boden des Rückhaltebeckens ab, schränkt das erforderliche Rückhaltevolumen ein und muss jetzt ausgebaggert werden. In der vergangenen Woche wurde der in diesem Jahr aufgewachsene Röhrichtbestand bereits in Teilbereichen des Beckens gemulcht. Parallel mit der Entschlammung wird die Sohle des Regenrückhaltebeckens angehoben und neu profiliert.

Die derzeit vorhandene wasserrechtliche Erlaubnis für das Regenrückhaltebecken läuft aus und muss vom Abwasserbetrieb bei der zuständigen Wasserbehörde neu beantragt werden. Die Entschlammungs- und Profilierungsarbeiten sind zur Erlangung der neuen wasserrechtlichen Erlaubnis nötig.

Der für die Anhebung und Profilierung der Beckensohle erforderliche Lehmboden wurde bereits im Frühjahr angefahren und lagert auf dem angrenzenden Bolzplatz. Der Boden stammt aus einer anderen Baumaßnahme und wurde auf Schadstofffreiheit untersucht. Nach Abschluss der Baumaßnahme ist der Lehmberg vom Bolzplatz verschwunden und der Platz wird wieder hergestellt.

Zur Vorbereitung der Arbeiten wurden Schlammproben entnommen und chemisch analysiert, sowie eine artenschutzrechtliche Kontrolle zum Schutz von dort lebenden Wildtieren durchgeführt. Die chemischen Analysen ergaben keine Belastungen durch gefährliche Stoffe. Zum Schutz der Amphibien und Vögel wurde die Maßnahme bewusst nach der Brut- und Setzzeit in den September verschoben.

Abwasserbetrieb und Baufirma sind bestrebt, die Belästigung der Anlieger durch Bagger und Transportfahrzeuge o gering wie möglich zu halten.

Als Ansprechpartner steht beim Abwasserbetrieb der Bauleiter des Abwasserbetriebs, Martin Schäper unter der Rufnummer ✆ 54 17 04 zur Verfügung.

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