Demonstration der B 64n-Gegner / SPD, Grüne und FWG beziehen klare Position
„Nicht in Stein gemeißelt“

Warendorf -

„Wo ist die CDU?“, fragte Paul Afhüppe, Sprecher der Anlieger (Interessengemeinschaft), deren Grundstücke durch den Bau der Umgehungsstraßen betroffen sind. Wer meine, der Bau der B64n sei in Stein gemeißelt, der irre gewaltig, betonte Afhüppe und fügte hinzu: „Es gibt noch kein Planfeststellungsverfahren.“ Er appellierte an die Bürger, die politische Entscheidung zu kippen. Die Mitglieder der Bürgerinitiativen, federführend IWS und BVW, diskutierten anschließend bei heißem Kaffee und frisch belegten Brötchen mit den Bürgern.

Samstag, 13.10.2018, 05:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 13.10.2018, 05:00 Uhr
Sprachen sich gegen eine B 64n aus (v.l.): Jessica Wessels (Grüne), Andrea Kleene-Erke (SPD), André Wenning (FWG), Wilhelm Thumel (IWS) und Paul Afhüppe (Betroffenen-Interessengemeinschaft).
Sprachen sich gegen eine B 64n aus (v.l.): Jessica Wessels (Grüne), Andrea Kleene-Erke (SPD), André Wenning (FWG), Wilhelm Thumel (IWS) und Paul Afhüppe (Betroffenen-Interessengemeinschaft). Foto: Joachim Edler

„Es ist fünf vor Zwölf“, sagte André Wenning, FWG-Fraktionschef im Warendorfer Stadtrat, auf der Demonstration der B64n-Gegner am Freitagmorgen und betonte, dass seine Fraktion den Bau der Umgehungsstraße kritisch sieht: „Wir wollen die Straße in dieser Dimension nicht.“ Und Wenning kritisierte, dass der Kontakt zur Planungsbehörde „Straßen. NRW“ immer dann gekappt würde, wenn man sich kritisch äußere.

Gleiches monierte SPD-Fraktionschefin Andrea Kleene-Erke: Ihre Fraktion habe mehrmals versucht – auch mit Hilfe des heimischen Bundestagsabgeordneten – einen Termin bei „Straßen.NRW“, der Behörde, die die Straße plant, zu bekommen – vergeblich. Auch die SPD lehnt eine Straße in dieser Dimension ab: „Nicht tragbar.“

„Seit über 30 Jahren, so lange wir im Stadtrat sind, sprechen wir uns gegen diese Umgehung aus“, bezog Jessica Wessels, Fraktionschefin der Grünen, gestern ebenfalls klare Position. Neben Flächenfraß (500 bis 600 Hektar Gesamttrasse) und Zerstörung der Natur, führte sie das Argument des aktuell diskutierten Mobilitätswandels (weg vom Auto, hin zum ÖPNV) ins Feld. Unter diesem Aspekt sei die Straßenplanung völlig überholt.

Um das Thema B 64n ging es auch am Mittwochabend bei einer nicht öffentlichen Versammlung der Warendorfer Landwirte. Zu Gast waren Vertreter von „Straßen.NRW“ sowie des NRW-Verkehrsministeriums. 170 Landwirte hätten teilgenommen, sagte Wilhelm Thumel, Sprecher der IWS. Viele Fragen seien unbeantwortet geblieben.

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