Wohngruppe an der Langen Wieske eröffnet
Erster Beatmungspatient ist eingezogen

Warendorf -

„Wir wollen die Möglichkeit schaffen, dem Leben Zuhause sehr nahe zu kommen“, beschreibt Pflegedienstleitung Anna Katharina Ewering die Idee der Wohngemeinschaft für Beatmungspatienten. Die Menschen sollten trotz ihrer Erkrankungen am normalen Leben teilhaben können. Die „Caero-Intensivpflege“ hat in Warendorf eine Wohngruppe für Beatmungspatienten eröffnet. Am Freitag konnten Interessierte einen Blick in die neugestalteten Räume an der Langen Wieske 3 (auf dem Gelände des Seniorenwohnens Eichenhof) werfen.

Freitag, 19.10.2018, 15:40 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 19.10.2018, 15:40 Uhr
Eröffneten am Freitag die Wohngruppe für Beatmungspatienten (v. l.): Dr. Albert Esselmann (pneumologische Praxis Waltert-Esselmann), Gunnar Sander (AP-Pflegedienste), Anna Katharina Ewering (Pflegedienstleitung), Michael Kampf (Geschäftsführer Caero-Intensivpflege), Alexander Benter (Investor und Bauherr, Alexander Benter Thomas Elmer GbR) und Theo Altefrohne (Architekt).
Eröffneten am Freitag die Wohngruppe für Beatmungspatienten (v. l.): Dr. Albert Esselmann (pneumologische Praxis Waltert-Esselmann), Gunnar Sander (AP-Pflegedienste), Anna Katharina Ewering (Pflegedienstleitung), Michael Kampf (Geschäftsführer Caero-Intensivpflege), Alexander Benter (Investor und Bauherr, Alexander Benter Thomas Elmer GbR) und Theo Altefrohne (Architekt). Foto: Joachim Edler

Die „Caero-Intensivpflege“ hat in Warendorf eine Wohngruppe für Beatmungspatienten eröffnet. Die Bewohner sollen, so weit möglich, am normalen Leben teilhaben. Am Freitag konnten Interessierte einen Blick in die neugestalteten Räume an der Langen Wieske 3 (auf dem Gelände des Seniorenwohnens Eichenhof) werfen. Vor dem Rundgang durch das Haus standen ein kurzer, ökumenischer Gottesdienst sowie Grußworte der stellvertretenden Bürgermeisterin Doris Kaiser .

Das Angebot der Wohngemeinschaft richtet sich sowohl an Personen, die ihren Alltag noch sehr selbstständig bestreiten können als auch an Wachkomapatienten. Es handelt sich dabei um eine ambulante Intensivpflege, daher sind rund um die Uhr Pfleger vor Ort, hieß es bei der Vorstellung. Die Fachpflege bietet eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung an mit – je nach Belegung – über 20 speziell geschulte Pflegekräfte (Vollzeit und Teilzeit). Dazu kommen so genannte Präsenzkräfte, die für hauswirtschaftliche Tätigkeiten oder Reinigung angestellt sind. Die Bewohner dürfen sich außerdem über einen Pflegeschlüssel freuen, der tagsüber eine Pflegekraft für zwei Bewohner vorsieht, nachts eine Pflegekraft für drei Bewohner.

„Wir wollen die Möglichkeit schaffen, dem Leben Zuhause sehr nahe zu kommen“, beschreibt Pflegedienstleitung Anna Katharina Ewering die Idee der WG. Die Menschen sollten trotz ihrer Erkrankungen am normalen Leben teilhaben können. Beispielsweise gibt es eine Gemeinschaftsküche mit angeschlossenem Essbereich, wo alle, wenn es ihnen gesundheitlich möglich ist, zusammen essen könnten. Es gibt keine festen Besuchszeiten, auch die Wohnung zu verlassen, sei kein Problem. „Wir sind kein Heim und keine Intensivstation. Die Alternative zu unserer Einrichtung ist oftmals nur das Krankenhaus, das jedoch einen anderen Auftrag zu erfüllen hat“, so die Pflegedienstleitung. Die Wohngruppe für Beatmungspatienten in dieser Form sei ein Alleinstellungsmerkmal im Kreis Warendorf. Denn die ärztliche Versorgung sei durch die benachbarte pneumologische Praxis Waltert-Essmann gesichert. Dr. Matthias Waltert und Michael Kamp sind Geschäftsführer der „Caero-Intensivpflege“.

Eine Beatmung kann aus unterschiedlichen Gründen notwendig sein: Unfall, neurologische und angeborene Erkrankungen oder das Alter mit seinen Begleiterscheinungen. Typische Krankheitsbilder der Patienten sind Hirnerkrankungen, oder Herz-/Kreislauferkrankungen wie ein Schlaganfall. Auch ein schwerer Unfall (Querschnittslähmung) kann es notwendig machen, dass Menschen künstlich beatmet werden müssen. Um den Patienten ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen, erhält jeder von ihnen ein eigenes, 21 Quadratmeter großes Zimmer mit eigenem Bad, Satelliten-, Internet- und Telefonanschluss, jeder darf eigene Möbel mitbringen.

Interessierte können sich nun melden. Die Kosten würden von Krankenkassen und Pflegekassen getragen. Ein Patient ist bereits eingezogen, ein weiterer kommt zum Ende des Monats.

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