Parkdruck im Ostviertel: Anlieger beschwert sich erneut im Rat
„Wann kommt das Parkraum-Konzept?“

Warendorf -

Baudirektor Peter Pesch, der selbst im Ostviertel wohnt, stimmte Andreas Rennemeier in Sachen Parkdruck zu und verwies auf ein Gutachten zum ruhenden Verkehr, das in Kürze vorgestellt werde. Fazit des Gutachtens, das nahm Pesch schon vorweg: Durch eine andere Bewirtschaftung des Parkraums, komme man zu besseren Ergebnissen, sprich genügend Stellplätzen. Das war im März. Sieben Monate später hakte Rennemeier in der Ratssitzung vor den Herbstferien nach: „Wie sieht es mit dem Parkraum-Konzept aus? Wo sollen die Stellplätze herkommen?“

Mittwoch, 17.10.2018, 16:44 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 17.10.2018, 16:44 Uhr
Morgens gibt es im Ostviertel noch die eine oder andere Parklücke. Abends und am Wochenende haben es die Anwohner allerdings sehr schwer, wohnortnah zu parken.
Morgens gibt es im Ostviertel noch die eine oder andere Parklücke. Abends und am Wochenende haben es die Anwohner allerdings sehr schwer, wohnortnah zu parken. Foto: Joachim Edler

Es war nicht das erste Mal, dass Andreas Rennemeier, seit 30 Jahren Anlieger der Oststraße, in der Bürgerfragestunde des Rates der Stadt Warendorf aufstand und mächtig auf den Putz haute. Was ihn jedes Mal wurmt: die unerträgliche Parksituation in der Altstadt. Seitdem der Klosterparkplatz bebaut sei, hätten Anlieger keine Chance mehr, einen Parkplatz zu finden. Das hatte der Anwohner bereits im März moniert und die Verwaltung aufgefordert, die Nachverdichtung in der Altstadt zu stoppen: „Meines Erachtens gibt es viel mehr Wohnungen als Parkplätze.“

Baudirektor Peter Pesch, der selbst im Ostviertel wohnt, stimmte Rennemeier in Sachen Parkdruck zu und verwies auf ein Gutachten zum ruhenden Verkehr, das in Kürze vorgestellt werde. Fazit des Gutachtens, das nahm Pesch schon vorweg: Durch eine andere Bewirtschaftung des Parkraums, komme man zu besseren Ergebnissen, sprich genügend Stellplätzen. Das war im März. Sieben Monate später hakte Rennemeier in der Ratssitzung vor den Herbstferien nach: „Wie sieht es mit dem Parkraum-Konzept aus? Wo sollen die Stellplätze herkommen?“

Wieder gab Baudirektor Peter Pesch die Antwort: „Das Konzept befindet sich in der Abstimmung.“ Rennemeier ließ nicht locker: „Was bedeutet das denn?“ Pesch antwortete: „Ich werde Ihnen hier und heute keinen Termin nennen. Das Konzept liegt vor und bedarf noch der Abstimmung.“ Rennemeier traute wohl im ersten Moment seinen Ohren kaum und antworte scherzhaft: „Dann komme ich in einem halben Jahr wieder.“

Nach Informationen unserer Zeitung soll das Gutachten zum ruhenden Verkehr noch in diesem Monat ein zweites Mal im Altstadtbeirat beraten und erst dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Wie berichtet, spricht der Gutachter von einer „sehr ungewöhnlichen Bewirtschaftung der öffentlichen Parkplätze: „Je zentrumsnäher die Stellplätze, desto günstiger die Gebühren.“ Während es für die Anwohner des Ostviertels sehr schwer ist, wohnortnah zu parken, gebe es auf dem Lohwall als große, dem Stadtkern sehr nahe liegende Platzreserve, noch Ausweichmöglichkeiten.

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