Bürgermeister bringt Haushaltsentwurf ein
Millionengräber umschifft

Warendorf -

Das Investitionsvolumen bezifferte Bürgermeister Axel Linke für die nächsten drei Jahre auf 60 Millionen Euro. Die Kehrseite der Investitionsoffensive: die Verschuldung steigt. In Zahlen ausgedrückt: rund acht Millionen Euro mehr an Schulden. Die Gesamtverschuldung der Stadt steigt damit auf über 20 Millionen Euro. Bis zum Jahre 2027 könnte der Schuldenberg sogar auf 35 Millionen Euro anwachsen.

Freitag, 12.10.2018, 08:18 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.10.2018, 18:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 12.10.2018, 08:18 Uhr
Legte den Etatentwurf 2019 vor: Bürgermeister Axel Linke
Legte den Etatentwurf 2019 vor: Bürgermeister Axel Linke Foto: Edler

Die finanzielle Lage der Stadt ist gut. Ein wesentlicher Grund für die gute Ausgangslage, so Bürgermeister Axel Linke gestern in der Ratssitzung bei der Vorstellung des Haushaltsplanentwurfs 2019, sei neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch eine verantwortungsvolle Haushaltspolitik: „Man hat hier nie übertrieben, auch in guten Zeiten immer Maß gehalten, die Millionengräber umschifft. Unser Haushalt hat keine Folgelasten zu tragen, die aus kommunalpolitischen Fehlentscheidungen zwangsläufig erwachsen.“

Das Investitionsvolumen bezifferte Linke für die nächsten drei Jahre auf 60 Millionen Euro. Die Kehrseite der Investitionsoffensive: die Verschuldung steigt. In Zahlen ausgedrückt: rund acht Millionen Euro mehr an Schulden. Die Gesamtverschuldung der Stadt steigt damit auf 26,5 Millionen Euro in 2022. Bis zum Jahre 2027 könnte der Schuldenberg sogar auf 35 Millionen Euro anwachsen. Die guten finanziellen Rahmenbedingungen, unter anderem sprudelnde Gewerbesteuer (2018 neuer Rekordwert: 23,2 Millionen) und Einkommenssteuer (19,1 Millionen für 2019), stimmen den Bürgermeister jedoch optimistisch, alle geplanten Investitionen stemmen zu können. Ohne Kredite geht das nicht. „Als Bürgermeister ist es meine Aufgabe, mit den finanziellen Mitteln dieser Stadt gewissenhaft umzugehen. Ich habe mein Amt auch insbesondere aus dem Grund angetreten, diese Stadt weiterzuentwickeln. Für die Zukunft dieser Stadt müssen wir Geld in die Hand nehmen.“ Die Neuverschuldung hat unter anderem mit drei Großprojekten zu tun: Baugebiet „In de Brinke“, dritter Bauabschnitt Stadtstraße Nord und Neubau der Rettungswache. Allein für die Erschließung „In de Brinke“ sind 13 Millionen Euro veranschlagt.  

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