Gelbe Schleife für die Stadt Warendorf
Volkstrauertag aktueller denn je

Warendorf -

Als äußeres Zeichen der Solidarität mit den Soldaten und Veteranen der Bundeswehr wird die „Gelbe Schleife“ wird künftig ihren Platz im Rathaus finden. Am Sonntag wurde sie im Anschluss an die zentrale Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag übergeben.

Sonntag, 18.11.2018, 17:36 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 18.11.2018, 17:36 Uhr
Bei der Übergabe der „Gelben Schleife“ am Sonntagmittag an die Stadt Warendorf (v. l.) Michael Maul, Kommandeur der Bundeswehr-Sportschule, Andreas Lison, Stephan Wüsthoff, Martin Schäpermeier, Bürgermeister Axel Linke, Andrea Blacha, Hermann Temme, Stefan Fiedler und Beate Janninhoff.
Bei der Übergabe der „Gelben Schleife“ am Sonntagmittag an die Stadt Warendorf (v. l.) Michael Maul, Kommandeur der Bundeswehr-Sportschule, Andreas Lison, Stephan Wüsthoff, Martin Schäpermeier, Bürgermeister Axel Linke, Andrea Blacha, Hermann Temme, Stefan Fiedler und Beate Janninhoff. Foto: Niels-Peter Wissmann

Ein jähes Ende nahm am gestrigen Sonntag die Gedenkfeier anlässlich des Volkstrauertages für die beteiligten Mitglieder der Löschzüge der Feuerwehr Warendorf. Denn kurz nach Beendigung des offiziellen Gedenkaktes piepten die Melder. „Feuer im Gebäude“ lautete die Alarmierung. Schnell stellte sich dies jedoch als Fehlalarm heraus. Abbrucharbeiten in einem Haus in der Andreasstraße hatten zu Staubentwicklung geführt, woraufhin ein Bürger die Feuerwehr verständigt hatte.Zuvor hatten die Vereine und Verbände der Stadt Warendorf in der Marienkirche der Opfer von Kriegen, Terror und Vertreibung gedacht. Punkt zwölf Uhr setzte sich der Zug unter musikalischer Begleitung der Stadtkapelle Warendorf vom Marktplatz aus in Bewegung. Neun Kränze, unter anderem von den Schützenvereinen Warendorfs, der Sportschule der Bundeswehr und vom Vertriebenenbund aus dem Kreis Reichenbach wurden im Turm der Marienkirche und vor den Gedenktafeln zu Ehren der Weltkriegsopfer aufgestellt. Die Rede während der Gedenkstunde hielt Hermann-Josef Vinke , Präses des Bürgerschützenvereins. „Macht es nach 73 Jahren Frieden in Europa noch Sinn, den Volkstrauertag zu feiern?“, fragte er. Und antwortete mit einem klaren „Ja“.

Volkstrauertag in Warendorf

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  • In Warendorf und den Ortsteilen wurde am Sonntag der Volkstrauertag begangen. Foto: Niels-Peter Wissmann
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  • In Warendorf und den Ortsteilen wurde am Sonntag der Volkstrauertag begangen. Foto: Niels-Peter Wissmann
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„Auch wenn wir in Europa seit Jahren von kriegerischen und gewaltsamen Konflikten verschont wurden, gab es allein in 2017 weltweit 222 gewaltsame Konflikte mit jeweils unzähligen Opfern“, bemerkte Vinke. Auch im Hinblick auf Terror und Flüchtende sei der Volkstrauertag aktueller denn je. „Jeder 113. Mensch weltweit ist ein Flüchtling“, so Vinke. Der Frieden, in dem wir leben, dürfe kein selbstverständlicher sein, wie auch Frankreichs Präsident Macron, in seiner Rede zur Gedenkfeier zum Ende der Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren, betont habe.

Neben der Veranstaltung in Warendorf gab es auch in den Ortsteilen Gedenkfeiern. Dort hielten unter anderem Bürgermeister Axel Linke, seine Stellvertreterin Doris Kaiser und MdL Daniel Hagemeier die Gedenkreden.

Mittags fand im Saal des Warendorfer Rathauses die Übergabe der „Gelben Schleife“ an die Stadt Warendorf statt. Die „Gelbe Schleife“ zeigt die Solidarität mit den Soldaten und Veteranen der Bundeswehr und wird künftig ihren Platz im Rathaus finden. Schirmherrin Dr. Gesine Krüger freute sich, dass die Stadt Warendorf nun auch öffentlich sichtbar ein Symbol der Wertschätzung für die Soldaten trage. Denn neben den wenigen, im Einsatz gefallenen Soldaten gebe es noch viel mehr, die körperliche oder seelische Verwundungen mit sich trügen. Ihnen einen neuen Start in ein gutes Leben zu ermöglichen setze sich der Förderverein zur Unterstützung der Arbeit mit Versehrten, kurz FUAV, zum Ziel. Seit der Gründung des Vereins im Jahr 2014 seien mehr als 100 000 Euro Spenden gesammelt worden, mit denen unter anderem Sportgeräte oder die Teilnahme an Wettkämpfen finanziell ermöglicht wurden. Michael Maul, Kommandeur der Bundeswehr-Sportschule, nannte als Beispiel die „Invictus Games“, bei denen körperlich beeinträchtigte Soldaten nicht gegen andere, sondern gegen den eigenen Körper in sportlichen Wettkämpfen antreten.

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