Bäderkonzept steht
Dreierbündnis für neues Hallenbad

Warendorf -

Neuer Anlauf in Sachen Bäderkonzept: Die drei Fraktionen von CDU, Grünen und FDP haben einen Antrag für einen Hallenbad-Neubau eingebracht. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse dürfte das so den Rat passieren.

Donnerstag, 15.11.2018, 10:07 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.11.2018, 15:18 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 15.11.2018, 10:07 Uhr
Das Hallenbad ist für CDU, Grünen und FDP ein Auslaufmodell. Sie wollen in ihrem gemeinsamen Antrag einen Neubau in einigen Jahren durchsetzen.
Das Hallenbad ist für CDU, Grünen und FDP ein Auslaufmodell. Sie wollen in ihrem gemeinsamen Antrag einen Neubau in einigen Jahren durchsetzen. Foto: Ulrich Coppel

Jetzt gibt es klares Bäderkonzept: Ein Dreier-Bündnis aus CDU, Bündnisgrünen und FDP haben einen neuen Antrag. „Wir waren erstaunt, dass unsere Positionen gar nicht weit auseinanderlagen“, begründet Dr. Beate Janinhoff, die Vorsitzende der FDP-Fraktion. Sie hatte mit ihren Kollegen Ralph Perlewitz (CDU) und Jessica Wessels (Bündnis 90/Die Grünen) nach der großen Ausschuss-Sitzung am 31. Oktober im Sparkassenforum die Köpfe zusammengesteckt.

Erst neu bauen, dann Altbau abreißen

Die klare Forderung: Ab 2019 fließt vier Jahre lang kein Geld in das Hallenbad, in den es außer reinem Erhalt keine Investitionen mehr geben soll. Auf der der Stadt gehörenden Nachbarfläche soll dann ab 2023 ein neues Hallenbad gebaut und nach dessen Fertigstellung das bestehende Hallenbad abgerissen werden. Dafür wollen die drei Fraktionen 2019 dann 150 000 Euro Planungskosten in den Haushalt eingestellt sehen.

Dieser Vorschlag ist neu – und richtet sich gegen den Beschlussvorschlag der Verwaltung. Die hatte grundsätzlich den Verzicht auf einen Anbau empfohlen, solange die Stadt die Bäder der Bundeswehrsportschule mitnutzen darf. Immerhin sollte aber die Barrierefreiheit im jetzigen Hallenbad hergestellt werden.

Wir waren erstaunt, dass unsere Positionen gar nicht weit auseinanderlagen.

Dr. Beate Janinhoff

Auch dagegen sind die drei Fraktionsspitzen. „Wenn wir das Bad jetzt barrierefrei machten, ginge das wieder auf Kosten der Wasserfläche, weil wir außer einem Lift zum Bad auf einen Fahrstuhl ins Becken brauchten“, so Beate Janinhoff.

Auch die Variante mit einem Anbau hätte auf Dauer nach vorherrschender Überzeugung wenig Tragfähigkeit. „Zum einen hätten wir dann wieder zwei Ebenen. Zum anderen würden wir ein jetzt schon 50 Jahre altes Hallenbad weiterbetreiben.“ Dann lieber ein Modell wie in Ahlen, mit einem Neubau. Zudem könne die Stadt dessen Energieversorgung so auslegen, dass die in der Nachbarschaft liegenden Schulen bei Bedarf angeschlossen werden könnten – eine Chance zur weiteren Senkung der laufenden Kosten.

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