Bäderkonzept: Diskussion über Standortfrage offen
„So weit wie vorher“

Warendorf -

Das nennt man denn wohl Déja-vu: Ähnlich entscheidungsfreudig wie seinerzeit in der Diskussion um die Schließung des Lehrschwimmbades zeigte sich am Mittwochabend die Politik, als es um das Bäderkonzept im Allgemeinen und den Standort eines Hallenbad-Erweiterungs- oder Neubaus im Besonderen ging. Nach halbstündiger Power-Point-Präsentation und sich anschließender eineinhalbstündiger Diskussion, Beratungspause inklusive, fiel die Entscheidung. Nämlich: Keine Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt.

Mittwoch, 31.10.2018, 20:46 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 31.10.2018, 20:46 Uhr
Willi Schöning (kleines Foto, r.) moderierte die Sitzung im Sparkassen-Forum. Baudirektor Peter Pesch stellte den Mitgliedern von UPV, Sportausschuss und der beiden Bezirksausschüsse denkbare Hallenbad-Standorte vor und auch den von der Verwaltung favorisierten Standort. Zu einem endgültigen Beschluss konnten sich die Kommunalpolitiker aber letztlich nicht durchringen.
Willi Schöning (kleines Foto, r.) moderierte die Sitzung im Sparkassen-Forum. Baudirektor Peter Pesch stellte den Mitgliedern von UPV, Sportausschuss und der beiden Bezirksausschüsse denkbare Hallenbad-Standorte vor und auch den von der Verwaltung favorisierten Standort. Zu einem endgültigen Beschluss konnten sich die Kommunalpolitiker aber letztlich nicht durchringen. Foto: Jörg Pastoor

Zuvor war die Beschlussempfehlung der Verwaltung von den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt, Planung und Verkehr (UPV), des Sportausschusses und der beiden Bezirksausschüsse (Freckenhorst-Hoetmar sowie Einen-Müssingen-Milte) auseinander genommen worden.

Diese hatten sich im Sparkassen-Forum – O-Ton Baudirektor Peter Pesch: „Große Themen erfordern große Räume“ – versammelt, wo Pesch und Stadtwerke-Geschäftsführer Urs Reitis Antworten auf die in zahlreichen Anträgen formulierten Fragen aus der Politik gaben.

Wie schon im Mai stellte Pesch eine Vielzahl tatsächlich oder theoretisch geeigneter Standorte für ein neues Hallenbad vor, während sich Reitis zu den Kosten für einen Hallenbad-Neubau mit verschiedenen Schwimmbecken-Varianten äußerte. Fazit der Verwaltung, die sich eine „Weichenstellung“ gewünscht hätte: Für einen Erweiterungsbau am Hallenbad wäre eine unmittelbar an das Bad angrenzende Fläche optimal, derzeit aber nicht notwendig, weil man ja nach wie vor das Bundeswehr-Schwimmbad nutzen könne.

Während die SPD monierte, dass der Bürgermeister jüngst in seiner Haushaltsrede kein Wort über die Bäder verloren habe und daher Vertagung beantragte, forderte Anita Stakenkötter für die FDP die Streichung dreier Passagen des Verwaltungs-Vorschlages und den Zusatz, die Fläche neben dem Hallenbad nicht nur für einen Erweiterungs-, sondern gegebenenfalls auch für einen Neubau freizuhalten.

Aus Reihen der CDU gab es einerseits Zuspruch für den Verwaltungsvorschlag, andererseits aber Kritik an dessen schwammigen Formulierungen. Während die Bezirksausschüsse und der Sportausschuss den FDP- Antrag mitgetragen hätten, ließen die Mitglieder des UPV erkennen, dass offenbar noch erheblicher Diskussions- und Beratungsbedarf besteht. Sie lehnten die Anträge von SPD und FDP, aber auch den Vorschlag der Verwaltung mehrheitlich ab.

Kommentar eines Bezirksausschuss-Mitgliedes aus Einen-Müssingen: „Jetzt sind wir so weit wie vorher.“

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