Altstadtfonds fördert Idee der Bürgerstiftung
Alte Obstsorten für die Altstadt

Warendorf -

Am Dienstag trafen sich die Ideengeber, Planer und Organisatoren rund um das Projekt „Obstbäume für die Innenstadt“ und nahmen bei einem ausgedehnten Stadtrundgang die möglichen Standorte für die Bäume unter die Lupe. Bau- und pflanztechnische Machbarkeiten wurden abgeklärt. Auch die passenden Sonneneinstrahlungen sowie die individuellen Anforderungen der Einzelstandorte wurden ins Visier genommen, damit noch bis zum Ende dieses Jahres das Projekt der Bürgerstiftung „Obstbäume für die Innenstadt“ im wahrsten Sinne des Wortes eingestielt werden kann.

Mittwoch, 17.10.2018, 04:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 17.10.2018, 04:00 Uhr
Georg Drees (Bürgerstiftung), Christel Johanterwage (NABU), Laurenz Sandmann (Altstadtfreunde), Helga Beckmann (Quartiersmanagement) sowie die Vertreter der Stadt Matthias Brinkmann und Hubert Schulze Althoff (v. l.) schauen sich die Bepflanzungsmöglichkeiten vor Ort an. .
Georg Drees (Bürgerstiftung), Christel Johanterwage (NABU), Laurenz Sandmann (Altstadtfreunde), Helga Beckmann (Quartiersmanagement) sowie die Vertreter der Stadt Matthias Brinkmann und Hubert Schulze Althoff (v. l.) schauen sich die Bepflanzungsmöglichkeiten vor Ort an. . Foto: Vornhusen

Wenn Bürgerstiftung, Altstadtfreunde, NABU und Stadt an einem Strang ziehen, dann kann etwas Gutes für Warendorf dabei herauskommen. In diesem Fall ist das so, denn Warendorf wird noch ein wenig grüner werden. Wie wäre es mit einigen alten Apfelsorten oder Birnen oder vielleicht einige Beerensträucher?

Mit der Idee, in der Warendorfer Innenstadt wieder an einigen Stellen mehr Obstbäume anzupflanzen und eine Pflege über Paten zu gewährleisten, erntete Georg Dress ( Bürgerstiftung) nicht nur Anerkennung von den Vertretern des Quartiers-Managements, sondern es reichte sogar für eine Förderung durch den in diesem Sommer erstmals ausgelobten Fördertopf aus dem Altstadtfonds. 2000 Euro sollen für diese Idee nun locker gemacht werden, und zwar noch in diesem Jahr – die Zeit drängt, die Idee in trockene Tücher zu bekommen.

Dabei ist das Projekt „Obstbäume für die Innenstadt“ quasi ein „Auswuchs“ des Bürgerstiftungsprojektes „Essbare Stadt“. Die Hochbeete am Emskolk (Kolkstiege) sind ein Beispiel dafür und wurden im vergangenen Sommer gebaut. Anfang September 2018 gab es bereits ein Erntefest. Seitdem ist das Projekt „Essbare Stadt“ immer weiter gereift: „Obstbäume für die Innenstadt“ hieß die nächste Idee. Mittlerweile sind auch NABU und die Altstadtfreunde mit im Boot bei dem Projekt „Essbare Stadt“. Ganz konkret wurde es nun am Montagnachmittag. Bei einem Besuch der möglichen Standorte, für die eine

Bepflanzung mit Obstbäumen in Betracht kommen könnte, wurden Vor- und Nachteile erörtert. Für einige Standorte hat Georg Drees von der Bürgerstiftung schon Projektpaten gefunden, die sich um das Wohl der Obstbäume in ihrer Nähe kümmern würden. Christel Johanterwage (NABU) und Laurenz Sandmann (Altstadtfreunde) ließen ihre Erfahrungen rund um die möglichen Baumarten und die gewählten Standorte mit einfließen. Auch die Vertreter der Stadt mit Hubert Schulze Althoff ( Sachgebiet Baubetriebshof) und Matthias Brinkmann (Team Grünpflege) gaben Tipps und praktische Erfahrungswerte mit auf den Weg, was die richtigen Standorte und Pflanzbedingungen betrifft.

Mögliche Standorte: der Schulhof der Laurentius-Grundschule (Klosterstraße), der Innenhof Alte Post (Oststraße), der Stadtgraben an der Christuskirche, die rückwertige Parkplatzseite am Theater am Wall sowie auch die Hochbeete am Emskolk, die Wiese hinter dem Alten Lehrerseminar und der Spielplatz Wandstraße wurden im Rahmen des Rundgangs genau unter die Lupe genommen.

„Wir sind jetzt noch in der Denkphase“, zieht Georg Drees Bilanz , „aber wir sind heute der konkreten Umsetzung auch schon einen großen Schritt näher gekommen.“ Einige Patenschaften stehen schon, weitere sind denkbar und auch weitere Standorte sind zukünftig angedacht.

Je nach Standort sollen Spalierobstbäume sowie Säulenobstbäume bevorzugt mit alten Obstsorten gepflanzt werden.

Am Standort Emskolk ist die Ergänzung durch Beeren-Sträucher angedacht. Auch ist eine Kübelbepflanzung an einzelnen Stelle vorgesehen, um Pflasterbeschädigungen zu vermeiden. Die Stadt wird an den ausgewählten Standorten die Pflanzstellen vorbereiten, die NABU-Vertreter kümmern sich um die Bestellung der Bäume und eventuell auch die Abholung. Mit dabei auch die Altstadtfreunde und das Stiftungsteam, das rund um das Projekt „Essbare Stadt“ gewachsen ist. Sogar Helga Beckmann von Quartiersmanagement kündigt an: „Ich würde auch gerne mithelfen beim Einpflanzen.“

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