Für den guten Zweck
Tannen-Hilfe für USA-Reise

Warendorf -

Pfadfinder aus Warendorf können ihre Arbeit 2019 auf dem Weltpfadfindertreffen in den USA repräsentieren. Doch dafür braucht es noch etwas Geld für die Reisekasse. Das wollen sie am zweiten und dritten Adventswochenende als Spenden sammeln – in dem sie beim Transport der Weihnachtstannen in Alverskirchen helfen.

Mittwoch, 05.12.2018, 18:49 Uhr aktualisiert: 10.12.2018, 14:44 Uhr
Weihnachtsbaumanbauer Christian Püning (l.) freut sich auf den besonderen Baumtrageservice der Pfadfinder um Sophie Frei, Alexander Wiesmann, Paula Pieper, Jonas Vollenberg und Jonas Jenzewski.
Weihnachtsbaumanbauer Christian Püning (l.) freut sich auf den besonderen Baumtrageservice der Pfadfinder um Sophie Frei, Alexander Wiesmann, Paula Pieper, Jonas Vollenberg und Jonas Jenzewski. Foto: Pfadfinder

Weniger Stress in der Vorweihnachtszeit kann jeder gebrauchen und wenn es dann noch für die gute Sache ist - umso besser: Wer am zweiten (8. und 9. Dezember) oder dritten Adventswochenende (15. und 16. Dezember) seinen Weihnachtsbaum auf Hof Püning in Everswinkel kauft, kann sich jeweils von 8 bis 17 Uhr über einen besonderen Service freuen: Die Pfadfinder vom DPSG Stamm Warendorf bieten sich als fleißige Helfer an und bringen gekaufte Weihnachtsbäume auf Wunsch von der Schonung bis zum Auto am Hofparkplatz.

„Wir freuen uns sehr, dass die Pfadfinder uns hier auf dem Hof helfen“, sagt Weihnachtsbaumanbauer Christian Püning. Drei Jurten (Pfadfinderzelte) haben die Pfadfinder mit ihrem Leiter Alexander Wiesmann (27) (von Beruf Controller in einem Logistikbetrieb Harsewinkel) ebenfalls aufgestellt. In den Zelten können sich die Weihnachtsbaumkunden an den Adventswochenenden am offenen Feuer aufwärmen und ihren Baum mit Glühwein oder Kinderpunsch begießen. „Das wird richtig gemütlich. In den Jurten herrscht eine tolle Atmosphäre“, verspricht Alexander Wiesmann. „Rund 40 bis 50 Leute passen wohl in so ein Zelt.

Die Pfadfinder freuen sich über jede freiwillige Spende für ihr Engagement. Denn sie arbeiten auf ein großes Ziel hin: Neun Mitglieder möchten ihren Stamm, ihre Stadt und die gesamte Region 2019 von Mitte Juli bis Mitte August am Weltpfadfindertreffen in den USA repräsentieren.

Das sogenannte „Jamboree“ findet alle vier Jahre statt, rund 46000 Pfadfinder zwischen 14 und 17 Jahren werden als Teilnehmer erwartet. Durch den solidarischen Teilnehmerbeitrag müssen sie allerdings rund 4000 Euro pro Teilnehmer für diese Reise bezahlen.

Eine stolze Summe, welche die World Organisation of Scouts Movement festlegt. Nicht ohne Grund. Der Betrag bemisst sich an der Wirtschaftskraft des Heimatlandes der Teilnehmer. So soll auch Pfadfinder aus wirtschaftlich schwächeren Ländern die Teilnahme ermöglicht werden.

Um ihre Teilnahme in den USA zu finanzieren, sind die Warendorfer Pfadfinder bereits kreativ geworden: Sie putzten Fahrräder beim Fahrradmarkt in Warendorf, verkauften individuell gestaltete Holzbrettchen auf dem Fettmarkt und haben eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Die ersten 2000 Euro pro USA-Teilnehmer sind schon bezahlt – also genau die Hälfte.

Von einem Stand im Weihnachtswäldchen haben sie Abstand genommen, da neun Pfadfinder an 16 Tagen Präsenzdienst hätten leisten müssen. Das ist auch für das beste Ehrenamt einfach zu viel, da die Pfadfinder ihren Berufen nachgehen oder zur Schule gehen.

Deshalb setzen die Pfadfinder vom DPSG-Stamm jetzt sehr auf die Weihnachtsbaumaktion auf dem Hof Püning in Alverskirchen.

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