Kunden machen ihrem Unmut Luft
Teures „Parkticket“

Warendorf -

Ein Knöllchen für falsches Parken auf öffentlichen Parkflächen haben wohl schon viele bekommen. Die Bußgelder beginnen hier bei zehn Euro, können je nach Vergehen aber höher ausfallen.

Donnerstag, 24.01.2019, 05:20 Uhr
Deutlich sichtbar sind die neuen Schilder auf den Parkflächen nahe dem Warendorfer Bahnhof.
Deutlich sichtbar sind die neuen Schilder auf den Parkflächen nahe dem Warendorfer Bahnhof. Foto: Lek

Anders sieht es bei den Parkflächen nahe dem Bahnhof aus, die für die Kunden von KiK , Deichmann, Miller & Monroe und der AOK zur Verfügung stehen. Bereits im September hat der Vermieter in Eigeninitiative die Schranken abmontieren lassen und neue Hinweisschilder anbringen lassen: zwei Stunden Parken nur mit Parkscheibe, im Falle einer Zuwiderhandlung droht eine Vertragsstrafe von 24.90 Euro. Dieses Vorgehen löste den Unmut vieler Kunden aus, die sich in den sozialen Medien und den Geschäften Luft machen. „Gerade jetzt, wo es kalt ist, parken auf dem Gelände mehr Leute und es beschweren sich Kunden über Strafgelder. Wir können selber auch nur auf die beauftragte Firma verweisen, da wir da nichts mit zu tun haben“, erklärte eine Mitarbeiterin eines betroffenen Geschäftes. Bereits im Vorfeld wurden die Kunden in den betroffenen Geschäften informiert und kostenfrei Parkscheiben verteilt. „Bei dem Parkplatz handelt es sich um ein Privatgelände, sodass die Strafgelder zulässig sind.“ Das erläuterte Holger Niemeyer vom Warendorfer Ordnungsamt. „Man muss zwischen öffentlichen und privatem Strafrecht unterscheiden. Der Besitzer der Fläche kann selber entscheiden, was er damit anfängt. So lange es klar ausgeschildert ist, kann er eine entsprechende Strafe erheben.“ Schilder gibt es sowohl vor wie auch auf dem Gelände in ausreichender Größe und Stückzahl. Ist die Parkscheibe sichtbar im Auto platziert, darf der Parkplatz für die Dauer von zwei Stunden genutzt werden. Wer mehr Zeit für Einkäufe benötigt, muss auf die kostenlosen Parkplätze am Bahnhof oder am Lohwall zurückgreifen oder auf die kostenpflichtigen Innenstadt-Parkplätze.

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