Mitstreiter mit starken Händen und hellem Köpfchen gesucht
Die „essbare Stadt“ braucht Hilfe

Warendorf -

Die „essbare Stadt“ hat zur Zeit nicht genügend helfende Hände, um alle geplanten Projekte umzusetzen. Auf der jüngsten Hauptversammlung gab es einen Aufruf.

Sonntag, 03.03.2019, 08:00 Uhr
Die Initiative „essbare Stadt“ traf sich zur Jahreshauptversammlung, unter anderem gab es Übersicht über die aktuellen Projekte.
Die Initiative „essbare Stadt“ traf sich zur Jahreshauptversammlung, unter anderem gab es Übersicht über die aktuellen Projekte. Foto: Rebecca Lek

Mit den Worten „Wir wollen Warendorf ans Wachsen und Blühen führen“ eröffnete Vorstand Georg Drees die Hauptversammlung der Initiative „essbare Stadt“. Drees blickte zurück und stellte die Projekte für 2019 vor. „Wir bewegen seit drei Jahren etwas Grün“, betonte er stolz. Dabei brauchen er und seine Mitstreiter allerdings weitere Unterstützung, denn es war eine überschaubare Runde, die sich traf. Nur neun Mitglieder waren erschienen, sie bezeichneten sich selbst als den „harten Kern. Die „essbare Stadt“ hat zur Zeit nicht genügend helfende Hände, um alle geplanten Projekte umzusetzen.

Dabei hat sie viele Ziele. Nicht nur die „Begrünung“ der Innenstadt mit Nutzpflanzen steht im Fokus, auch Naturschutz und die Arbeit gegen Artensterben gehören zum Programm. Mittlerweile zählen 85 Beerensträucher, sieben Hochbeete (drei davon im letzten Jahr gebaut), Wild- und Sonnenblumenwiesen sowie Obstbäume an mehreren Standorten zu den Erfolgen der Initiative. „Ohne Kooperationen wäre dies nicht möglich. Ob mit der Stadt Warendorf, dem Imkerverein oder Nachbarschaftsinitiativen“, berichtete Drees. Im vergangenen Jahr profitierte die „essbare Stadt“ von ihrer Bekanntheit. Gleich von mehreren Stellen, unter anderem dem Altstadtfonds, gab es Anfragen. Daraus können größere Projekte entstehen. Ein besonderes ist der Bau eines „Obstwanderweges“ am Marienheim in Kooperation mit dem Warendorfer Berufskolleg im März. Weitere Obstbäume sollen in der Innenstadt gepflanzt werden, die Initiative will ein Kräuterbeet anlegen und eine Podiumsdiskussion zum Thema Insektensterben veranstalten.

Ein weiterer größerer Plan ist eine eigene Stadtführung unter dem Motto „essbares Warendorf“. Während einer einstündigen Führung sollen zehn Standorte besucht werden, an denen die Initiative bereits aktiv ist.

Mit dem Pflanzen und Aussähen ist die Arbeit aber nicht getan. Teilweise teilt sich die „essbare Stadt“ die Pflege der Anlagen mit den Kooperationspartnern. Aber das klappt nicht immer. „Die Pflege und das Gießen sind ein enormer Arbeitsaufwand, der sich derzeit auf zu wenige Leute verteilt“, gab Drees zu bedenken, der auf eine höhere Resonanz auf die Jahreshauptversammlung gehofft hatte. Die „essbare Stadt“ würde sich über neue Mitglieder mit „starken Händen und hellem Köpfchen“ freuen.

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