Aktion Kleiner Prinz zum Tod Klaus Kinkels
Trauer um „verlässlichen Partner in schwieriger Zeit“

Warendorf -

Er war als Ehrengast zur Feier des 25-Jährigen und der Einweihung der neuen Halle am Hartsteinwerk vorgesehen und eingeladen. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Klaus Kinkel damals nicht nach Warendorf kommen. Die Verantwortlichen der Aktion Kleiner Prinz reagieren betroffen auf seinen Tod.

Samstag, 09.03.2019, 12:24 Uhr
Klaus Kinkel mit der damaligen Vorsitzenden der Aktion Kleiner Prinz, Maria Mussaeus. Sie und Bürgermeister Axel Linke hatten das Goldene Buch der Stadt mit zu Kinkel nach Augustdorf gebracht.
Klaus Kinkel mit der damaligen Vorsitzenden der Aktion Kleiner Prinz, Maria Mussaeus. Sie und Bürgermeister Axel Linke hatten das Goldene Buch der Stadt mit zu Kinkel nach Augustdorf gebracht. Foto: AKP

Die Aktion Kleiner Prinz trauert um Dr. Klaus Kinkel . Im Mai 2018 hatte sich der jetzt gestorbene frühere Bundesaußenminister bereit erklärt, als Ehrengast die Rede zur Einweihungsfeier der neuen Halle im Jahr des 25-jährigen Bestehens der Aktion Kleiner Prinz zu halten. „Ihm haben wir viel zu verdanken“, so damals Klaus Schäffer, der Gründer der Aktion, in einer Pressemitteilung.

Gegen Ende des Bosnienkrieges konnte im März 1995 unter der Vermittlung des damaligen deutschen Außenministers Kinkel ein Stillhalteabkommen geschlossen werden. Der Granatenbeschuss auf den Flughafen von Sarajewo wurde vorübergehend eingestellt, und das bedeutete Rettung in letzter Minute für schwerkranke Kinder: Man konnte sie mit einer Maschine der Deutschen Rettungsflugwacht nach Münster zur Behandlung bringen. So wurden mit Hilfe von Klaus Kinkel die Wochen des Hoffens und Bangens beendet. Die Kinder wurden in Deutschland ärztlich behandelt, die meisten gerettet.

Es war eine sehr bewegende Begegnung.

Maria Mussaeus

Klaus Kinkel konnte damals die geplante Gastrede zur Geburtstagsfeier der Aktion Kleiner Prinz und zur Einweihungsfeier der neuen Halle nicht halten. Bürgermeister Axel Linke und die damalige Vorsitzende Maria Mussaeus hatten sich deshalb entschlossen, ihn in seinem Wohnort Sankt Augustin zu besuchen. Der Dank für seine Hilfe bei der Rettungsaktion und für seine Bereitschaft, die Einweihung der Halle mit seiner Anwesenheit und einer Rede zu ehren, wurden dabei im Goldenen Buch der Stadt Warendorf dokumentiert. „Es war eine sehr bewegende Begegnung“, so Maria Mussaeus. „Er war so offen, herzlich, bescheiden und zur Selbstironie fähig. Er war so voller Lebensfreude. Darum traf uns die Nachricht von seinem Tod sehr.“

Dank im Namen der geretteten Kinder

Und Michael Quinckhardt, der vor einiger Zeit die Nachfolge von Maria Mussaeus als Vorsitzender antrat, ergänzt: „Wir trauern um einen guten Freund und verlässlichen Partner in schwerer Zeit. Die Aktion Kleiner Prinz wird ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren und dankt im Namen der geretteten Kinder.“

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