CDU-Stadtverband Warendorf wählt
Wiederwahl – mit 83,3 Prozent

Warendorf -

Mit 83,3 Prozent der Stimmen bestätigten die Mitglieder des Stadtverbands der CDU Donnerstagabend Ursula Kindler im Amt als Vorsitzende. Auch Vize Martin Richter (94 Prozent) wählten die Mitglieder wieder.

Freitag, 16.11.2018, 15:36 Uhr aktualisiert: 23.11.2018, 12:28 Uhr
83,3 Prozent der Stimmberechtigten bestätigten CDU-Stadtverbandsvorsitzende Ursula Kindler im Amt.
83,3 Prozent der Stimmberechtigten bestätigten CDU-Stadtverbandsvorsitzende Ursula Kindler im Amt. Foto: Jörg Pastoor

In ihrer Rede hatte sie kurz parteiinterne Kommunikationsprobleme erwähnt. Vielleicht erklärt das das Ergebnis von 83,3 Prozent für die Wiederwahl Ursula Kindlers als Vorsitzende des CDU-Stadtverbands. Die Gelegenheit zu offener Debatte im Saal des „Westfälischen Hofs“ in Einen nutzte jedenfalls am Donnerstagabend keins der anwesenden Mitglieder. Vize Martin Richter gaben 94 Prozent ihre Stimme, auf Schriftführer Stefan Hölzle entfielen 100 Prozent. Für Mitgliederbeauftragte Valentina Westerheide ermittelte die Zählkommission 90 Prozent.

Kindler will parteiinterne Kommunikation verbessern

„In den letzten Monaten habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Vielzahl der Maßnahmen nicht ausreichend kommuniziert werden und wurden. Das soll sich jetzt ändern“, versprach Ursula Kindler vor den später von Dr. Olaf Gericke geleiteten Wahlgängen. Kindler hatte die Auswirkungen bundes- und landespolitischer Entwicklungen auf die Basis vor Ort beleuchtet. Als Verdienste der CDU und des von ihr getragenen Bürgermeisters listete sie Projekte wie Fertigstellung des Marktplatzes in Warendorf, schnelles Netz in allen Ortsteilen und die Ausweisung neuer Baugebiete auf. Bei der Diskussion über die von der CDU gewollten Umgehungen für Freckenhorst und Warendorf wünschte Kindler sich gemäßigtere Töne der Gegner; es sei kein Adjektiv und keine Worthülse stark genug.

Mit einem Dank für das große Engagement in der Zusammenarbeit im Vorstand appellierte sie an alle Mitglieder, erfolgreich und vor allem zusammen weiter an Problemen zu arbeiten. Bunt wurde es dann bei den Wahlgängen: Neben den erneut kandidierenden Ursula Kindler und Martin Richter waren Stefan Hölzle und Valentina Westerheide neu aufgestellt. Das machte fünf Wahlzettel in vier Farben. Als Beisitzer sind Johannes Austermann, Andrea Blacha, Frederik Büscher, Hannelore Dufhues, Adrian Grimpe, Josef Havelt, Dominik Krass, Peter Molitor, Markus Pletzing, Stephan Schulze Westhoff, Paul Schwienhorst und Valentina Westerheide gewählt. Dieses Resultat machte Olaf Gericke nach dem Vortrag von Europaabgeordnetem Dr. Markus Pieper bekannt.

Lieber stark in Europa als Provinz im Welt-Wettbewerb

Pieper malte von diesem oft kritisierten Staatenbund ein anderes Bild als das Klischee des komplexen Bürokratie-Monsters. Jeder Gegner solle ich klarmachen: „Wir sind nur noch acht Prozent der Weltbevölkerung – aber 24 Prozent der Wirtschaftskraft.“ Deshalb verzichte Donald Trump auch auf Strafzölle gegen EU-Waren. Würde man den Links- oder Rechtsaußen folgen, die „gegen alles sind, was Europa besser macht“, dann würde Deutschland zu einer „Provinz im globalen Wettbewerb“ schrumpfen. Hier Produziertes würde unbezahlbar teuer, gerade der exportorientierten münsterländischen Wirtschaft „würde das die Lebensader abdrehen“.

Typen wie Trump und Erdogan sind heutzutage unberechenbar.

Dr. Markus Pieper

Weil man gerade jetzt dabei sei, „unsere Integrationskraft auch hier im Kreis Warendorf zu überfordern“, halte er am Kurs der europäischen Flüchtlingspolitik fest. Eine Stärkung der Außengrenzen sei nötig, Asylverfahren dürften maximal sechs Monate dauern. Auch wenn er „Typen“ wie den türkischen Regierungschef Erdogan für unberechenbar halte, sei die Versorgung von Millionen syrischer Flüchtlinge dort vorbildlich. Aktuell kämen auch deshalb 90 Prozent weniger Flüchtlinge als 2015 in Europa an.

Er sah es als erste Aufgabe christdemokratischer EU-Arbeit, „dieses Europa zusammenzuhalten“ – und zwar nicht, wie von Linken gefordert, als Wohlfahrtsstaat.

Ursula Kindler nahm nach ihrer Wiederwahl viele Glückwünsche entgegen.

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