Kleiner Wohnen in Warendorf
Antrag: Siedlung für zunächst bis zu 15 Tiny-Häuser

Warendorf -

Mini-Häuser finden auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Vor allem in Großstädten, wo Wohnraum knapp und Mieten hoch sind. Die sogenannten Tiny Houses sind fest auf einen Anhänger montiert, können also an jedem Ort aufgestellt werden und haben Küche, Bett und Dusche. Die FWG-Fraktion möchte für Warendorf eine sogenannte Tiny-House-Siedlung ausgewiesen wissen und beantragt im Haushaltsplan 2019 Planungskosten in Höhe von 10.000 Euro dafür zu berücksichtigen.

Montag, 26.11.2018, 09:56 Uhr aktualisiert: 26.11.2018, 15:02 Uhr
Die kleine Wohnung, ausgestattet mit Koch-, Schlaf-, Arbeits-, Wohn- und Duschbereich, wurde von der Tinyhouse-University in Zusammenarbeit mit einem evangelischen Wohnungsunternehmen entwickelt.
Die kleine Wohnung, ausgestattet mit Koch-, Schlaf-, Arbeits-, Wohn- und Duschbereich, wurde von der Tinyhouse-University in Zusammenarbeit mit einem evangelischen Wohnungsunternehmen entwickelt. Foto: dpa

Kleines Haus ganz groß: Kleine Häuser sind derzeit ein großes Trendthema. Sogenannte Tiny Houses machen das Wohnen auf engstem Raum attraktiv. Die Mini-Häuser sind flexibel und vergleichsweise günstig. Mini-Häuser finden auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Vor allem in Großstädten, wo Wohnraum knapp und Mieten hoch sind. Die sogenannten Tiny Houses sind fest auf einen Anhänger montiert, können also an jedem Ort aufgestellt werden und haben Küche, Bett und Dusche. Die FWG-Fraktion möchte für Warendorf eine sogenannte Tiny-House-Siedlung ausgewiesen wissen und beantragt im Haushaltsplan 2019 Planungskosten in Höhe von 10.000 Euro dafür zu berücksichtigen.

„Gewünscht wird als Gesamtergebnis die Identifizierung und entsprechende Überplanung eines geeigneten städtischen Grundstücks, um für diese neue Wohnform auch ein Angebot in Warendorf zu schaffen“, begründet FWG-Fraktionschef André Wenning den Antrag seiner Fraktion. „Wir bitten darüber hinaus auch feststehende, so genannte Mini-Häuser, das heißt Häuser mit einer Größe zwischen 30 bis maximal 70 Quadratmetern mit in die Planung einzubeziehen.“

Auch örtliches Handwerk könnte beteiligt werden

Ziel des Antrages sei es, neuen Formen des nachhaltigen und energieeffizienten Wohnens Raum zu geben, damit diese sich entwickeln können. Die FWG möchte, dass die Erstellung und Nutzung von flächenschonendem und bezahlbarem Wohnraum erstmalig auch in Warendorf ermöglicht werde. Wenning: „Viele Menschen möchten mittlerweile preiswert auf kleinem Raum leben. Die Erfahrung bei der Planung und Umsetzung einer solchen Siedlung kann Antworten auf derzeit aktuelle sowie zukunftsfähige Fragen geben (z.B. Energieeffizienz, Ressourcenschonung, Umweltverträglichkeit, Recycling, etc.)“.

Nach Vorstellung der Freien Wähler sollten zunächst bis zu 15 Tiny Häuser und Mini-Häuser auf einem geeigneten stadtnahen Grundstück entstehen. Möglicherweise sei auch eine Kooperation mit einer Hochschule möglich, um dieses Projekt wissenschaftlich zu begleiten. Auch das örtliche Handwerk, so die FWG, könnte beteiligt werden.

Was bei Tiny Häusern zu beachten ist

Der Kaffeeröster Tchibo ist bereits im Mai diesen Jahres auf den Tiny-House-Trend aus den USA aufgesprungen und bot die Häuschen in drei Größen (ab 39.999 Euro ) an, entweder mit 10, 12 oder 16 Quadratmeter Wohnfläche. Bei den Tiny-Häusern muss man einige Dinge beachten : Stehen die Häuser auf Rädern, sind sie an das Straßenverkehrsrecht gebunden. Demzufolge müssen brauchen sie auch ein Nummernschild und müssen regelmäßig untersucht werden.

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