Bürgerausschuss zur Förderung des Warendorfer Straßenkarnevals zieht Konsequenzen aus dem letzten Rosenmontagszug
Schärfere Richtlinien für Besatzung

Warendorf -

Die Kritik blieb nicht ungehört und schlägt sich in den neuen Richtlinien für die Teilnahme am Warendorfer Rosenmontagszug nieder. Darin heißt es: Die Festwagen sollten offenen gestaltet sein, auf großflächige Dachbauten und Seitenverkleidungen, die die Brüstungshöhe übersteigen, sollte verzichtet werden. Die Wagenbesatzung sollte für die Zuschauer gut sichtbar sein. Und was die Musikanlage auf den Festwagen angeht, so sind die Boxen auf den Boden nach innen gerichtet aufzustellen. Sie dürfen nicht die Brüstungshöhe überragen. Die Musik-Lautstärke sollte 80 Dezibel (Lastwagengeräusch) nicht überschreiten. Der Bürgerausschuss werde dies überprüfen und gegebenenfalls Lautstärkemessungen durchführen.

Dienstag, 08.01.2019, 04:00 Uhr
Der Bürgerausschuss zur Förderung des Warendorfer Straßenkarnevals zieht Konsequenzen aus dem letzten Rosenmontagszug und hat die Richtlinien für die Teilnahme am Umzug geändert. Denn Frohsinn hat auch Grenzen. Die Änderungen im Rosenmontagsumzug werden auch Thema der Pressekonferenz des Bürgerausschusses am Freitag, 11. Januar, sein. Weitere Themen: Jubiläums-Session (66 Jahre Bürgerausschuss) und Warendorfer Karnevalsnacht 2019.
Der Bürgerausschuss zur Förderung des Warendorfer Straßenkarnevals zieht Konsequenzen aus dem letzten Rosenmontagszug und hat die Richtlinien für die Teilnahme am Umzug geändert. Denn Frohsinn hat auch Grenzen. Die Änderungen im Rosenmontagsumzug werden auch Thema der Pressekonferenz des Bürgerausschusses am Freitag, 11. Januar, sein. Weitere Themen: Jubiläums-Session (66 Jahre Bürgerausschuss) und Warendorfer Karnevalsnacht 2019. Foto: Lowinski

Der Bürgerausschuss zur Förderung des Warendorfer Straßenkarnevals zieht Konsequenzen aus dem letzten Rosenmontagszug und hat die Richtlinien für die Teilnahme am Umzug geändert. Denn: Frohsinn hat auch Grenzen.

„Von verschiedenen privaten und behördlichen Seiten ist uns zugetragen worden, dass sich erneut viele Gruppen nicht an alle Richtlinien gehalten haben“, schrieb Bürgerausschuss-Präsident Klemens Westrup nach Rosenmontag in einem Rundbrief an alle am Rosenmontagszug beteiligten Gruppen.

Und er nannte zum einen den Alkoholgenuss und zum anderen die Musiklautstärke auf den Karnevalswagen. „Für uns ist fraglich, warum die Musik auf den Festwagen so laut sein muss, dass die Wagenbesatzung selbst Ohropax in den Ohren braucht.“

Zuschauer hätten fluchtartig die Distanz zur Zugstrecke gesucht, um ihre Kinder vor der Lautstärke zu schützen. Der Bürgerausschuss zur Förderung des Rosenmontagszuges, der den Zug am 4. März dieses Jahres zum 66. Mal ausrichtet, appelliert an alle Teilnehmer: „Die Leute und Kinder am Straßenrand wollen mit euch zusammen feiern. Wir wollen familienfreundlich sein. Das ist mit zugedrehtem Rücken, Ohropax in den Ohren und Bierflasche in der Hand schwierig. Wir sind der Meinung, dass ihr euch der öffentlichen Wertschätzung für eure investierte Zeit, eures Engagements und Geldes, selbst beraubt.“

Einige Gruppen beherzigten dies bereits, der Großteil leider nicht, so der Bürgerausschuss. Es müssten keine Mega-Lautsprecherboxen mit wummernden Bässen sein – eine Handy-Docking-Station tue es auch und sei vielleicht eine gute Alternative. Wenn zudem die eine oder andere Gruppe auf ein geschlossenes Wagendach verzichten würde, so der Bürgerausschuss, kämen die Kostüme viel besser zur Geltung.

Damit die Kritik keinen falschen Zungenschlag bekommt: „Wir als Bürgerausschuss stehen auf eurer Seite, ihr seid jedes Jahr wie alle Teilnehmer herzlich willkommen und für uns ein wichtiger Bestandteil des Umzuges. Wir stehen jeder Gruppe immer mit Rat und Tat zur Seite. Wir übernehmen jedes Jahr für alle Teilnehmer die GEMA-Gebühren, Stadtreinigungs- und Entsorgungskosten. Eine Anmeldegebühr erheben wir nicht. Dafür erwarten wir nur die Einhaltung aller Richtlinien sowie eine familienfreundliche Ausstrahlung.“

Diese Kritik blieb nicht ungehört und schlägt sich in den neuen Richtlinien für die Teilnahme am Warendorfer Rosenmontagszug nieder. Darin heißt es: Die Festwagen sollten offenen gestaltet sein, auf großflächige Dachbauten und Seitenverkleidungen, die die Brüstungshöhe übersteigen, sollte verzichtet werden. Die Wagenbesatzung sollte für die Zuschauer gut sichtbar sein. Und was die Musikanlage auf den Festwagen angeht, so sind die Boxen auf den Boden nach innen gerichtet aufzustellen. Sie dürfen nicht die Brüstungshöhe überragen. Die Musik-Lautstärke sollte 80 Dezibel (Lastwagengeräusch) nicht überschreiten. Der Bürgerausschuss werde dies überprüfen und gegebenenfalls Lautstärkemessungen durchführen, heißt es in den Richtlinien. Empfohlen wird die Nutzung einer modernen Bluetooth-Box mit maximal 50 Watt. Bei der Moderation mit Vorstellung der Festwagen auf dem Marktplatz ist die Musik auszustellen. Ferner weist der Bürgerausschuss daraufhin, dass lediglich Karnevals- und Stimmungsmusik zu spielen ist. Die Beschallung mit Techno-Musik ist nicht erlaubt. Verboten sind auch Sirenen, Martinshörner, Blaulichter und Nebelanlagen.

Alle Teilnehmer haben sich vor, während und nach dem Umzug respektvoll und rücksichtsvoll zu verhalten. Das Wippen und Aufschaukeln von Festwagen ist strengstens untersagt. Ein eigenmächtiges Anhalten während des Zuges ist nicht erlaubt. Von den Festwagen dürfen keine Getränke und Glasgegenstände an die Zuschauer gereicht werden. Das Werfen von Papier, Schnipsel, Bierdeckel, Plastiktüten, Behälter oder andere harte Gegenstände, die zur Verletzung der Zuschauer führen könnten, ist verboten.

Die Begleitpersonen der Wagen haben Sicherheitswesten zu tragen. Für sie, sowie für Minderjährige, die auf den Wagen mitfahren, gilt strengstes Alkoholverbot. Die Änderungen im Rosenmontagsumzug werden auch Thema der Pressekonferenz des Bürgerausschusses am Freitag, 11. Januar, sein. Weitere Themen: Jubiläums-Session (66 Jahre Bürgerausschuss) und Warendorfer Karnevalsnacht 2019.

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